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Tisch richtig decken

Der Tisch richtig decken Ratgeber

"Das Auge isst mit!"– die richtige Anordnung von Besteck und Gläsern sowie die Wahl der passenden Tischdecke und Tischdekoration gehören zu einem gelungenen Essen dazu. Wir zeigen, wie Gastgeber den Tisch richtig decken und ihre Gäste mit einer einladenden Tafel begeistern.

1. Tisch richtig decken: drei einfache Grundregeln

Auch wenn es auf den ersten Blick kompliziert erscheinen mag, die Anordnung des Bestecks ist logisch und nach drei einfachen Grundsätzen aufgebaut:

  1. Was mit der linken Hand gehalten wird, liegt auch links vom Teller – und umgekehrt. Messer und Löffel finden also auf der rechten Seite ihren Platz, Gabeln hingegen links.
  2. Die Gäste nutzen das Besteck von außen nach innen. Das Besteck für die Vorspeise ist also am äußeren Rand einzudecken, die Fischgabel für den Hauptgang hingegen nah am Teller.
  3. Kleinere Besteckteile, die beispielsweise für das Dessert genutzt werden, liegen oberhalb des Tellers. Dabei zeigen die Enden jeweils in die Richtung, mit der das Besteck genutzt wird. Heißt: Der Griff des Dessertlöffels zeigt nach rechts, der der Käsegabel nach links.

Tipp:

Beim Eindecken des Tischs wird keine Rücksicht auf Linkshänder genommen. Die Gäste können das Besteck aber beim Aufnehmen unauffällig tauschen.

2. Besteck richtig eindecken

Es gibt spezielle Gerichte, bei denen Gabel, Löffel oder Messer vom Gast mit der anderen Hand genutzt werden. Das ist beispielsweise bei Spaghetti der Fall. Dann sollte der Tisch so eingedeckt werden, dass das Besteck am Platz der "richtigen" Hand liegt.

Eine zweite Ausnahme gilt bei separaten Brottellern, die zusammen mit einem Brot- oder Buttermesser auf den Tisch kommen. Weil der Teller links neben der Gabelreihe steht, liegt das Messer nicht auf der rechten Seite, sondern direkt auf dem Teller – senkrecht auf dem rechten Rand.

2.1. Wie viel Besteck liegt auf dem Tisch?

Gibt es verschiedene Gänge und dann auch noch die Wahl zwischen unterschiedlichen Gerichten, können die Besteckreihen sehr lang werden. Mittlerweile ist deshalb dazu übergegangen worden, die linke Besteckreihe auf drei und die rechte auf vier Besteckteile zu beschränken. Sofern Gäste für das Essen mehr Besteck brauchen, so werden die benötigten Teile zum jeweiligen Gang nachserviert.

2.2. Wo liegt das Besteck?

Der innerste Bestecksatz wird mit einer Daumenbreite Abstand direkt neben dem Teller abgelegt. Die folgenden Besteckreihen werden heutzutage in aller Regel auf einer Höhe mit dem innersten Messer eingedeckt. 

3. Welches Besteck wird für welche Speise eingedeckt?

Das Besteck sollte nicht nur am richtigen Platz liegen – Gastgeber müssen auch das richtige Besteck an sich auswählen. So gibt es durchaus Unterschiede zwischen Salatgabeln und solchen, mit denen die Hauptspeise gegessen wird.

Tipp:

Auch die Optik des Bestecks sollte dem Anlass entsprechend gewählt werden. Zum edlen, weißen Tischtuch und vergoldeten Kerzenständern dürfen Sie gerne das gute Silberbesteck aus der Schublade nehmen. Wer hingegen einen gemütlichen Abend mit Freunden veranstaltet, der kann natürlich auch das normale, aber trotzdem schicke Haushaltsbesteck eindecken.

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3.1. Gabel

Als Vorspeise servieren Gastgeber gerne Salat oder Fisch. Dabei ist die Salatgabel relativ klein und verfügt in der Regel über vier Zinken. Ein wichtiger Tipp: Wird die Salatgabel gekühlt, so bleibt der Salat selbst besonders knackig und schmeckt enorm frisch. Sofern Fisch als Vorspeise verzehrt wird, hat die spezielle Fischgabel ebenfalls vier Zinken. Sie sind jedoch relativ kurz. Weitere Gabel-Arten:

Gabeln für die Hauptspeise: Bei der Hauptspeise ist zwischen Tafelgabel und Menügabel zu unterscheiden, wobei beide vier lange Zinken haben. Die Menügabel ist lediglich etwas kleiner als die Tafelgabel.

