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frei von Laktose

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Ein Glas Milch zum Frühstück oder ein Joghurt als Snack zwischendurch: Milchprodukte sind für die meisten Deutschen fester Bestandteil des Speiseplans. Gut ein Viertel der Deutschen klagt nach dem Verzehr jedoch über Magen-Darm-Beschwerden wie z. B. Bauchschmerzen. Sie vertragen den in der Milch enthaltenen Milchzucker nicht und sind von einer Laktoseintoleranz betroffen.

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Was ist Laktose?

Laktosefrei backen

Laktose ist ein Milchzucker, der in Milch und Milchprodukten enthalten ist. Laktose ist an sich nicht unmittelbar vom Körper zu verdauen, daher wird sie während der Verdauung vom körpereigenen Enzym Laktase in die verdaulichen Zucker Glucose und Galaktose gespalten und dann weiter verstoffwechselt.

Was versteht man unter Laktoseintoleranz?

Menschen, die von Laktoseintoleranz betroffen sind, können die in Milch und Milchprodukten enthaltene Laktose (den Milchzucker) nicht verdauen: Ihr Körper produziert keine oder nur sehr wenig Laktase, das Enzym, das den Milchzucker in für den Menschen verdauliche Zuckerarten spaltet. Fehlt Laktase ganz oder teilweise, entstehen im Dickdarm bei der Verdauung Gase und Milchsäure. Schmerzhafte Magen-Darm-Beschwerden sind typische Symptome einer Laktoseintoleranz.

Laktoseintoleranz

Auf einen Blick: 10 Fakten zur Laktoseintoleranz

  1. Eine Laktoseintoleranz ist keine Allergie, sondern eine Verdauungsstörung oder Unverträglichkeit.

  2. Eine Laktoseunverträglichkeit entsteht, wenn im Körper das Enzym Laktase fehlt oder es in zu geringem Umfang produziert wird. Fehlt Laktase, gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, wo sie von Darmbakterien abgebaut wird.

  3. Die wichtigsten Symptome einer Laktoseintoleranz sind Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchgrummeln mit Bauchkrämpfen, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen.

  4. Rund ein Viertel aller Deutschen ist von einer Laktoseintoleranz betroffen – in Asien und Afrika sind es bis zu 90 Prozent.

  5. Mit einer Ausschlussdiät und anschließendem Expositionstest kann festgestellt werden, ob eine Laktoseintoleranz vorliegt. Der Arzt diagnostiziert eine Laktoseintoleranz mit dem H2-Atemtest oder einem Bluttest.

  6. Laktoseintoleranz ist eine chronische Erkrankung. Der Fokus liegt auf der Vermeidung von laktosehaltigen Produkten bzw. dem Austausch gegen milchzuckerfreie Alternativen.

  7. Wie bei vielen Lebensmittelunverträglichkeiten ist die Diagnose Laktoseintoleranz eine höchst individuelle Sache. Manche können den Latte Macchiato mit normaler Milch problemlos trinken, andere bekommen sofort Bauchschmerzen. Bei der Frage, ob in der täglichen Ernährung ganz auf Laktose verzichtet werden muss, sollte zuallererst auf den Körper gehört werden.

  8. Viele reife Käse enthalten wenig Laktose und können meist problemlos gegessen werden. Besonders Hartkäse, wie Emmentaler oder Bergkäse, enthält wenig Laktose und wird auch bei einer starken Laktoseintoleranz vertragen. Joghurt und Frischkäse werden ebenfalls von vielen Betroffenen gut vertragen, besonders, wenn sie mit anderen Lebensmitteln zusammen verzehrt werden.

