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Tortenboden: Von klassisch bis raffiniert

Tortenboden

Ob lockerer Biskuit, knuspriger Mürbeteig oder saftiger Wiener Boden: Mit diesen Rezepten und Geling-Tipps werden Konditor-Träume wahr.

Was gibt es für Tortenboden?

Der ungeschlagene Klassiker für Tortenboden ist Biskuit. Er geht im Ofen schön auf und wird herrlich fluffig. Möchtest du einen Tortenboden backen, hast du aber noch viele weitere Möglichkeiten. Hier findet jeder seinen Liebling.

Das klassische Grundrezept: Tortenboden aus Biskuit

Biskuitteig wird ohne Zugabe von Fett zubereitet. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Teigarten. Bei der Zubereitung braucht es etwas Geduld. Die Eier-Zuckermasse sollte mit dem Rührgerät oder in einer Küchenmaschine gut 15 Minuten schaumig geschlagen werden. Das verleiht ihr Volumen und macht den Tortenboden luftig. Erst zum Schluss wird das Mehl kurz untergezogen.

Für einen Kuchen (ca. 12 Stücke) Ofen auf 175 °C Umluft vorheizen. 4 Eier mit 1 Prise Salz schaumig aufschlagen. 170 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker dazugeben. 10-15 Minuten rühren, bis eine dickliche Creme entstanden ist und sich das Volumen mehr als verdoppelt hat. Boden einer Tortenbodenform (26 cm ⌀) mit Backpapier auslegen. 200 g Mehl mit 1 ½ TL Backpulver auf die Zucker-Ei-Mischung sieben und von innen nach außen unterheben. Direkt in die Kuchenform füllen und 30-35 Minuten backen. Mit einem scharfen Messer vom Rand lösen. In der Form auskühlen lassen.

Tortenboden schneiden wie ein Profi:

Tortenboden schneiden: Videoanleitung

Der Saftige: Wiener Boden

Der Wiener Tortenboden ähnelt der Biskuitmasse. Zusätzlich wird flüssiges Fett untergezogen. Im Original wird eine Wiener Masse mit geschmolzener Butter zubereitet. Leicht abgewandelt gelingt sie gut mit Öl.

Gut zu wissen

Wiener Boden ist durch das Fett recht stabil und tragfähig. Er wird deshalb gern als Tortenboden-Rezept für drei Schichten verwendet. Bleibt keine Zeit zum Selberbacken, kannst du bereits in Lagen geteilten Wiener Boden im Supermarkt kaufen. Es gibt eine helle Variante und eine dunkle mit Kakao.

Der Fixe: Tortenbodenrezept Rührteig

Muss ein schneller Tortenboden her, ist ein Rührteig eine leckere Lösung. Er geht nicht so stark auf wie Biskuit oder Wiener Masse. Darum eignet er sich beispielsweise gut als Tortenboden für Obstkuchen.

Der große Vorteil an Rührteig: Dieses Tortenbodenrezept ist einfach. Es gelingt in wenigen Minuten selbst ungeübten Hobbybäckern.

Für einen Teigboden (ca. 12 Stücke) Backrohr auf 175 °C Umluft vorheizen. 175 g Butter, 175 g Zucker, 1 Prise Salz und 1 Päckchen Vanillezucker cremig rühren. 3 Eier einzeln gründlich unterrühren. 250 g Mehl und 1 TL Backpulver mischen. Abwechselnd mit 2-3 EL Milch unter die Butter-Eier-Creme rühren. Teig in eine gefettete, mit Mehl ausgestäubte Kuchenform (26 cm ⌀) geben, glatt streichen und 40-50 Minuten backen. Abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Gut zu wissen

Damit der Rührteigboden nicht zäh wird, gilt beim Rühren: so lange wie nötig, so kurz wie möglich. Die Konsistenz ist perfekt, wenn der Teig schwerreißend von einem Holzlöffel fällt.

