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Zu den bekannten und in Deutschlands Küchen weit verbreiteten Speiseölen gehört das Keimöl. Doch was ist Keimöl eigentlich? Es wird, der Name lässt es vermuten, aus Keimen von Pflanzenkörnern gewonnen, die besonders fetthaltig sind. Üblicherweise findest du hierzulande zwei Sorten von Keimölen im Handel:
In Mitteleuropa sind Mais und Weizen als Nutzpflanzen sehr verbreitet, daher liegt es nahe, sie zur Gewinnung von Keimöl zu nutzen. Keimöle, die aus anderen Pflanzen gewonnen werden, findest du in den hiesigen Supermarktregalen seltener. Reiskeimöl beispielsweise ist in den USA und vor allem im asiatischen Raum populär, wo es auch seinen Ursprung hat.
Keimöl ist in der Küche vielfältig einsetzbar und punktet mit verschiedenen Vorteilen:
Hast du Keimöl im Haus, kannst du damit so manches andere Öl oder Fett ersetzen. Wenn du beispielsweise auf tierisches Fett verzichten möchtest oder keine Butter mehr vorrätig hast, um einen Kuchen zu backen, kannst du auf Keimöl zurückgreifen. Ausgehend von der im Rezept angegebenen Menge an Butter verwendest du 10 Prozent weniger Keimöl. Das bedeutet: Statt beispielsweise 100 Gramm Butter nimmst du 90 Gramm Keimöl. Mit Keimöl gelingt der Kuchen genauso gut wie mit jedem anderen Fett und wird locker und fluffig.
Keimöl ist außerdem die perfekte Grundlage für die Herstellung von aromatisierten Salatölen. Dafür füllst du etwa 500 Milliliter Keimöl in eine Flasche, geben Kräuter und Gewürze deiner Wahl sowie etwas Salz und nach Belieben Pfeffer hinzu und lässt das Ganze idealerweise ein paar Tage ziehen, damit die Kräuter ihre Aromen an das Öl abgeben können. Mit Keimöl harmonieren hervorragend:
Raffiniertes Keimöl aus Maiskeimen ist übrigens länger haltbar als kaltgepresstes. In Maßen genossen lässt sich Keimöl problemlos in eine gesunde und ausgewogene Ernährung integrieren.