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Lebkuchenhäuser sind nicht nur im Märchen beliebt. Ihr süßes, detailreiches Äußeres, gepaart mit dem feinen Geschmack von Zuckermasse und Lebkuchen, erfreut auch in Realität Jung und Alt. Ihren Ursprung haben die Lebkuchen in Franken, wo Kaiser Friedrich III. im Jahr 1478 Lebkuchen an 2000 Kindern verteilte. Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass dort die Idee für das Häuschen aus süßem Teig geboren wurde. Es gibt hierfür die beiden folgenden Theorien:

Die zwei Lebkuchenhaus-Theorien

Teig ausstechen

1. Im 15. Jahrhundert nahm sich ein Bäckermeister vor, für das beliebte Gebäck eine neue Form zu entwickeln, um nicht täglich dasselbe anzubieten.

2. Im Mittelalter war die Vorstellung vom Schlaraffenland weitverbreitet. Dort gab es angeblich Häuser, Pflanzen und vieles mehr aus süßen Zutaten. Im Gedenken an diese Fabel erschuf ein Bäcker das Lebkuchenhäuschen.

Die ersten nachweisbaren Rezepte für Lebkuchen stammen aus dem 15. Jahrhundert. In den Haushaltsbüchern fränkischer Mönche konnte man laut Expertenaussagen die ersten Aufzeichnungen über das Gebäck finden.

Da in der Weihnachtszeit gern Lebkuchen gegessen werden und das Märchen von Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm ebenfalls zu den abendlichen Erzählungen in der Adventszeit gehört, liegt die Annahme nahe, dass die kleinen Lebkuchenhäuser aus diesem Grunde heutzutage eng mit Weihnachten verbunden sind.

Belege lassen sich nicht finden, weshalb es bei den Vermutungen bleibt.

 

Wie "baut" man ein Lebkuchenhaus selbst?

Lebensmittelfarbe

Als Grundlage benötigen Sie logischerweise Lebkuchen in quadratischer oder rechteckiger Form. Wie Sie diese herstellen, lesen Sie in unseren Rezeptvorschlägen.

Als "Klebstoff" rühren Sie einen normalen Zuckerguss aus Puderzucker, Wasser und eventuell einer kleinen Menge Lebensmittelfarbe an. Achten Sie darauf, dass diese Mischung extrem zäh ist. Der Zuckerguss darf nicht mehr verlaufen. Bespritzen Sie anschließend die Ränder der Wände Ihres Lebkuchenhäuschens mit einer Spritztülle und drücken Sie diese fest zusammen. Die Wände lassen sich mit ein paar Zahnstochern lange genug fixieren, bis die Zuckermasse ausgehärtet ist. Auf die gleiche Weise können Sie Ihre Nascherei verzieren. Rühren Sie nach Wunsch eine kleine Menge Lebensmittelfarbe mit ein und Sie erhalten eine farbenfrohe Zuckermasse.

Alternativ zur normalen Wasser-Puderzucker-Masse besteht die Möglichkeit, ein Eiweiß steif zu schlagen und anschließend Puderzucker unterzurühren.

Wer sich mit dem Zuckerguss unsicher ist, erhitzt alternativ Schokolade und streicht sie auf die Kanten der Lebkuchen-Wände.

Wie lagert man ein Lebkuchenhaus?

Süßigkeiten

Der optimale Aufbewahrungsort für Lebkuchen ist und bleibt die Blechdose von Oma. Da ein Lebkuchenhäuschen aber durchaus größer ist, hält sich Ihr Kunstwerk ebenso ein paar Tage in der Küche, ohne Schaden zu nehmen.

Um für längere Zeit Freude an der Köstlichkeit zu haben, ist es hilfreich, Klarsichtfolie um das Haus zu wickeln. Auf diese Weise härtet der Teig nicht aus und es kommt kein Schmutz an das Gebäck.

Egal, für welche Variante der Lagerung Sie sich entscheiden, lagern Sie das Häuschen in jedem Fall besser an einem trockenen, kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, damit der Zuckerguss nicht zerläuft.

Lebkuchenhaus

Für 1 Portion:

500 g Butter

400 g brauner Zucker

14 EL Zuckerrübensirup

1200 g Mehl

4 TL Backpulver

1 EL Lebkuchengewürz

4 TL frisch geriebener Ingwer

4 sehr frisches Eiweiß

1000 g Puderzucker

2 Dominosteine

weiße Zuckerwatte

200 g bunte Mini-Schokolinsen

250 g Salzstangen

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Butter, Zucker und Zuckerrübensirup in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Mehl, Backpulver und geriebenen Ingwer mischen, dann den Butter-Mix dazugeben und alles zu einem Teig verrühren. Ist der Teig nicht gleichmäßig genug, einen Spritzer Wasser dazu geben. In Folie wickeln und kurz in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit auf Backpapier die Schablonen für das Haus zeichnen:

  • 2 Rechtecke für die Seitenwände (11,5x22,5 cm)
  • Hausvorder- und Rückwand (13,5 breit x11,5 hoch x10,5 Dachlänge)
  • 2 Dachplatten (24x12 cm)

Die Arbeitsfläche mehlen, erstmal die Hälfte des Teigs ca. 1 cm dick ausrollen. Schablonen auflegen, mit Hilfe eines Messers Teig zuschneiden, weiteren Teig ausrollen, zuschneiden, alle fertigen Teile auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. In die Hausrück- und Seitenwände nach Belieben noch Fenster schneiden. Den restlichen Teig oval ausrollen (das ist das Fundament des Hauses). Alle Teile nacheinander im Ofen ca. 12 Minuten backen.

Lebkuchenteile komplett auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Eiweiß und Puderzucker in einer Schüssel vermixen, bis ein dicker, cremig glänzender Zuckerguss entsteht. Guss in einen Spritzbeutel füllen.

Auf die untere Kante einer Seitenwand dick Guss spritzen, auf das Fundament stellen und ganz leicht festdrücken (evt. mit Hilfe von z.B. einer Zuckerwürfelmauer innen stützen). Die Hausvorder- und Rückwand ebenfalls aufbauen, dann die zweite Seitenwand ankleben. Gut trocknen lassen, dann das Dach aufkleben.

Für den Schornstein einen Dominostein unten so schräg anschneiden, dass er auf das Dach passt, mit Zuckerguss ankleben, den zweiten Dominostein darauf ebenfalls festkleben. Die Zuckerwatte als “Rauch” festkleben.

Auf das Dach ein Rautennetz-Muster spritzen, dort, wo sich die Rauten berühren, eine Schokolinse aufkleben. Die Seitenwände dicht an dicht mit Salzstangen bekleben, sodass eine Holzhausoptik entsteht. Die Haustür ebenfalls so bekleben, dass eine Holztür entsteht. Vorder- und Rückseite des Hauses mit Zuckergussmustern bemalen.

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