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Giersch – Infos, Wissenswertes & Rezepte

Gewürzlexikon Giersch

Giersch (Aegopodium podagraria) ist ein essbares Wildkraut, das im Garten oft als Unkraut gilt. Giersch schmeckt ähnlich wie Petersilie und verfeinert Salate, Dips und vieles mehr.

Was ist Giersch?

Gewöhnlicher Giersch (Aegopodium podagraria) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Pflanzenart gehört zu der Gattung Aegopodium und ist die einzig vorkommende Art dieser Gattung in Europa.  

Giersch ist eine essbare Wildpflanze und kann in der Küche zum Beispiel für Salate und Kräuterquark verwendet werden.  

Wo wächst Giersch?

Die krautige Pflanze wächst in Europa und Asien. Sie wird zwischen 30 und 100 cm groß und verbreitet sich durch unterirdische Wurzeln sehr schnell.  

Das Kraut mag schattige, feuchte Standorte und wächst in Wäldern, an Bächen sowie in der Nähe von Flussufern, in Gärten und Parks.

Ist Giersch giftig?

Giersch gehört zu den essbaren Wildpflanzen. Jedoch gibt es tatsächlich andere Wildpflanzen, die der Giersch-Pflanze ähnlichsehen. Beim Sammeln sollte man unbedingt darauf achten, Giersch nicht mit giftigen Vertretern der Doldenblütler, wie Gefleckter Schierling oder Breitblättriger Merk, zu verwechseln.  

Woran erkennt man Giersch?

Es gibt eine alte Bauernregel, mit der man das Wildgemüse relativ einfach bestimmen kann: Drei, drei, drei – bist beim Giersch dabei! Die Stängel sind dreikantig, das Blatt hat drei Teile und ist noch einmal dreigeteilt. Damit kann man den Giersch von anderen Wildkräutern unterscheiden.

Wann kann man Giersch ernten?

Erntezeit ist von März bis Oktober. Die beste Zeit ist im Frühling zwischen April und Mai. Danach beginnt die Blütezeit. Dann können die Blüten geerntet werden.  

Zum Trocknen eigenen sich vor allem die Blätter, aber auch die Samen können im Spätsommer geerntet und getrocknet werden.  

Wo kann man Giersch kaufen?

Giersch kann man entweder selbst in der Natur sammeln oder in Supermärkten bekommt man auch getrockneten Giersch und Giersch-Tee.  

Wie schmeckt Giersch?

Roher Giersch schmeckt und riecht ein bisschen wie Petersilie und hat gleichzeitig ein süßliches Aroma, das an Mango erinnert. Die gekochten Blätter ähneln dem Geschmack von Spinat.  

Gut zu wissen: Junge Pflanzen schmecken zarter und sind milder im Geschmack. Ältere Blätter sind herber und etwas zäher.  

Wofür kann man Giersch verwenden?

Schon die alten Römer aßen Giersch und auch in Kriegszeiten wurde das Wildgemüse gegessen.  

Es können sowohl die Blätter als auch die Blüten mit Samen bedenkenlos gegessen werden. Nur die Wurzel sollte nicht verzehrt werden, weil sie einen giftigen Wirkstoff enthält.  

Giersch kann in der Küche vielfältig zubereitet werden, insbesondere die jungen Blätter eignen sich für: 

  • Salate
  • Säfte
  • Dips und Kräuterquarks
  • Rührei
  • Als Spinatersatz
  • Pesto

Die älteren Blätter können gut für:  

  • Tees
  • Suppen
  • Soßen

verwendet werden. 

Der Stiel sollte immer entfernt werden, da er zäh ist und bitter schmeckt.  

Wie sollte man Giersch aufbewahren?

Die Blätter und Samen in einer Dose trocken und luftdicht aufbewahren. Der Giersch kann auch eingefroren werden. Dafür die Blätter in einen Gefrierbeutel legen oder in Eiswürfelbehälter geben und mit etwas Wasser einfrieren.

Giersch als Heilpflanze

Wie in vielen Wildkräutern stecken auch in Giersch Vitamine und Mineralstoffe, wie zum Beispiel Vitamin C und Eisen. Zudem soll das Kraut entgiftend wirken.  

Welche Tiere fressen Giersch?

Meerschweinchen und Hasen fressen sehr gerne Giersch. Auch Bienen mögen die Blüten der Pflanze.

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