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Stockbrot

Stockbrot – Rezepte & Tipps für den Lagerfeuer-Klassiker

Hach, das weckt Kindheitserinnerungen! Mit einem Stock in der Hand saß man als Kinder ums Lagerfeuer herum und wartete ungeduldig darauf, dass das Stockbrot endlich fertig gebacken war. Der erste Bissen war immer zu heiß, aber sooo lecker! Hol dir die Lagerfeuer-Romantik zurück und back mal wieder Stockbrot. Wir zeigen Schritt für Schritt wie's geht.

Wie gelingt der Teig für Stockbrot?

Stockbrot wird klassisch aus einem einfachen Hefeteig zubereitet. Dafür benötigt man nur Mehl, frische Hefe oder Trockenhefe, Salz, etwas Zucker und lauwarmes Wasser. Damit der Teig schön aufgeht und locker wird, sollte er an einem warmen Ort gehen. Wer mag, kann ihn auch über Nacht in den Kühlschrank stellen und dort gehen lassen. Am nächsten Tag wird er noch einmal gut durchgeknetet, in kleinen Portionen auf die Stöcke gesteckt und über die Glut gehalten. Dann geht's endlich ans Essen! Stockbrot ist zwar alles andere als Low Carb, aber ab und an kann man ja eine Ausnahme machen.

Gut zu wissen: Wickel den Stockbrotteig so um den Ast, dass die Spitze mit Teig bedeckt ist. Sonst besteht die Gefahr, dass der Zweig Feuer fängt. Damit das Brot gleichmäßig gar wird, sollte der Teig nicht zu dick um den Stock gewickelt werden. Um das Brot später gut lösen zu können, solltest du den Stock mit ein wenig Mehl einreiben.

Stockbrot

Welche Stöcke nimmt man für Stockbrot und wie muss man das Holz vorbereiten?

Kein Stockbrot ohne Stock! Doch welches Holz eignet sich für den Lagerfeuer-Klassiker? Was viele nicht wissen: Manche Hölzer sind giftig, dazu gehören zum Beispiel Eibe und Holunder. Andere, wie Bambus oder Fichte, brennen zu leicht. Ideal sind dagegen Haselnuss, Buche und Weide. Die Stöcke kann man übrigens mehrmals verwenden. Bevor es losgeht, sollte ein Ende des Asts mit einem scharfen Messer zugespitzt werden. Entferne außerdem die Rinde. 

BaumartFür Stockbrot geeignet
Haselnussja
Bucheja
Weideja
Bambusnein, brennt zu leicht
Fichte

nein, brennt zu leicht

Eibenein, giftig
Holunder

nein, giftig

Stockbrot auf dem Grill zubereiten

Über der offenen Flamme gebacken, gelingt Stockbrot am besten. Wer aber nicht bis zum nächsten Lagerfeuer warten möchte, kann auch eine Grillparty nutzen. Auf einem Holzkohlegrill kann man Stockbrot ebenfalls gut backen. Damit es schnell gar wird, sollte der Teig möglichst dünn um den Stock gewickelt werden. Alternativ gibt es für den Garten auch Feuerkörbe auf denen man Stockbrot grillen kann. So kann man die Leckerei auch im Winter genießen und nicht nur Ostern, wenn man ums Osterfeuer steht oder im Sommer.

Grundrezept für Stockbrotteig

Stockbrot

Für 6 Portionen:

400 g Mehl

1 Päckchen Trockenhefe

1 EL Zucker

0.5 TL Salz

220 ml Milch

2 EL Öl

Zubereitung:

Mehl, Trockenhefe, Zucker und Salz verrühren. Milch lauwarm erwärmen, zusammen mit dem Öl zufügen und alles zu einem glatten Teig kneten. An einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Kleine Portionen vom Teig abnehmen, zu fingerdicken Würsten rollen und diese spiralförmig und locker um einen Stock wickeln.

Den Stock mit etwa 20 cm Abstand über die Glut halten und unter regelmäßigem Drehen ca. 10 Minuten grillen.

Wie macht man Stockbrot ohne Hefe?

Keine Lust auf Hefeteig? Stockbrot kann man auch mit einem Quark-Öl-Teig machen. Der muss nicht lange gehen, sondern kann direkt nach der Zubereitung auf die Stöcke gespießt werden. Hier kommt ein einfaches Rezept zum Nachmachen.

    Stockbrot

    Zutaten für 6 Portionen:

    • 300 g Mehl
    • 1 Pk. Backpulver
    • 1 TL Salz
    • 150 g Magerquark
    • 6 EL Öl
    • 6 EL Milch

    Zubereitung:

    Mehl, Backpulver und Salz verrühren. In einer separaten Schüssel Quark, Öl und Milch verrühren. Zum Mehl geben und alles zu einem glatten Teig kneten. Teig in 6 gleich große Portionen teilen und in dünne Stränge rollen. An der Spitze beginnend um die Stöcke wickeln und unter Drehen über die Glut halten, bis das Brot gar ist.

    Kann man Stockbrot-Teig fertig kaufen?

    Muss es ganz schnell gehen, kann man den Teig fertig kaufen. In der Kühltheke gibt es Pizzateig, den man gut dafür nehmen kann. Auch der Teig für Aufbackbrötchen kann für Stockbrot verwendet werden.

    Stockbrot-Rezept: leckere Varianten

    Das klassische Stockbrot kann man wunderbar abwandeln. Gib einfach gehackte Kräuter oder gehackte getrocknete Tomaten in den Teig. Auch gehackte Oliven schmecken klasse, genau wie Käse oder Speckwürfel. Für süßes Stockbrot kann man Rosinen oder andere Trockenfrüchte zum Teig geben.

    Tipp: Um die ganze Familie glücklich zu machen, können die Teigportionen einzeln verfeinert werden. Sprich, unter die eine Portion knetet man Kräuter, unter die andere Käse oder Tomaten.

    Für Keks-Fans: Mach klassischen Cookie Teig und bestreiche die Spitze des Stocks damit. Kurz über das Feuer halten und genießen.

    Was passt zu Stockbrot?

    Warm schmeckt Stockbrot am besten. Es passt zu Salat, Würstchen oder gegrilltem Gemüse. Bei den Dips schmecken Kräuterbutter, Aioli und Kräuterquark am besten dazu.

    Tipp: Löse das fertig gebackene Brot vorsichtig vom Stock und schneide eine Seite längs durch. Jetzt kannst du es wunderbar füllen, z. B. mit Salat. Oder du machst einen Hot Dog, das schmeckt besonders Kindern gut.

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