  9. Laktose ist in vielen Fertiggerichten enthalten sowie in Wurstwaren.

  10. Als Notbehelf im Urlaub oder im Restaurant bieten sich Laktasetabletten an, die dem Körper das fehlende Enzym Laktase zuführen. Sie sind allerdings nicht zur dauerhaften Einnahme geeignet und kein Ersatz für eine Umstellung auf eine laktosefreie Ernährung.
Milch und Milchprodukte

Mögliche Ursachen für Laktoseintoleranz

Man unterscheidet drei verschiedene Ursachen für die Milchzuckerintoleranz:

Absolute Laktoseintoleranz / Angeborene Laktoseintoleranz
Diese Laktoseunverträglichkeit beruht auf einem angeborenen Laktasemangel, der in der Regel schon wenige Tage nach der Geburt festgestellt wird. Der auch als Alaktasie bezeichnete genetische Defekt wird vererbt und ist sehr selten. Diese Form der Laktoseintoleranz bleibt das ganze Leben lang bestehen.

Primäre Laktoseintoleranz
Bei dieser Variante der Laktoseintoleranz treten die Beschwerden meist erst im Erwachsenenalter auf, da die Produktion von Laktase mit zunehmendem Alter abnimmt. Die primäre Laktoseintoleranz tritt in den verschiedenen Weltregionen unterschiedlich häufig auf: Während in Asien über 90 Prozent der Bevölkerung von Laktoseintoleranz betroffen sind, sind es in Nordeuropa und Nordamerika nur ca. 15 Prozent.

Sekundäre Laktoseintoleranz
Von einer erworbenen oder vorübergehenden Laktoseintoleranz spricht man, wenn die Unverträglichkeit infolge einer Krankheit auftritt: Meist handelt es sich dabei um Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes wie Gastroenteritis, Morbus Crohn oder Zöliakie. Aber auch Alkoholmissbrauch, eine Operation, eine Chemotherapie oder Mangelernährung können dazu führen, dass die Produktion von Laktase beeinträchtigt wird. Wird die Ursache behoben, nimmt der Körper die Laktaseproduktion in der Regel wieder auf, und die Beschwerden verschwinden.

Der Unterschied zwischen laktosearm und laktosefrei

Die meisten Menschen mit einer Laktoseunverträglichkeit leiden an einer Laktase-Unterproduktion. Das heißt, der Körper produziert das Enzym Laktase nur in unzureichender Menge. Diese Menschen können viele Milchprodukte problemlos essen und müssen nur auf eine laktosearme Ernährung achten. Denn: Je stärker die Milch verarbeitet wurde, desto weniger Milchzucker enthält sie. Das ist ein Grund, warum Menschen mit einer Laktoseintoleranz nach einem Latte Macchiato Unwohlsein verspüren, während Quark oder Frischkäse, die verarbeitete Milch enthalten, kein Problem darstellen.

Es gibt jedoch eine kleine Prozentzahl an Menschen, deren Körper das Enzym Laktase gar nicht produziert. Damit ihnen die für eine Laktoseintoleranz typischen Symptome wie Magen-Darm-Beschwerden nicht das Leben schwer machen, sollten sie milchzuckerhaltige Lebensmittel meiden. Für sie ist eine vegane Ernährung bzw. der komplette Verzicht auf Milchprodukte der beste Weg.

Laktosefreie Milchprodukte

Milchzucker ist Teil von Milch und Milchprodukten. Immer mehr Hersteller bringen jedoch spezielle Milchprodukte ohne Laktose auf den Markt, zum Beispiel die REWE Eigenmarke frei von. Diese Produkte erkennt man an der Bezeichnung "laktosefrei". Doch wie wird die Laktose aus der Milch entfernt? Die Milch wird in der Molkerei mit dem Enzym Laktase versetzt, sodass sich die Laktose in die beiden Zucker Glucose und Galaktose aufspaltet. Danach kann die laktosefreie Milch zu Joghurt, Quark oder Sahne verarbeitet werden. Laktosefreie Produkte enthalten weniger als 0,1 Gramm Laktose pro 100 Gramm Nahrungsmittel.

Entdecke das Thema Laktoseintoleranz übersichtlich dargestellt in unserer Infografik: