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Lebkuchenhaus

Lebkuchenhaus selber machen: so geht's!

Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Lebkuchenhäuschen? Wir alle! Erfahre hier, wie du ein Lebkuchenhaus ganz einfach selber machst. Wir verraten dir, wie du den Teig zubereitest, das Haus am besten zusammenklebst und verzierst.

Lebkuchenhaus selber machen – eine einfache Anleitung

Teig ausstechen

Lebkuchenhäuser sind ein echter Klassiker – und das schon seit vielen Jahren. Ihren Ursprung haben die Lebkuchen in Franken, wo Kaiser Friedrich III. im Jahr 1478 Lebkuchen an 2000 Kindern verteilte. Geschichtswissenschaftler gehen davon aus, dass dort die Idee für das Häuschen aus süßem Teig geboren wurde.

Die Basis für knusprige Lebkuchenhäuser ist ein klassischer Lebkuchenteig aus Honig, Butter, Mehl und braunem Zucker. Der Teig wird auf einem Backblech gebacken, nach dem Auskühlen in Form geschnitten und mit Zuckerguss zusammengeklebt. Und dann geht's an den schönsten Teil: das Verzieren des Häuschens! Schablonen zum Ausschneiden des eigenen Lebkuchenhauses gibt es in allen Größen und Formen.

Lebkuchen backen

Es gibt unzählige Lebkuchen-Rezepte mit Mandeln, Nüssen, Trockenfrüchten oder kandierten Früchten. Für das Lebkuchenhaus-Rezept solltest du einen einfachen Lebkuchenteig ohne Nüsse und Früchte backen. Typische Zutaten sind Butter, Honig, brauner Zucker und Zuckerrübensirup sowie spezielles Lebkuchengewürz. Zuerst werden Butter, Zucker und Sirup erwärmt. Mehl, Backpulver und Gewürze werden untergehoben und der Teig wird gut geknetet. Lebkuchenteig ist recht fest. Wer keine Küchenmaschine hat, knetet ihn am besten mit den Händen. Danach wandert der Teig kurz in den Kühlschrank, damit er beim Ausrollen auf dem Blech nicht an der Teigrolle festklebt. Rolle den Teig am besten 1 cm dick auf einem mit Backpapier belegten Backblech aus, lege dann deine Schablonen auf und schneide den Teig in die einzelnen Teile. Teigreste kannst du als Plätzchen ausbacken. Nach dem Backen muss der Teig vollständig auskühlen bevor du ihn weiterverarbeitest.

Zuckerguss – der essbare Kleber

Auch wenn sie fast zu schön zum Reinbeißen sind: Lebkuchenhäuser sind zum Essen da. Deswegen solltest du beim Zusammenkleben von Dach und Wänden essbaren Kleber nutzen. Am besten eignet sich Zuckerguss, den du aus Puderzucker und Eiweiß schnell anrührst. Der Guss sollte schön zäh sein, damit du ihn gut verteilen kannst und er nicht zerläuft. Fülle den Guss in einen Spritzbeutel, so kannst du ihn besser auftragen. Starte mit den Wänden, die du am Boden befestigst. Sind sie stabil und vollständig getrocknet – nach gut 20-30 Minuten – kannst du das Dach aufsetzen.

Lebkuchenhaus dekorieren

Für viele ist das Dekorieren des Lebkuchenhäuschens der schönste Part. Hier können Kinder sehr gut helfen. Lasse deiner Fantasie freien Lauf und stelle dir vorab kleine Schüsselchen mit:

  • Schokolinsen
  • Fruchtgummi
  • kleinen Plätzchen
  • Nüssen
  • Mandeln
  • Zucker- oder Marzipanformen
  • Salzstangen etc. zurecht.

Die klebst du mit Zuckerguss am Haus fest. Mit bunter Zuckerfarbe kannst du zudem schöne Muster und Formen auf das Lebkuchenhaus malen.

Lebkuchenhaus

Für 1 Portion:

500 g Butter

400 g brauner Zucker

14 EL Zuckerrübensirup

1200 g Mehl

4 TL Backpulver

1 EL Lebkuchengewürz

4 TL frisch geriebener Ingwer

4 sehr frisches Eiweiß

1000 g Puderzucker

2 Dominosteine

weiße Zuckerwatte

200 g bunte Mini-Schokolinsen

250 g Salzstangen

Zubereitung:

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Butter, Zucker und Zuckerrübensirup in einer beschichteten Pfanne schmelzen. Mehl, Backpulver und geriebenen Ingwer mischen, dann den Butter-Mix dazugeben und alles zu einem Teig verrühren. Ist der Teig nicht gleichmäßig genug, einen Spritzer Wasser dazu geben. In Folie wickeln und kurz in den Kühlschrank legen.

