Der Begriff confieren kommt aus dem Französischen: "confire" bedeutet "einmachen, einkochen, einlegen". Und damit wird schnell klar, dass es sich beim Confieren um eine Art des Einmachens, Konservierens handelt. Eingelegt wird oft Fleisch, insbesondere Geflügel. Doch auch Gemüse oder Pilze lassen sich so verarbeiten.
Beim Confieren werden die Lebensmittel in Öl eingelegt und bei niedrigen Temperaturen gegart, bzw. Fleisch gart oft im eigenen Fett. Durch das langsame Garen wird insbesondere Fleisch besonders zart und trocknet nicht aus. Es schmeckt zudem sehr aromatisch, da das Fett die Aromen von Kräutern und Co. auf das Fleisch überträgt. Die niedrigen Temperaturen sorgen für eine schonende Zubereitung, wenn auch eine recht fettreiche.
Ein echter Klassiker ist Gänseconfit. Hier werden Gänsekeulen mit Gänsefett, Knoblauch und Gewürzen erst über Nacht im Kühlschrank mariniert und am nächsten Tag bei 110 Grad gut 2 Stunden im Backofen gegart. Die Keulen werden in große Einweckgläser gefüllt und bleiben etwa 4 Wochen frisch.
Ganz ähnlich gelingt confierte Entenkeule. Neben Geflügel kann auch Kalb oder Lamm so zubereitet werden. Fettreiche, zähe Teilstücke wie Nacken oder Schulter eignen sich besonders gut.
Doch auch Gemüse und Pilze kann man confieren. Sie entfalten so ihr volles Aroma.
Zum Confieren benötigt man Einmach- oder Weckgläser von ca. 1 Liter Volumen, mit einem großen Durchmesser, damit man das Fleisch gut einfüllen kann.
Fleisch in größere Stücke schneiden und in heißem Öl anbraten. Nach Belieben Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter zufügen. In Einmachgläser füllen, sodass sie zu zwei Dritteln gefüllt sind und so viel Öl zugeben, dass das Fleisch gerade bedeckt ist. Bei 80 Grad je nach Fleisch 1,5 bis 3 Stunden im Backofen garen.
Wer ein großes Fleischstück zubereiten möchte, sollte das Fleisch über Nacht marinieren, dann in eine passende Auflaufform geben, Öl zufügen und bei 80-110 Grad mehrere Stunden im Backofen garen, bis das Fleisch weich und zart ist.
In der Regel wird Fleisch confiert, doch wer mag, kann sich auch mal an Gemüse wagen. Kleine Kirschtomaten, Möhren oder Pilze eignen sich hier besonders gut. Durch das Öl werden die Aromen von Knoblauch, Kräutern oder Gewürzen, die mit dem Gemüse gegart werden, übertragen. Das Ergebnis schmeckt sehr aromatisch und intensiv.
So geht's:
Tomaten waschen, trocken tupfen und zusammen mit Olivenöl, Rosmarin, Thymian, Knoblauch und Zucker bei 100 Grad im Backofen ca. 4 Stunden confieren.