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E150d: Holzuntergrund

E450 – Infos & Wissenswertes

Backmischungen, Speiseeis oder Schmelzkäse – was haben diese Lebensmittel gemeinsam? Auf ihrer Zutatenliste findet sich E450 als Zusatzstoff. Hinter der E-Nummer verbergen sich Diphosphate. Sie dienen meist als Emulgator, besitzen aber noch viele weitere Eigenschaften. Wichtig zu wissen: E450 darf den Produkten nur in bestimmten Höchstmengen beigemengt werden. Wie viel dieses Zusatzstoffes in Lebensmitteln erlaubt ist und was der sogenannte ADI-Wert bedeutet, erklären wir dir hier.

Was ist E450?

E450 in Mehl

E450 steht für verschiedene Diphosphate – diese leiten sich wiederum vom Zusatzstoff E338 (Phosphorsäure) ab. Diphosphate beschreiben Stoffe, die durch Kondensation (Übergang vom gasförmigen in den flüssigen Zustand) aus zwei Phosphaten entstanden sind. Phosphor ist ein chemisches Element, das als Mineralstoff auch im menschlichen Körper vorkommt.

Die Salze der Diphosphorsäure unterscheiden sich anhand ihrer chemischen Struktur in sieben Typen von Zusatzstoffen:

  • Dinatriumdihydrogendiphosphat (E450a)
  • Trinatriumhydrogendiphosphat (E450b)
  • Tetranatriumdiphosphat (E450c)
  • Dikaliumdiphosphat (E450d)
  • Tetrakaliumdiphosphat (E450e)
  • Dicalciumdiphosphat (E450f)
  • Calciumdihydrogendiphosphat (E450g)

Wofür wird E450 eingesetzt?

Kein Diphosphat gleich dem anderen. Jeder Zusatzstoff mit der Nummer E450 weist spezielle Eigenschaften auf. Verantwortlich sind dafür ihre unterschiedliche Art und die Anzahl der chemischen Verbindungen. Die Lebensmittelindustrie verwendet den Zusatzstoff daher in vielfältiger Weise.

 

Verwendung als

Wirkung

Emulgator

  • Emulgatoren ermöglichen es, eigentlich nicht miteinander verbindbare Inhaltsstoffe zu mischen.
  • Sie sind in Lebensmitteln enthalten, um Wasser und Öl im Produkt zu einer beständigen Mischung zu vermengen.

Antioxidationsmittel

  • Antioxidantien bewahren Lebensmittel vor dem Verderb durch eine Reaktion mit Sauerstoff.
  • Die Stoffe können zum Beispiel verhindern, dass sich aufgeschnittene Äpfel braun färben.

Festigungsmittel

  • Die Zusatzstoffe sorgen dafür, dass Lebensmittelzutaten ihre Festigkeit behalten.
  • Beispielsweise stabilisieren sie die Zellwände von Gemüse, damit es seine appetitliche Optik behält.

Backtriebmittel

  • Backtriebmittel dienen der Teiglockerung.
  • Sie lassen die typischen Poren in Backwaren entstehen und vergrößern das Gebäckvolumen.

Säureregulatoren

  • Säureregulatoren erhalten den pH-Wert von verarbeiteten Lebensmitteln.
  • Dadurch bleibt das Produkt mit seinem gewünschten Geschmack sowie seiner Farbe länger erhalten.

Schmelzsalze

  • Schmelzsalze kommen bei der Herstellung von Schmelzkäse zum Einsatz.
  • Sie verhindern, dass Fett und Wasser beim Erhitzen des Produkts austreten.

Stabilisatoren

  • Die Stoffe bewahren die Konsistenz oder Zusammensetzung von Nahrungsmitteln.
  • Sie verhindern beispielsweise, dass sich Farbstoffe im Produkt zersetzen.

Komplexbildner

  • Komplexbildner binden Spuren von Schwermetallen in Lebensmitteln, die Fäulnisprozesse beschleunigen.
  • Dadurch sorgen sie dafür, dass beispielsweise Gemüsekonserven eine längere Haltbarkeit haben.

Welchen Lebensmitteln wird E450 beigemengt?

E450 ist einer der Zusatzstoffe, für den strikte Vorgaben bei der Verwendung gelten. Diphosphate dürfen nur in bestimmten Produkten enthalten sein. Zusätzlich müssen die Hersteller für jedes Produkt die erlaubten Höchstmengen beachten. Einige Beispiele dafür siehst du in der folgenden Übersicht:

Lebensmittel

Zugelassene Höchstmenge an E450

(in Gramm pro Kilogramm bzw. Gramm pro Liter Lebensmittel)

Schmelzkäse und Zubereitungen mit Schmelzkäse

20

Backmischungen

20

Puderzucker

10

Flüssigei

10

Fleischerzeugnisse

5

Desserts

1

Mehle

2,5

Speiseeis

1

Getränke für Sportler, Tafelwasser

0,5

Gut zu wissen: Für Bio-Lebensmittel ist der Zusatzstoff E450 grundsätzlich nicht zugelassen.

Woran erkenne ich, ob ein Produkt E450 enthält?

Wenn ein Lebensmittelhersteller den Zusatzstoff für sein Produkt verwendet, muss das auch aus der Zutatenliste hervorgehen. Auf der Verpackung findest du dann entweder die Zutat „Diphosphate“ oder „E450“ beziehungsweise „E450a“, „E450b" und so weiter.

Was ist der ADI-Wert für E450?

ADI steht für „acceptable daily intake“: Damit ist die erlaubte Tagesdosis angegeben, die bei täglicher lebenslanger Einnahme als gesundheitlich unbedenklich gilt. Für Phosphate und damit E450 ist ein ADI-Wert von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht festgelegt. Ein Beispiel: Bei einem Gewicht von 70 Kilogramm solltest du darauf achten, auf Dauer nicht mehr als 2,8 Gramm des Zusatzstoffes am Tag zu konsumieren.

Ist der Konsum von E450 mit Risiken verbunden?

Diphosphate in Lebensmitteln werden mit bestimmten gesundheitlichen Risiken in Verbindung gebracht:

  • Hohe Dosen können den Calciumspiegel senken. Ob der Zusatzstoff den Abbau von Calcium in den Knochen fördert und dadurch Osteoporose hervorrufen kann, ist jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen.
  • Phosphaten wird nachgesagt, ADHS bei Kindern zu begünstigen. Auch wenn neue Untersuchungen diesen Effekt nicht bestätigen konnten, ist es empfehlenswert, sich an den ADI-Wert zu halten.

E450 galt lange Zeit als bedenklicher Zusatzstoff, was sich mittlerweile relativiert hat. Wenn du dennoch möglichst wenig E450 zu dir nehmen möchtest, greife seltener zu verarbeiteten Produkten und koche frisch: In unserer REWE Rezeptwelt für ausgewogene Ernährung gibt es viele Kochideen mit leckeren Zutaten!

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