In der Zwischenzeit auf Backpapier die Schablonen für das Haus zeichnen:

  • 2 Rechtecke für die Seitenwände (11,5x22,5 cm)
  • Hausvorder- und Rückwand (13,5 breit x11,5 hoch x10,5 Dachlänge)
  • 2 Dachplatten (24x12 cm)

Die Arbeitsfläche mehlen, erstmal die Hälfte des Teigs ca. 1 cm dick ausrollen. Schablonen auflegen, mit Hilfe eines Messers Teig zuschneiden, weiteren Teig ausrollen, zuschneiden, alle fertigen Teile auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. In die Hausrück- und Seitenwände nach Belieben noch Fenster schneiden. Den restlichen Teig oval ausrollen (das ist das Fundament des Hauses). Alle Teile nacheinander im Ofen ca. 12 Minuten backen.

Lebkuchenteile komplett auskühlen lassen. In der Zwischenzeit Eiweiß und Puderzucker in einer Schüssel vermixen, bis ein dicker, cremig glänzender Zuckerguss entsteht. Guss in einen Spritzbeutel füllen.

Auf die untere Kante einer Seitenwand dick Guss spritzen, auf das Fundament stellen und ganz leicht festdrücken (evt. mit Hilfe von z.B. einer Zuckerwürfelmauer innen stützen). Die Hausvorder- und Rückwand ebenfalls aufbauen, dann die zweite Seitenwand ankleben. Gut trocknen lassen, dann das Dach aufkleben.

Für den Schornstein einen Dominostein unten so schräg anschneiden, dass er auf das Dach passt, mit Zuckerguss ankleben, den zweiten Dominostein darauf ebenfalls festkleben. Die Zuckerwatte als “Rauch” festkleben.

Auf das Dach ein Rautennetz-Muster spritzen, dort, wo sich die Rauten berühren, eine Schokolinse aufkleben. Die Seitenwände dicht an dicht mit Salzstangen bekleben, sodass eine Holzhausoptik entsteht. Die Haustür ebenfalls so bekleben, dass eine Holztür entsteht. Vorder- und Rückseite des Hauses mit Zuckergussmustern bemalen.

Wie lagert man ein Lebkuchenhaus?

Süßigkeiten

Der optimale Aufbewahrungsort für Lebkuchen ist und bleibt die Blechdose. Für ein paar Tage kannst du es jedoch auch ohne Abdeckung bei Zimmertemperatur lagern – die wenigsten haben so große Blechdosen.

Um für längere Zeit Freude an der Köstlichkeit zu haben, ist es hilfreich, Klarsichtfolie um das Haus zu wickeln. Auf diese Weise härtet der Teig nicht aus und es kommt kein Schmutz an das Gebäck.

Egal, für welche Variante der Lagerung du dich entscheidest, lagere das Häuschen in jedem Fall besser an einem trockenen, kühlen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung, damit der Zuckerguss nicht zerläuft.

Die zwei Lebkuchenhaus-Theorien

Teig ausstechen

Es gibt zwei Theorien, wie der Klassiker Lebkuchenhaus entstanden ist:

1. Im 15. Jahrhundert nahm sich ein Bäckermeister vor, für das beliebte Gebäck eine neue Form zu entwickeln, um nicht täglich dasselbe anzubieten.

2. Im Mittelalter war die Vorstellung vom Schlaraffenland weitverbreitet. Dort gab es angeblich Häuser, Pflanzen und vieles mehr aus süßen Zutaten. Im Gedenken an diese Fabel erschuf ein Bäcker das Lebkuchenhäuschen.

Die ersten nachweisbaren Rezepte für Lebkuchen stammen aus dem 15. Jahrhundert. In den Haushaltsbüchern fränkischer Mönche konnte man laut Expertenaussagen die ersten Aufzeichnungen über das Gebäck finden.

Da in der Weihnachtszeit gern Lebkuchen gegessen werden und das Märchen von Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm ebenfalls zu den abendlichen Erzählungen in der Adventszeit gehört, liegt die Annahme nahe, dass die kleinen Lebkuchenhäuser aus diesem Grunde heutzutage eng mit Weihnachten verbunden sind. Belege lassen sich nicht finden, weshalb es bei den Vermutungen bleibt.

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