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Mannit: Holzuntergrund

Mannit – Infos & Wissenswertes

Mannit ist ein Zuckerersatzstoff, der zuckerfreie und energiereduzierte Lebensmittel süßer macht. Auf der Zutatenliste erkennst du den Zusatzstoff auch an der Bezeichnung E 421. Ist der Zuckeraustauschstoff unbedenklich und was solltest du darüber wissen? Finde hier die Antworten auf deine Fragen!

Was ist Mannit?

Mannit – oder Mannitol – gehört wie Maltit und Isomalt zu den Zuckeralkoholen. Sein Name leitet sich von der Manna-Esche ab: Der eingetrocknete Saft des Baumes besteht zu rund 13 Prozent aus Mannit. Als D-Mannitol kommt der Stoff in der Natur außerdem in Feigen, Oliven, Algen und Pilzen vor.

Wie wird der Zuckerersatzstoff hergestellt?

Bei der Herstellung des geruchlosen, weißen Pulvers dient Fruktose (Fruchtzucker) als Ausgangsstoff. Durch den Prozess der Stärkeverzuckerung entsteht Fruktose aus pflanzlicher Stärke. Am Abbau und an der Modifikation der Stärke sind verschiedene Enzyme beteiligt, wie beispielsweise Amylase und Glukose-Isomerase.

Gut zu wissen: Die Stärke als Grundstoff kann aus gentechnisch veränderten Pflanzen (z. B. gentechnisch verändertem Mais) stammen. Die verwendeten Enzyme können ebenfalls aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen hervorgehen.

Wie schmeckt Mannit?

Der Zuckeralkohol zeichnet sich durch seinen süßen Geschmack aus – seine Süßkraft entspricht etwa 60 Prozent der Süßkraft von gewöhnlichem Haushaltszucker (Saccharose).

Worin unterscheidet sich Mannit von Zucker?

Mannit dient der Ernährungsindustrie als Zuckeraustauschstoff und süßt damit vor allem Produkte speziell für Diabetiker. Dabei bietet der Zusatzstoff folgende Vorteile:

  • Beim Verzehr von mit E 421 gesüßten Lebensmitteln und Getränken steigt der Blutzuckerspiegel weniger stark an – im Vergleich zu zuckerhaltigen Waren. Diese Wirkung kann ein Hersteller eines Produkts aber nur dann vorweisen, wenn der Zucker vollständig durch Mannit ersetzt wurde und der Zuckergehalt entsprechend reduziert ist.

  • Mannithaltige Lebensmittel und Getränke tragen außerdem zur Erhaltung der Zahnmineralisierung bei. Voraussetzung dafür ist, dass die enthaltenen Zusatzstoffe den pH-Wert des Zahnbelags während und bis 30 Minuten nach dem Verzehr nicht unter 5,7 fallen lassen.

Übrigens: Kalorienarm ist ein Produkt mit E 421 aber nicht zwingend. Mannit liefert fast genauso viele Kalorien wie normaler Kristallzucker. Der Energiegehalt liegt damit bei etwa 240 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Wo ist Mannit enthalten?​​​​​​​

Mannit findet sich auf der Zutatenliste vieler Produkte:

  • als süßender Zuckeraustauschstoff in Diätlebensmitteln wie Süßwaren, Desserts, Kaugummi und Speiseeis
  • in Backwaren
  • in Soßen und Senf​​​​​​​
  • in einigen Marmeladen
  • in Nahrungsergänzungsmitteln wie Brausetabletten mit Vitamin C​​​​​​​
  • als Trägerstoff beziehungsweise Stabilisator für Aromen und Vitamine​​​​​​​

Tipp für Veganer: Mannit enthält keine Zutaten tierischen Ursprungs. Daher eignet sich der Zuckerersatzstoff auch für die vegane und vegetarische Ernährung.

Was sollte ich beim Verzehr von Produkten mit Mannit beachten?

Mannit beziehungsweise E 421 ist als Zuckeraustauschstoff für Lebensmittel ohne Mengenbeschränkung zugelassen. Hersteller dürfen einem Produkt dennoch nicht mehr beimengen, als für die gewünschte Wirkung erforderlich ist. Das nennt sich in der Fachsprache „quantum satis“ (ausreichende Menge). Der Zuckeralkohol gilt aus diesem Grund allgemein als unbedenklich. Ohne gesundheitliche Risiken ist Mannit aber trotzdem nicht:

  • Wenn du größere Mengen – also mehr als 50 Gramm täglich – davon verzehrst, kann der Stoff mitunter Durchfall und Blähungen hervorrufen. Daher müssen Lebensmittel mit einem Mannit-Anteil von über 10 Prozent einen Warnhinweis tragen: „Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken.“

  • Wer empfindlich auf Zuckeraustauschstoffe reagiert, sollte diese möglichst vermeiden. Mannit kann bei entsprechender Unverträglichkeit auch Erbrechen auslösen.

  • In seltenen Fällen kann der Zuckerersatzstoff allergische Reaktionen hervorrufen.

Wofür wird Mannit noch verwendet?

Mannit ist nicht nur ein Ersatzstoff für Zucker. Er wird außerdem als pharmazeutischer Hilfsstoff bei der Herstellung von Medikamenten und als Arzneistoff angewendet. Von Bedeutung sind hier vor allem Diuretika: Diese Mittel haben eine entwässernde Wirkung, die sie in der Niere entfalten. Mannitol regt die Harnbildung an, wodurch dem Blutkreislauf Wasser und Mineralien entzogen werden. Damit dient der Wirkstoff dazu, den Blutdruck zu senken und ein insuffizientes Herz zu entlasten. Außerdem lässt sich Mannit als mildes Abführmittel einsetzen.

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