Der Knackige: Haselnuss-Tortenboden

Um Kuchenböden etwas mehr „Biss“ zu verleihen, einfach einen Teil des Mehls durch gemahlene Haselnüsse ersetzen. Ersatzweise kannst du Mandeln verwenden.

Für einen Haselnussboden (ca. 12 Stücke) 4 Eier mit 1 Prise Salz schaumig aufschlagen. 170 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker dazugeben. 10-15 Minuten aufschlagen, bis eine dickliche Creme entstanden ist und sich das Volumen mehr als verdoppelt hat. Boden einer Springform (26 cm ⌀) mit Backpapier auslegen. 130 g Mehl mit 70 g gemahlenen Nüssen und 1 ½ TL Backpulver auf die Zucker-Ei-Masse sieben und von innen nach außen unterheben. Direkt in die Kuchenform füllen und bei 175 °C Umluft 30-35 Minuten backen. Mit einem scharfen Messer vom Rand lösen und in der Form auskühlen lassen.

Der Schmelzige: Schoko-Tortenboden

Perfekt für Schokoholics! Luftiger Biskuitboden mit einer guten Portion Kakao.

Der Knusprige: Mürbeteig-Tortenboden

Mürbeteig ist kein klassischer Teig für mehrstöckige Torten. Er wird in der Regel für flache Obstkuchen und Tartes verwendet. Mit kleinen Kniffen kann man den Knusperteig aber auch schichten.

Für einen Mürbeteigboden (12-14 Stücke) Backofen auf 175 °C Umluft vorheizen. 250 g Mehl mit 1 TL Backpulver mischen. 80 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Ei und 125 g weiche Butter in Stückchen zugeben. Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche rund (ca. 32 cm ⌀) ausrollen. In eine gefettete Obstbodenform oder Tarteform (28 cm ⌀) heben und andrücken. Teigboden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Im vorgeheizten Backofen ca. 20 Minuten backen. In der Form etwas abkühlen lassen. Dann lösen und auskühlen lassen.

Tipp: Für eine mehrschichtige Torte kannst du das Rezept verdoppeln und drei einzelne Böden backen. Verwende dafür eine Springform (24-26 cm ⌀) oder zeichne dir entsprechend große Kreise auf Backpapier vor. Der Mürbeteig wird dann ausgerollt, auf das umgedrehte Papier gelegt (so kommt der Teig nicht in Kontakt mit Seite, auf der du gezeichnet hast) und in Kreisgröße zurechtgeschnitten. Hast du einen Tortenring, kannst du die Kuchenböden darin direkt auf dem Backpapier backen.

Der Pflanzliche: Veganer Tortenboden

Tortenboden ohne Ei, Milch und Butter – selbst das kann klappen. Für den nötigen Fluff sorgt Sprudelwasser.

Der Unkomplizierte: Tortenboden ohne Backen

An warmen Tagen den Ofen anwerfen? Muss nicht sein! Hier springt der Kühlschrank ein und übernimmt die Arbeit.

Für eine Springform (26 cm ⌀, ca. 12 Stücke) 200 g Kekse (z. B. Butterkekse) in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Nudelholz zerbröseln. Mit 75 g flüssiger Butter mischen und in die am Boden mit Backpapier ausgelegte Form geben. Andrücken und ca. 1 Stunde kalt stellen.

Tipp: Du kannst nach Belieben weitere Zutaten, z. B. gehackte Schokolade, Nüsse oder Kokosraspel, unter den Bröselmix heben.

Der Verträgliche: Glutenfreier Tortenboden

Wer einen Bogen um Gluten macht, muss noch lange nicht auf Kuchen verzichten. Glutenhaltige Mehlsorten lassen sich vollständig durch glutenfreie Mehlmischungen ersetzen. Sie werden beispielsweise auf Basis von Reismehl und Hirsemehl hergestellt.

