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Experten schätzen, dass über 30 Prozent der europäischen Bevölkerung von einer Fructoseunverträglichkeit betroffen sind. Viele wissen das allerdings nicht und schreiben ihre Beschwerden anderen Ursachen zu. Wer den Verdacht hat, an einer Form von Fructoseintoleranz erkrankt zu sein, sollte sich die typischen Symptome für diese Unverträglichkeit einmal genau anschauen.

Fructoseintoleranz: Was sind typische Symptome?

Frau sitzt auf Bett

Zu den am häufigsten auftretenden Beschwerden bei Fructoseintoleranz zählen Durchfall und Blähungen. Weitere Symptome sind:

  • Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
  • Übelkeit
  • aufgeblähter Bauch
  • Völlegefühl
  • Magengrummeln
  • Verstopfung

Nach einer gewissen Zeit ohne Therapie kann es zu sogenannten sekundären Symptomen kommen. Dazu zählen:

  • extreme Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • geschwächtes Immunsystem
  • Depressionen
  • Nährstoffmangel

Die Beschwerden müssen nicht zusammen auftreten und äußern sich bei jedem Betroffenen unterschiedlich stark. Die Ursache für die bei einer Fructoseintoleranz typischen Symptome ist der Fruchtzucker, der im Dünndarm mangelhaft oder gar nicht verarbeitet wird. Der Zucker gelangt in den Dickdarm, wird dort von Bakterien abgebaut und verursacht Gase, die die Verdauung aus dem Lot bringen.

Wie schnell treten bei einer Fructoseintoleranz die Symptome auf und wie lange halten sie an?

In welchem zeitlichen Abstand die Beschwerden nach dem Verzehr von fructosehaltigen Lebensmitteln auftreten, kann nicht pauschal gesagt werden. Die Zeitspanne ist individuell unterschiedlich und reicht von 30 Minuten bis zu mehr als 24 Stunden. In der Regel beginnen sie aber zeitnah innerhalb der ersten 1,5 Stunden nach dem Essen.

Wie lange die Beschwerden nach dem Eintreten anhalten, ist ebenfalls von Person zu Person sehr unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel Fruchtzucker der Körper aufgenommen hat.

Fructoseintoleranz: Wie kann man die Symptome lindern?

Es gibt keine Medikamente, die bei Fruchtzuckerunverträglichkeit helfen. Die einzig wirksame Therapie ist eine Ernährungsumstellung. Bei einer angeborenen Fructoseintoleranz muss komplett auf Fructose verzichtet werden – bei einer erworbenen Unverträglichkeit reicht es, die Aufnahme von Fructose zu reduzieren.

Die Ernährungsumstellung sollte von einem Ernährungsberater begleitet werden. Dieser erstellt Speisepläne für die ersten Wochen und Monate und bittet Betroffene oft um das Führen eines sogenannten Ernährungstagebuchs. Dort wird festgehalten, was verzehrt wurde und ob bzw. welche Beschwerden danach auftraten. So kann dokumentiert werden, welche Lebensmittel bei der vorliegenden Fructoseintoleranz besonders starke Symptome hervorrufen und welche vertragen werden.