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Yogamatten Ratgeber

yogamatten

Yoga ist eine uralte indische Lehre, die Bewegung mit Meditation vereint. Egal, ob du im Studio, zu Hause oder in der Natur üben willst – eine gute Yogamatte ist ein unverzichtbares Zubehör. Wir sagen dir, welche Unterschiede es gibt und welche Matte für deine Zwecke die richtige ist.

1. Wie erkennt man eine gute Yogamatte?

Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten, denn das hängt davon ab, wofür du deine Matte benutzen willst. Beim Yoga gibt es verschiedene Stile oder Ausrichtungen. Hierzulande geht es meist um Hatha-Yoga. Dabei stehen die Übungen, die Körperhaltungen oder Stellungen, Asanas, im Vordergrund. Eine gute Yogamatte muss diese Übungen nicht nur lange aushalten, sondern sie auch erleichtern. Wichtig hierfür ist eine gute Rutschfestigkeit.

Es gibt auch spezielle Formen wie das Hot-Yoga oder Bikram-Yoga, bei denen in sehr warmen Räumen geübt wird. Dafür empfehlen sich besonders rutschfeste und Schweiß absorbierende Matten.

Nicht zuletzt eignen sich für Anfänger eher die etwas dickeren und weicheren Matten, während Fortgeschrittene für die anspruchsvolleren Yogaübungen eher dünnere Matten bevorzugen, um einen guten Bodenkontakt zu haben. Du siehst also: Je nachdem, welches Yoga du praktizieren möchtest und wie fortgeschritten du bist, solltest du eine passende Unterlage auswählen.

Generell sollte eine gute Yogamatte:

  • vor Kälte und Schmutz schützen
  • gut dämpfen, um die Gelenke zu schonen
  • guten Halt bieten und rutschfest sein
  • sich bequem reinigen lassen
  • solide verarbeitet sein und starken Belastungen standhalten
  • ungefähr 60 Zentimeter breit und zwei Meter lang sein

2. Welches Material ist das beste für eine Yogamatte?

Bei der Auswahl des Materials scheiden sich die Geister. Wer Yoga erst mal ausprobieren möchte, kann sicher mit einer Matte aus weichem Kunststoff beginnen. Traditionalisten bevorzugen Yogateppiche aus Baumwolle, Schurwolle oder Jute. Wer Wert auf ein umweltfreundliches Material legt, dem gefällt eine Matte aus Kork oder Naturkautschuk. Alle Materialien haben Vor- und Nachteile. Hier zeigen wir, welche das sind.

Yogamatte aus Naturkautschuk

Vorteile:Nachteile:
natürliches Material
rutschfest
teuer in der Anschaffung
empfindlicher als Kunststoff

Naturkautschuk, manchmal auch nur Kautschuk genannt, ist ein Stoff, der aus dem Saft des Kautschukbaums gewonnen wird und sich gummiartig anfühlt. Wenn du Wert darauf legst, deine Übungen auf einem natürlichen Material auszuführen, ist Kautschuk eine gute Wahl. Er ist besonders rutschfest, also sehr gut geeignet für schweißtreibende Übungen. Yogamatten aus Kautschuk sind aber im Vergleich zu Kunststoffmatten weniger robust.

Yogamatte aus Kork

Vorteile:Nachteile:
natürliches Material
angenehmes Hautgefühl
nimmt gut Feuchtigkeit auf
teuer in der Anschaffung
empfindlicher als Kunststoff

Yogamatten aus Kork sind beliebt, weil sie frei von Kunststoffen sind und zudem Leichtgewichte. Sie lassen sich perfekt ausrollen. Hände und Füße verrutschen nicht, wenn du schwitzt, weil Kork sehr gut die Feuchtigkeit aufnimmt. Meist haben die Matten auf der Rückseite eine Schicht aus Naturkautschuk, das macht sie noch rutschfester und sicherer. Die Oberfläche lässt sich zwar gut reinigen, aber am besten nur mit einem feuchten Tuch, nicht mit scharfen Reinigern oder harten Materialien. Korkmatten sind wie Kautschukmatten teurer in der Anschaffung.

Yogamatte aus Kunststoff

Vorteile:Nachteile:
sehr robust
leicht
gut zu reinigen
nicht umweltfreundlich
bei der Herstellung fallen Schadstoffe an

Auch hier gilt: Kunststoff ist nicht gleich Kunststoff. Es gibt viele, vor allem sehr preiswerte Matten, die aus Polyvinylchlorid hergestellt werden, das auch als unter der Abkürzung PVC bekannt ist. Dieses Material ist extrem langlebig und robust, kann aber unter Umständen Weichmacher oder giftige Substanzen enthalten. Yogafans, die ihre Matte viel und oft benutzen oder bei den Asanas viel schwitzen, setzen daher meist lieber auf natürliche Materialien oder achten auf ein Prüfsiegel, das Unbedenklichkeit signalisiert.