Für eine runde Backform (26 cm ⌀, ca. 12 Stücke) Ofenrohr auf 175 °C Umluft vorheizen. Backform fetten und mit Mehl ausstäuben. 145 g weiche Butter, 125 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker cremig aufschlagen. 2 Eier einzeln gründlich unterrühren. 145 g glutenfreie Mehlmischung, 1 TL Backpulver und 1 Prise Salz mischen. Auf die Eiercreme geben und unterrühren. Teig in die Form füllen und glatt streichen. 15-20 Minuten backen und in der Kuchenform auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Der Leichte: Zuckerfreier Teigboden

Schön süß und trotzdem schlank. Bei diesem Federleicht-Rezept mit Erythrit darf’s auch mal ein Stückchen mehr sein.

Für eine runde Kuchenform (28 cm ⌀, ca. 14 Stücke) Backrohr auf 175 °C Umluft vorheizen. 6 Eier mit dem Mark von 1 Vanilleschote schaumig schlagen, bis sich ihr Volumen mehr als verdoppelt hat. Dabei nach und nach 1 Prise Salz und 180 g Erythrit (oder Xylit) zugeben und untermixen. Zum Schluss 1 TL Backpulver untermischen. 50 g Mehl mit 120 g gemahlenen Mandeln mischen, auf die Eimasse geben und unterheben. In die gefettete, mehlierte Form geben und ca. 20 Minuten backen. Vom Formrand lösen und auskühlen lassen.

Der Krosse: Blätterteig-Boden

Kein Kneten, kein Rühren. Für eine superfixe Obst-Torte kannst du zu einer Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal greifen. Einfach nach Packungsanweisung knusprig backen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Schon kannst du den Tortenboden belegen. Lecker ist eine Creme aus Mascarpone und Schlagsahne, getoppt mit frischen Erdbeeren oder anderen Früchten auf dem Blitzboden.

Die Minis: Kleine Tortenböden

Um Torten und Kuchen im Mini-Format herzustellen, kannst du kleinere Springformen verwenden. Das Rezept muss dann entsprechend umgerechnet werden. Dafür wird jede Zutat mit einer bestimmten Umrechnungszahl multipliziert. Das Ergebnis ist die Menge der Zutaten, die du für deine gewünschte Formgröße benötigst.

So geht’s:

  • 26 cm auf 20 cm ⌀: *0,59
  • 26 cm auf 18 cm ⌀: *0,48
  • 28 cm auf 20 cm ⌀: *0,51
  • 28 cm auf 18 cm ⌀: *0,41
  • 30 cm auf 20 cm ⌀: *0,44
  • 30 cm auf 18 cm ⌀: *0,36
  • 32 cm auf 20 cm ⌀: *0,39
  • 32 cm auf 18 cm ⌀: *0,32

Auf diese Weise kannst du auch Teigrezepte für runde Formen auf einen Tortenboden vom Blech umrechnen.

So geht’s:

  • Bei 26 cm ⌀: *2,4
  • Bei 28 cm ⌀: *2,1
  • Bei 30 cm ⌀: *1,8
  • Bei 32 cm ⌀: *1,6

Gut zu wissen

Hast du keine kleinen Förmchen zur Hand, backe deinen Teig in einer größeren. Daraus kannst du mit Dessertringen oder einem Glas Kreise für Mini-Törtchen ausstechen.

Fünf Tipps für Tortenbäcker

  1. Damit der Kuchenboden beim Schneiden nicht bröselt, den Teig immer vollständig auskühlen lassen.

2. Ist der Kuchen mal zu trocken geworden, kannst du den Tortenboden tränken. Dafür eignen sich Fruchtsaft, Sirup, Rum oder Amaretto.

3. Um herauszufinden, ob der Teig fertig ist, am besten eine Stäbchenprobe machen.

4. Biskuitteige sind empfindlich. In den ersten zwei Dritteln der Backzeit den Ofen nicht öffnen. Sonst kann die Masse zusammenfallen.

5. Ist mal etwas übriggeblieben, gibt es viele Möglichkeiten, wie du Kuchenreste verwerten kannst. Daraus lassen sich beispielsweise noch leckere Cake-Pops und Schicht-Desserts machen.

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