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Espresso – der kleine Schwarze mit intensivem Aroma

Espressotasse steht auf Kaffeebohnen.

Espresso wird mit seinem kräftigen Aroma gerne nach einem reichhaltigen Mahl serviert, denn er soll die Verdauung anregen. Ursprünglich stammt er aus Italien und ist bis heute eines der beliebtesten Kaffeegetränke in Südeuropa. Aber was versteht man unter einem Espresso? Und warum ist Espresso besser als Kaffee? Wir klären auf.

Was ist Espresso?

Espresso ist eine besonders aromatische Kaffeezubereitung mit intensivem Geschmack. In seinem Ursprungsland Italien wird er schlicht und einfach caffè genannt. Von herkömmlichem Kaffee unterscheidet er sich aber nicht nur in der Röstung der Bohnen, sondern auch in der Zubereitung.

Für guten Espresso wird heißes Wasser mit starkem Druck durch fein gemahlenes Kaffeepulver gepresst. Es besteht aus Robusta- oder Arabicabohnen, die länger geröstet werden als für herkömmlichen Kaffee. Deswegen sind Espressobohnen aromatischer und dunkler.

Serviert wird Espresso in kleinen Tassen, etwa 20 Milliliter pro Tasse. Bei einem Espresso Doppio sind es 40 Milliliter. Auch wenn der kleine Schwarze etwas bitterer und intensiver schmeckt als herkömmlicher Kaffee, enthält er weniger Koffein.

Warum sagt man Espresso?

Man könnte meinen, dass der Name von der schnellen Zubereitung herrührt, weshalb viele ihn auch fälschlich Expresso nennen. Er heißt jedoch so, weil Espresso auf den ausdrücklichen Wunsch eines Gasts hin zubereitet wird („espresso“ = ausgedrückt).

Die Mehrzahl von Espresso lautet übrigens Espressi.

Welche Arten von Espresso gibt es?

Neben einfachem und doppeltem Espresso gibt es noch viele weitere Zubereitungsarten. Die bekanntesten haben wir für dich zusammengefasst:

  • Espresso Lungo: In Österreich würde man ihn als „Verlängerten“ bezeichnen, da er mit doppelt so viel Wasser zubereitet wird wie ein herkömmlicher Espresso. Er schmeckt daher weniger intensiv.
  • Espresso Ristretto: mit weniger Wasser gebrüht, dementsprechend hat er ein besonders intensives Aroma.
  • Espresso Macchiato: Er wird mit Milch in einer Espressotasse serviert und sollte nicht mit dem beliebten Latte Macchiato verwechselt werden. Es wird nämlich weniger Milch verwendet und er schmeckt intensiver.
  • Caffè Corretto: Espresso mit einem Schuss Grappa, Amaretto oder Sambuca. In Italien trinkt man ihn oft bereits nach dem Mittagessen.
  • Affogato: steht meist auf der Dessertkarte, denn der Espresso wird für einen Affogato mit einer Kugel Vanilleeis im Glas serviert. Erfrischend, süß und lecker.

Zubereitung von Espresso

Für einfachen Espresso muss heißes Wasser mit einem Druck von mindestens 9 Bar durch 8 bis 9 Gramm des fein gemahlenen Pulvers gepresst werden. Am besten gelingt das mit einer speziellen Espressomaschine oder einem Halbautomaten unter Verwendung eines Siebträgers. In diesem wird das Kaffeepulver gleichmäßig verteilt – Profis nutzen dafür einen Tamper, mit dem sie das Pulver fest auf den Boden drücken.

Der Siebträger wird anschließend in die Kaffeemaschine eingespannt, bevor das heiße Wasser aufs Espressopulver trifft. Die ideale Brühtemperatur: 93 Grad Celsius. So entfaltet sich das typische Aroma und der fertige Espresso läuft mit perfekter Crema in die Tasse.

Anstatt eines Halb- oder Vollautomaten kannst du auch einen kleinen Espressokocher für den Herd verwenden, eine Caffetièra oder Mokkakanne. Doch egal, für welche Zubereitungsmethode du dich entscheidest, achte stets auf den Mahlgrad des Kaffeepulvers – dieser sollte für Espresso sehr fein sein.

