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Quendel – Infos & Wissenswertes

Quendel

Verglichen mit Schnittlauch, Petersilie und Co. ist Quendel ein eher unbekanntes Gewürz. In der Küche kann das Kraut, das schon Hildegard von Bingen schätzte, dennoch vielseitig eingesetzt werden. Erfahre hier mehr.

Was ist Quendel?

Quendel (Thymus serpyllum), auch Sand-Thymian, Feld-Thymian oder Wilder Thymian genannt, gehört wie Echter Thymian zur Gattung der Thymiane, innerhalb der Familie der Lippenblütler. 

Neben den Gewürzen Bertram und Galgant zählt Quendel zu den Gewürz- und Heilpflanzen, die in der Hildegard-Küche bekannt und beliebt sind.

Woher kommt Quendel?

Ursprünglich stammt Quendel aus Mitteleuropa.

Wo wächst Quendel?

Quendel ist eine mehrjährige, winterharte Pflanze. Der immergrüne Halbstrauch wird zwischen 10 und 15 cm hoch. Er bevorzugt trockene, sonnige Standorte. Die Blütezeit von Quendel reicht von Juli bis September.

Heute wächst Quendel ist ganz Europa, zum Teil in Asien und in Nordamerika.

Wann kann man Quendel ernten?

Das Kraut kann prinzipiell das ganze Jahr über geerntet werden. Es ist allerdings zu empfehlen, Quendel von Juni bis September, vor der Blüte zu ernten, da er durch die Blüte etwas an Aroma verliert.

Man kann Quendel auch trocknen. Dazu kleine Sträuße binden und an einem schattigen, luftigen Platz kopfüber aufhängen.

Wie sollte man Quendel aufbewahren?

Am besten bewahrt man getrockneten Quendel in einem geschlossenen Gefäß, an einem dunklen, kühlen Ort auf.

Wie schmeckt Quendel?

Quendel schmeckt ähnlich wie Thymian, daher eignet sich das Gewürz prinzipiell für alle Gerichte, die auch mit Thymian gewürzt werden können. 

Wofür kann man Quendel verwenden?

In der Küche kann man sowohl die Blüten als auch die Blätter von Quendel als Gewürz verwenden. Das Gewürzkraut passt zu:

  • Fleisch
  • Fisch und Meeresfrüchten
  • Eierspeisen
  • Gemüse und Kartoffeln
  • Suppen und Eintöpfen
  • Salaten
  • Tee

Gut zu wissen: Die Zweige können in etwas Öl angebraten werden, so erhält man ein dezentes Quendelaroma und die Zutaten nehmen den Geschmack besser an.

Wie gesund ist Quendel?

Quendel galt bereits in der Antike und im Mittelalter auch als Heilpflanze. Hildegard von Bingen nutzte das Kraut, um Erkältungen und Frauenleiden zu behandeln.

Quendel enthält ätherische Öle und Bitterstoffe, die antibakteriell und desinfizierend wirken sollen. Häufig wird Quendel in der Heilkunde als Quendel-Tee verabreicht. Er soll bei Erkältungen, Rheuma und Verdauungsproblemen helfen.

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