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Mikroplastik

Mikroplastik

In der Luft, im Boden, im Wasser: Mikroplastik ist überall. Laut Fraunhofer Institut gelangen pro Kopf und Jahr etwa 4 kg der kleinen Kunststoffteilchen allein in Deutschland in die Umwelt, das sind insgesamt 330.000 Tonnen Mikroplastik. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter und welche Auswirkungen hat es auf Menschen und Umwelt? Erfahre hier, was die Hauptquellen von Mikroplastik sind und wie du einen Beitrag zur Reduktion leisten kannst.

 

Was ist Mikroplastik?

REWE versteht, angelehnt an das Umweltbundesamt (Umweltbundesamt 2016), Mikroplastik als feste, wasserunlösliche synthetische und halbsynthetische Polymere, also Kunststoffpartikel, die bis zu 5 Millimeter groß sind.
Darüber hinaus beschäftigt sich REWE mit synthetischen und halbsynthetischen Polymeren, die in gelöster, gelartiger oder flüssiger Form vorliegen. Hier fokussiert REWE zum jetzigen Zeitpunkt sämtliche Verbindungen, die in der Internationalen Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe (INCI-Liste) mit folgendem Wort oder Wortbestandteil angegeben werden:

  • acryl (Wortbestandteil)
  • polymer (Wortbestandteil)
  • silan (Wortbestandteil)
  • styrol oder styrene (Wortbestandteil)
  • Polyquaternium (Wortbestandteil)
  • Nylon
  • Polyethylene Terephthalate
  • Polyethylene
  • Polypropylene
  • Polyvinyl Chloride
  • Polyester
  • Polyether
  • Polyamide
  • Polyimide
  • Polyurethan
  • Ethylen-Vinylacetat
  • PVP
  • Polyvinyl Alcohol
  • Hydroxyethylcellulose
  • Carbomer

Wie gelangt Mikroplastik in die Umwelt?

Grundsätzlich kann bei Mikroplastik noch einmal zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik unterschieden werden.
Primäres Mikroplastik umfasst unter anderem Kunststoff-Mikropartikel, die für ihre jeweiligen Einsatzzwecke gezielt hergestellt werden, zum Beispiel Granulat auf dem Sportplatz. Außerdem kann primäres Mikroplastik durch beispielsweise Abrieb oder Verwitterung bei der Nutzung von Kunststoffprodukten freigesetzt werden.
Sekundäres Mikroplastik hingegen entsteht, wenn sich größere Kunststoffprodukte, sogenanntes Makroplastik, durch verschiedene Prozesse in Mikropartikel zersetzen.Unter anderem durch die falsche Entsorgung von Kunststoffprodukten können sie in die Umwelt gelangen.
Die Quellen von Mikroplastik sind sehr unterschiedlich. Der Abrieb von Autoreifen, Emissionen bei der Abfallentsorgung und der Asphaltabrieb zählen in Deutschland zu den Hauptursprungsquellen von primärem Mikroplastik. Mikroplastik in Kosmetik macht hingegen einen geringen Anteil, nämlich nur 0,5 Prozent der Emissionen pro Kopf und Jahr. Nicht in diese Schätzung miteinbezogen sind gelöste, gelartige und flüssige Polymere, die beispielsweise in der Kosmetik und in die Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln in wesentlich höheren Mengen eingesetzt werden und ebenfalls in die Umwelt gelangen.

Mikroplastik Emissionen

Mikroplastik in Kosmetikprodukten

Mikroplastik wird aus verschiedenen Gründen in Rezepturen von Kosmetikprodukten eingesetzt. Die kleinen Plastikpartikel finden beispielsweise in Form von sogenannten „Microbeads“ Anwendung als Reibkörper in Peelings, aber auch als nicht fühlbare und für das bloße Auge nicht sichtbare Inhaltsstoffe zur Trübung, Filmbildung oder als Füllstoff in Kosmetika. Außerdem werden gelöste, gelartige und flüssige Polymere im Kosmetikbereich zur Haarfixierung und zur Verhinderung von statischer Aufladung in Shampoos oder in Färbemitteln eingesetzt.
Nach der Nutzung von Kosmetikprodukten landen ihre Stoffe durch Waschbecken oder Dusche nahezu vollständig in unserem Abwasser. Kläranlagen können diese nicht vollständig aus dem Wasser filtern. Da Mikroplastik sowie gelöste, gelartige und flüssige Polymere derzeit nicht ausreichend aus dem Abwasser herausgefiltert werden können, kann davon ausgegangen werden, dass die Stoffe auf diese Weise in alle Umweltbereiche gelangen oder dort bereits vorhanden sind.