Gabeln für das Dessert: Für das Dessert ist die Kuchengabel oder eine spezielle Dessertgabel die richtige Wahl. Die Kuchengabel hat lediglich drei Zinken, die Dessertgabel besitzt vier. Beide Varianten sind allerdings deutlich kleiner als beispielsweise die Tafelgabel.

Zusätzlich dazu gibt es eine ganze Reihe von "Spezialgabeln". Sie werden nur dann benötigt, wenn spezielle Gerichte serviert werden. Die Schneckengabel ist leicht zu erkennen, weil sie nur zwei recht lange Zinken hat. Eine Austerngabel sieht hingegen fast wie eine Fischgabel aus: Sie hat drei enorm kurze Zinken und damit eine große Fläche. Schließlich ist noch die Pellkartoffelgabel zu nennen, die über zwei schmale Zinken verfügt. So ist perfekter Halt beim Schälen sichergestellt.

3.2. Messer

Bei der Vorspeise wird oft das sogenannte Fischmesser genutzt. Es hat eine scharfe Spitze, dafür aber eine zahnlose Fläche. So können die Gäste den Fisch einfach zerteilen, beschädigen dabei aber nicht das Muskelfleisch an sich. Hingegen sind Buttermesser vorne eher stumpf, haben eine breite Streichfläche und sind teilweise sogar komplett rund. Sie werden deshalb zu kleinen Appetizern gereicht. Weitere Messerarten:

Messer für die Hauptspeise: Grundsätzlich wird die Hauptspeise mit einem Tafel- oder Menümesser geschnitten. Beide sind vorne leicht rund und haben eine Zahnung an der Schneidefläche. So lassen sich unterschiedlichste Gerichte leicht schneiden. Nur zum Steak kommt meist ein spezielles Steakmesser mit auf den Tisch. Es ist vorne sehr spitz und verfügt über eine scharfe Klinge, damit das Fleisch perfekt geschnitten werden kann.

Messer für das Dessert: Für das Dessert können wiederum unterschiedlichste Messer zum Einsatz kommen. Dabei ist das allgemeine Dessertmesser relativ klein und vorne etwas abgerundet. So kann es - bei Bedarf - auch bei der Vorspeise eingesetzt werden, beispielsweise wenn Eierspeisen serviert werden.

Einen Sonderfall gibt es auch beim Messer, wenn eine Käseplatte kredenzt wird. Hier wird ein spezielles Käsemesser genutzt, das klein und scharfkantig ist. An der Spitze dieses Bestecks finden sich oftmals zwei angedeutete Zinken. Mit diesen kann der abgeschnittene Käse aufgespießt werden. Damit die Käsesorten beim Schneiden weniger stark am Messer haften, ist die Schneidefläche häufig mit großen Löchern versehen.

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3.3. Löffel

Etwas unkomplizierter ist das Eindecken der Löffel. Für die Vorspeise kommen meist Suppenlöffel zum Einsatz, die eine große, ovale Fläche haben. Im Gegensatz dazu ist allerdings ein Bouillonlöffel deutlich kleiner. Zudem verfügt er über eine kreisrunde Fläche, sodass es deutlich einfacher ist, die Flüssigkeit aus der Suppentasse zu löffeln.

Tipp: Für Kompott wird meist ein Dessertlöffel verwendet, der etwas kleiner ist.

Bei der Hauptspeise sind in der Regel keine Löffel notwendig. Sollte dies doch der Fall sein, so hat der Löffel eine große, ovale Fläche – genau wie der Suppenlöffel.

Für das Dessert kommt in den meisten Fällen ein langstieliger Eislöffel zum Einsatz. Er kann vorne entweder oval oder leicht abgeflacht sein. Den klassischen Dessertlöffel gibt es bevorzugt für Obstsalat.