Gut zu wissen

Dein Espresso hat ein saures Aroma? Das kann an der Qualität des Wassers liegen. Abhilfe schaffen ein Wasserfilter oder die Verwendung von stillem Wasser. Wenn dein Espresso zu bitter schmeckt, liegt das meist daran, dass du zu heißes Wasser verwendest.

Warum ist Espresso besser als Kaffee?

Manche bevorzugen herkömmlichen Kaffee, da sie glauben, er hätte weniger Koffein als Espresso. Doch das stimmt nicht! Espresso schmeckt zwar intensiver, enthält aufgrund der verwendeten Bohnen und Zubereitungsmethode allerdings weniger Koffein als Filterkaffee.

Außerdem ist er weniger säurehaltig, da die Bohnen länger geröstet werden. Wem Kaffee auf den Magen schlägt, der verträgt den magenschonenderen Espresso meist besser. Gleichzeitig regt er die Verdauung an. Er enthält außerdem weniger Reiz- und Bitterstoffe als herkömmlicher Kaffee.

Dennoch solltest du den Espressokonsum nicht übertreiben – zu viel Koffein kann zu innerer Unruhe führen. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA solltest du nicht mehr als 4 Tässchen Espresso am Tag trinken.

Verwendung von Espresso in der Küche

Espresso schmeckt nicht nur am Morgen oder nach einem deftigen Mahl. Aus ihm kann man viele weitere Köstlichkeiten zaubern. Ein echtes Trendgetränk ist Espresso Martini mit Vodka und Kaffeelikör. Immer beliebter wird außerdem Espresso mit Orangensaft.

Doch auch zum Kochen oder Backen kannst du Espresso verwenden. In zahlreichen Saucen erschafft er mit seinem intensiven Aroma ganz besondere Geschmacksmomente. Beliebt ist Espresso auch für die Zubereitung von leckeren Desserts wie Tiramisu.

Wenn du gerne backst, findest du viele Rezepte für Brownies, Kuchen und Torten,die mit Espresso verfeinert werden. Geschmacklich passt die Kaffeezubereitung besonders gut zu Schokolade und Zitrusfrüchten, aber auch zu Erdbeeren.

Lagerung und Haltbarkeit von Espresso

Espressobohnen und -pulver lassen sich bis zu einem Jahr lagern, es gibt allerdings einige Dinge zu beachten. Da sie schnell andere Gerüche annehmen, solltest du die Bohnen immer in einem luftdicht verschließbaren Behältnis aufbewahren.

Doch auch wenn Espresso sich so bis zu 12 Monate hält, verliert er mit der Zeit an Geschmack. Das beste Aroma haben frische Bohnen etwa 5 Tage nach der Röstung und dieses Aroma hält sich bis zu 8 Wochen. Danach verflüchtigen sich die Aromastoffe nach und nach. Es gibt aber eine gute Nachricht: Du kannst Espressobohnen im Kühlschrank aufbewahren, denn dort bleibt ihr Geschmack länger erhalten.

Herkunft und Geschichte von Espresso

Italien ist bekannt für seine Liebe zum Kaffee und die typischen Zubereitungsmethoden kennt man auf der ganzen Welt. Der Espresso wurde vermutlich um 1900 in Mailand erfunden, wo er anfangs mit Wasserdampf hergestellt und ausschließlich in den bis heute typischen Caffè-Bars angeboten wurde.

Die erste Espressomaschine wurde 1855 auf der Weltausstellung in Paris präsentiert. Entwickelt wurde sie von Angelo Moriondo, der gemeinsam mit dem Ingenieur Luigi Bezzera eine Maschine erfand, die Kaffee schneller zubereiten konnte als bis dahin möglich. Ab 1901 produzierte man die ersten Espressomaschinen in Serie und entwickelte sie immer weiter. Heutzutage gibt es verschiedene Methoden, um guten Espresso zuzubereiten.

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