Allerdings muss nicht jede Matte aus Kunststoff automatisch aus PVC bestehen. Die Alternative heißt PER, das steht für „Polymer Environmental Resin“ und kommt ohne Weichmacher aus. Matten aus diesem Material sind für Allergiker gut geeignet, die etwa auf Naturkautschuk reagieren. Insgesamt sind die Kunststoffmatten meist etwas dicker, dämpfen gut und bieten festen Halt und Stand. Sie sind also auch für Anfänger gut geeignet.

Die textilen Alternativen: Yogamatten aus Schurwolle, Baumwolle oder Jute

Vorteile:Nachteile:
natürliche Materialien
robust und langlebig
gut zu pflegen
oft mehr Gewicht
nicht rutschfest

Wenn du Wert auf natürliche Materialien legst, dann begeistern dich sicher Schurwolle, Baumwolle oder Jute. Alle drei saugen Feuchtigkeit gut auf und lassen sich waschen. Diese Matten sehen eher aus wie Teppiche – und sind oft schwerer als der leichte Kunststoff. Vor allem aber sind sie etwas für Fortgeschrittene, für Könner oder für eine sehr ruhige Yogapraxis, bei der die Rutschhemmung keine so große Rolle spielt. Speziell Schurwolle ist zwar angenehm anzufassen, bietet den Händen oft wenig „Grip“, also Widerstand. Hier können die Finger leicht rutschen. Baumwolle hat dagegen schon eine rauere Oberfläche.

Jute ist ein sehr traditionelles Material für Matten. Jutematten haben eine sehr harte Oberfläche, die zwar guten Griff bietet, aber für Anfänger schmerzhaft sein kann. Jute wird deshalb häufig mit Kunststoffen gemischt, damit sich die Matte weicher und angenehmer anfühlt.



3. Warum sind Yogamatten so dünn?

Bei der Dicke von Yogamatten gibt es Unterschiede. Die meisten sind zwischen 0,15 und 0,8 cm dünn – das ist nicht eben viel, hat aber einen triftigen Grund: Je dicker eine Matte ist, desto schlechter ist deine Bodenhaftung. Bei den anspruchsvollen Übungen, bei denen eine gute Balance entscheidend ist, schneiden dünnere Matten besser ab.

Jute ist ein sehr traditionelles Material für Matten. Jutematten haben eine sehr harte Oberfläche, die zwar guten Griff bietet, aber für Anfänger schmerzhaft sein kann. Jute wird deshalb häufig mit Kunststoffen gemischt, damit sich die Matte weicher und angenehmer anfühlt.

4. Was kostet eine gute Yogamatte?

So vielfältig wie die Materialien, aus denen die Matten bestehen, so unterschiedlich fallen die Preise aus. Preiswerte Matten gibt es schon ab rund 20 Euro, dann meist aus Kunststoff. Natürliche Materialien und Nachhaltigkeit machen sich im Preis bemerkbar. Bis zu rund 100 Euro kannst du für eine hochwertige Yogamatte ausgeben.



5. Welche Yogamatte eignet sich für zu Hause und unterwegs?

Welche Matte du für die Übungen in den eigenen vier Wänden aussuchst, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Meist ist das auch deine persönliche Unterlage für die Übungen im Kurs oder im Studio. Sie muss vor allem für dich angenehm, leicht zu verstauen und zu transportieren sein. Rutschfestigkeit und gute Dämpfung sind das A und O. Du hast im Urlaub einen Kurs gebucht und möchtest deine Matte auf die Reise mitnehmen? Dann sollte sie besonders leicht und gut zu verpacken sein.



6. Der Unterschied zwischen einer Gymnastik- und einer Yogamatte

Jede Yogaunterlage eignet sich auch für gymnastische Übungen oder für Pilates. Aber nicht jede Gymnastikmatte ist auch gut für Yoga. So könnte man es zusammenfassen. Der wichtigste Unterschied ist der: Gymnastik- oder Fitnessmatten sollen bei Bewegungen wie Springen oder Hüpfen allzu großen Druck von den Knochen und Gelenken nehmen. Sie müssen vor allem gut dämpfen. Deshalb sind sie meist zwischen 0,8 und 2 Zentimeter dick und dadurch voluminöser und schwerer. Damit lassen sie sich auch weniger gut transportieren.

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