Mikroplastik in Kosmetik

Auswirkungen von Mikroplastik auf Flüsse und Meere

Eine große Belastung für die marine Umwelt geht von größeren Plastikteilen, wie beispielsweise Plastikmüll aus, die ins Meer gelangen und dort nach und nach zersetzt werden. Meerestiere nehmen die Plastikpartikel bei der Nahrungssuche oder versehentlich auf. Studien zufolge hat dies verschiedene Auswirkungen. So kann beispielsweise die Aufnahme fester Partikel den Verdauungstrakt verändern oder Entzündungen hervorrufen. Immer mehr tote Meerestiere werden an den Küsten angeschwemmt mit mehreren Kilogramm Plastik im Bauch. Oder sie sterben, weil sie sich im Plastikmüll verfangen, der im Meer herumschwimmt.

Auswirkungen von Mikroplastik auf den menschlichen Körper

Mikroplastik gelangt durch die Luft, das Wasser, die Kleidung, Kosmetik oder Lebensmittel in unseren Körper. Die Universität Wien konnte Mikroplastik bereits im menschlichen Organismus nachweisen (Schwabl. et al. 2018). Ob und wie gefährlich die kleinen Kunststoffteilchen für die menschliche Gesundheit sind, ist derzeit allerdings noch unklar (Bundesinstitut für Risikobewertung 2019).
Trotz der noch nicht vollumfänglich untersuchten Folgen für Umwelt und Mensch – sind negative Auswirkungen auf die Ökosysteme durch Mikroplastik zu erwarten.
REWE ist sich seiner Verantwortung gegenüber Menschen und Umwelt bewusst und setzt sich dafür ein, den Einsatz von Mikroplastik und gelösten, gelartigen und flüssigen Polymeren zu reduzieren. 

REWE Mikroplastik Siegel

Siegel

Um dem Kunden die Orientierung zu erleichtern, kennzeichnen wir REWE Kosmetik Eigenmarken-Produkte, die frei von Mikroplastik und gleichzeitig frei von den fokussierten gelösten, gelartigen und flüssigen Polymeren sind, mit einem eigenen Siegel.

Tipps zur Vermeidung von Mikroplastik

Es wird davon ausgegangen, dass Mikroplastik sowohl über die Luft als auch über Wasserkreisläufe verbreitet wird – doch es gibt bereits viele Möglichkeiten, um die Mengen Mikroplastik, die durch das menschliche Verhalten in die Umwelt gelangen, zu reduzieren. Die folgenden Tipps helfen dir dabei:

  • Achte auf das Siegel „Rezeptur ohne Mikroplastik“ bei dem Kauf der REWE Eigenmarken und bevorzuge auch bei anderen Marken mikroplastikfreie Produkte.
  • Verwende Naturkosmetik-Produkte.
  • Bevorzuge Kleidung aus Naturfasern, z.B. Baumwolle und verzichte auf Kleidung aus Kunststoffgewebe wie Polyester, Mikrofaser, Elasthan und Nylon.
  • Wasche Kleidung aus Synthetikfasern möglichst selten.
  • Verwende keine Putztücher aus Mikrofasern.
  • Nimm so oft wie möglich den Bus, das Rad oder gehe zu Fuß und lass das Auto stehen.

Umweltfreundlichere Verpackungen

REWE setzt sich nicht nur für das Entfernen von Mikroplastik ein, sondern auch für die Reduktion von Verpackungsmaterialien. Allein in Deutschland fallen pro Jahr über 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll an. Aufgrund dessen optimiert REWE sukzessive die Verpackungen der Eigenmarkenprodukte und schafft zur Transparenz der Kunden 3 neue Siegel.

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