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Sie kommen aus unterschiedlichen Teilen der Welt und sind botanisch nicht verwandt – trotzdem werden Anis und Sternanis gern in einem Atemzug genannt. Denn: Was ihren intensiv würzigen Geruch und Geschmack betrifft, sind Anis und Sternanis einander zum Verwechseln ähnlich und ihr charakteristisches Aroma ist untrennbar mit der Advents- und Weihnachtszeit verbunden.

Anis – ein krautiges Doldengewächs

Anis (Pimpinella anisum) ist eine einjährige Pflanze des Mittelmeerraums und gehört, wie Kümmel, Dill oder Fenchel, zur Familie der Doldenblütler. Die aus den getrockneten Dolden gewonnenen Samen kommen in der Pflanzenheilkunde und in der Küche zum Einsatz.

Anis hat ein süßliches, leicht herbes Aroma, das an Lakritz erinnert und vor allem nach dem Mahlen gut zur Geltung kommt. Dieses stammt vom Anethol, dem mit 90 Prozent überwiegenden ätherischen Öl in den Anissamen.

Im Kontakt mit Luft verflüchtigt sich dieser Stoff schnell, weshalb gemahlene Anissamen in einem gut verschlossenen Behältnis aufgehoben werden sollten.

Anis in der Küche und in der Pflanzenheilkunde

Anis

Anisfrüchte und Anisöl finden Verwendung als traditionelle Mittel bei Bronchitis und Verdauungsbeschwerden. Eltern kennen die wohltuende Wirkung des Anis-Fenchel-Kümmel-Tees, wenn Säuglinge und Kleinkinder unter Blähungen leiden.

Neben der arzneilichen Wirkung gehört die vielseitige Verwendungsmöglichkeit als Küchengewürz zu den Vorzügen von Anis.

Der sprichwörtlich weihnachtliche Duft von Plätzchen, Printen und Lebkuchen ist zu einem großen Teil dem Aroma von Anis zu verdanken.

Darüber hinaus verfeinert das Gewürz Fleisch- und Gemüsegerichte, Marmeladen, warme Süßspeisen und Brot.

Sternanis – ein Magnoliengewächs

Sternanis

Während das Anisgewürz aus der Dolde einer nicht mehr als 70 cm hohen, krautigen Pflanze gewonnen wird, ist Sternanis die Frucht eines in Asien beheimateten, bis zu 20 m hohen Baums aus der Familie der Magnoliengewächse. Der Sternanisbaum (Illicium verum Hook) gedeiht heute ausschließlich in Kultur – vorwiegend in Nordvietnam und Südchina.

Der achtzackige Anisstern (Anisi stellati fructus) ist eine Sammelfrucht mit bis zu acht einzelnen Balgfrüchten. Im Gegensatz zur Anispflanze ist das ätherische Öl der Frucht nicht in den Samen, sondern in den Fruchtwänden enthalten und macht rund 8 Prozent des Trockengewichts aus. Wie bei Anis handelt es sich im Wesentlichen um den Stoff Anethol, der für das typische, süßlich-würzige Aroma sorgt.

Sternanis – Rezepte und Verwendung

Glühwein mit Sternanis

Als Pflanzenheilmittel soll Sternanis eine krampflösende und appetitanregende Wirkung haben. Man setzt ihn demzufolge zur Behandlung von Magenbeschwerden ein.

Wesentlich größer ist jedoch die Bedeutung von Sternanis als Küchengewürz. Weil die getrocknete Frucht ihr Aroma langsam abgibt, eignet sie sich zum Verfeinern von Speisen mit langer Garzeit, wie beispielsweise Schmorgerichten und Suppen.

Gemahlen ist Sternanis ein unentbehrlicher Bestandteil des chinesischen Fünf-Gewürze-Pulvers, das eine wichtige Zutat in Marinaden und Wok-Gerichten ist.

Für einen kühlen Aperitif kommt ein Anisstern mit einigen Traubenbeeren in ein Sektglas, darüber ein Teelöffel Sternanissirup. Zum Schluss wird mit gekühltem Sekt, für Kinder mit Traubensaft, aufgegossen.

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