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Flambieren, z. B. von Feuerzangenbowle

Flambieren: so geht's

Es sieht toll aus, verleiht Speisen aber auch einen ganz besonderen Geschmack: Erfahre hier, wie du richtig flambierst und welche Gerichte sich dafür eignen.

Was bedeutet flambieren?

Wie so viele Küchentechniken stammt auch das Flambieren aus der französischen Gastronomie. Der Begriff leitet sich vom französischen "flamber" ab und wird mit "abflammen" übersetzt. Speisen werden mit Alkohol überzogen und dann angezündet. Das sorgt mit der kurzzeitig leuchtenden Flamme für einen tollen Effekt, hat aber auch einen positiven Einfluss auf das Aroma.

Flambiert werden Fleisch wie Wild und Geflügel, aber auch Desserts. Ein Klassiker sind Crêpes suzette oder flambierte Bananen.

Gut zu wissen: Der Dessert-Liebling Crème brûlée wird übrigens nicht flambiert. Die Creme wird dabei nicht mit Alkohol übergossen und angezündet, sondern lediglich der Zucker mit einem kleinen Brenner karamellisiert.

Was passiert beim Flambieren?

Beim Flambieren wird die Oberfläche einer fertig zubereiteten Speise mit etwas hochprozentigem Alkohol bedeckt. Durch das Anzünden verbrennt und verdunstet der Alkohol – die Aroma- und Geschmacksstoffe des Alkohols gelangen ins Gericht.

Welche Gerichte eignen sich zum Flambieren?

Bei Flambieren denken die meisten an Feuerzangenbowle oder flambierte Crêpes. Dabei kann man fast alle Speisen abflammen. Besonders gern wird die Küchentechnik bei Pfannengerichten mit Wild oder Geflügel angewendet. Doch auch Lammkeule, Schweinelenden oder T-Bone-Steaks kann man flambieren. 

Wer mag, probiert mal flambiertes, gegrilltes Gemüse beim nächsten Grillabend. Als Dessert können neben flambierter Banane auch andere Obstsorten wie Ananas oder Mango mit Alkohol übergossen und angezündet werden. 

Selbst Eisspeisen können flambiert werden. Dafür einfach einen Zuckerwürfel auf dem Teller anrichten und diesen abflammen.

Was benötigt man alles zum Flambieren?

Neben Alkohol und einem ausreichend langen Streichholz, benötigt man eigentlich nichts zum Flambieren. Im Handel gibt es spezielle Flambierpfannen, die besonders feuerfest sind. Notwendig sind diese jedoch nicht. Alle anderen feuerfesten Pfannen/Gefäße reichen aus.

Welchen Alkohol nimmt man zum Flambieren?

Hochprozentiger Alkohol ist ein Muss, damit es eine Flamme gibt. Gut geeignet sind z. B.:

  • Schnaps in allen Variationen
  • Branntweine, z. B. Cognac, Armagnac, Wodka, Gin, Rum, Whisky
  • Tequila
  • Liköre wie Grand Marnier, Cointreau in Kombination mit etwas Schnaps

Dürfen Kinder flambierte Speisen essen?

Schon geringe Mengen Alkohol können für Kinder schädlich sein, das gilt insbesondere je jünger sie sind. Da nur ein Teil des Alkohols verdunstet, sollten Kinder auf flambierte Speisen verzichten.

Wie flambiert man richtig?

Flambieren geht ganz einfach. Damit es perfekt gelingt, solltest du jedoch ein paar Dinge beachten – auch aus Sicherheitsgründen:

  • Bereite dein Rezept wie gewohnt zu.
  • Fülle das Essen, sofern notwendig, in eine feuerfeste Form um.
  • Erwärme den Alkohol ein wenig. Er sollte warm sein, aber nicht kochen.
  • Gieß den Alkohol über die Speise. Damit es nicht zu Stichflammen kommt und das Aroma der Speise zu intensiv wird, solltest du maximal 2-4 cl verwenden.
  • Schieb den Pfanneninhalt ein wenig zusammen, der Alkohol benötigt Platz.
  • Halte ausreichend Abstand und beuge auf keinen Fall deinen Kopf über die Pfanne.
  • Flambiere nie direkt auf dem Herd oder unter einer Dunstabzugshaube.
  • Nimm ein ausreichend langes Streichholz. Feuerzeuge eignen sich nicht zum Flambieren.
  • Lass den Alkohol vollständig ausbrennen.
  • Halte ein nasses Tuch bereit, um mögliche Flammen sofort zu löschen.

Alternativ kannst du den Alkohol auch in eine feuerfeste Suppenkelle füllen, dort anzünden und dann über die Speise gießen.

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