4. Gläser richtig eindecken

Die Gläser werden grundsätzlich oberhalb der Messer und damit auf der rechten Seite postiert. Genau wie beim Besteck gilt auch hier wieder: von außen nach innen vorarbeiten. Die korrekte Reihenfolge beginnt somit mit dem Wasserglas. Links daneben findet ein Glas für Weißwein Platz, auf das eines für Rotwein folgt. Den Abschluss bildet ein Glas für den Dessert-Umtrunk wie etwa einen Champagner, Sekt oder Dessertwein.

5. Tischdecken

Eine perfekte Tischdecke ist natürlich absolut sauber und knitterfrei. Zu besonders festlichen Anlässen sind weiße Tischdecken noch immer der Standard, aber auch schwarze oder graue Stoffe wirken sehr elegant. Etwas weniger "hart" wirken dagegen cremefarbene Varianten. Im Frühling kann man gut zu gelben Tischdecken greifen, die sich auch perfekt draußen im Garten machen.

Genau wie bei den Farben, gibt es auch bei den Formen große Unterschiede, die bei der Auswahl der richtigen Tischdecke unbedingt berücksichtigt werden müssen. So ist es üblich, dass herkömmliche Tischdecken die gesamte Tischoberfläche bedecken und etwa 25-30 cm über die Kante des Tisches reichen. Die etwas reduziertere Variante der Tischdecke ist die sogenannte Mitteldecke, die etwas kleiner ist und auf die Mitte des Tisches gelegt wird. Die spitzen Enden der Mitteldecke hängen nun jeweils vom Tisch herunter. Wem die Mitteldecke noch immer zu viel Stoff hat, greift am besten zum sogenannten Tischläufer, einer schmalen Decke, die an beiden Seiten die Tischoberfläche frei lässt.

Eine etwas ungewöhnlichere Variante bietet die Tischschürze, welche die Tischoberfläche komplett frei lässt und lediglich von der Tischkante bis zum Boden reicht. Die Tischschürze wird meist mit Klammern am Tisch befestigt. Auch die Tischhusse ist eine beliebte Variante, einen Tisch zu verhüllen. Diese bedeckt nämlich den gesamten Tisch, bis hin zum Boden. Vom darunterliegenden Tisch ist bei der Tischhusse nichts mehr zu sehen. Bei Partys, wo gerne Stehtische verwendet werden, kommen die sogenannten Stretchhussen zum Einsatz, die eng am Tisch anliegen und keine Falten werfen. Diese sehen besonders elegant aus. Sowohl die Tischschürze als auch die Tischhusse eignen sich jedoch lediglich für Buffettische bzw. für Stehtische, da das Sitzen daran nicht mehr möglich ist.

6. Tischdeko

Die Dekoration kann sich durchaus etwas von der schlichten Tischdecke abheben. Hier gilt aber bei festlichen Anlässen: Weniger ist mehr! Schnittblumen sind in Ordnung, Topfpflanzen in keinem Fall. Doch weder Blumen, noch Kerzen dürfen zu hoch sein, sonst verdecken sie den Blick zwischen den Gästen.

7. Servietten

Leicht gestärkte Servietten können auf dem Teller Platz finden. In gefalteter Form sind sie ein hübsches Accessoire, aber auch hier sollte die Kreativität Grenzen haben.

Tipp: Salz und Pfeffer sollten ebenfalls eingedeckt werden. So können die Gäste ganz nach ihrem eigenen Geschmack nachwürzen, denn gerade bei Schärfe und Salzgehalt scheiden sich die Geister.

Sofern der Tisch für eine größere Abendgesellschaft gedeckt werden soll, können zudem sogenannte Moltons hilfreich sein. Diese Tischunterlagen bestehen aus aufgerauter Baumwolle, die den Tisch schützen. Gleichzeitig verhindern sie, dass die Tischdecke verrutscht.

 

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8. Fazit

Wer seinen Tisch festlich eindecken möchte, der sollte sich zunächst an drei einfache Grundsätze halten:

  1. „Links zu links und rechts zu rechts“
  2. „Von außen nach innen“
  3. „Kleinteile oberhalb des Tellers anordnen“

Das gilt sowohl für das eigentliche Gedeck als auch die Gläser. Darüber hinaus ist es bei festlicheren Anlässen wichtig, das zu den Speisen und Gängen passende Besteck einzudecken. Abgerundet wird der Tisch durch eine adäquate Tischdecke, ansprechende Tischdeko und natürlich gutes Essen!

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