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Hände kneten Teig

Nudelteig selber machen - so einfach geht's

Ob bei Kindern oder Erwachsenen – Nudeln erfreuen sich bei Genießern aller Altersgruppen großer Beliebtheit. Warum also nicht einmal das Experiment wagen, Nudelteig selber zu machen? Am einfachsten gelingt das mit einer speziellen Nudelmaschine, aber auch ohne Profizubehör lässt sich ein schmackhafter Nudelteig zaubern.

Nudelteig-Rezepte mit und ohne Ei

Eigentlich braucht es nicht viele Zutaten für das ideale Nudelteig-Rezept. Kinderleicht ist die Herstellung der Pasta leider dennoch nicht, denn speziell das gründliche Durchkneten des Nudelteigs entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Zudem bereitet vielen Hobbyköchen schon vor der eigentlichen Zubereitung eine Frage Kopfzerbrechen: Gehören in den Teig Eier oder stellt man Nudelteig ohne Ei her? Die Antwort auf diese Frage liefert nicht nur der persönliche Geschmack, sondern auch die Art der Pasta, wie wir später schildern. Wir stellen Ihnen nun aber zuerst einmal zwei Grundrezepte für den Nudelteig vor.

Zutaten für Nudelteig ohne Ei:

  • 400 g Hartweizenmehl
  • 200 ml Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz

Zutaten für Nudelteig mit Ei:

  • 400 g Hartweizenmehl
  • 4 Eier
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz

Experten-Tipp: Pasta-Profis schwören auf Mehl Type 00 aus dem italienischen Feinkostladen oder auf das Haushaltsmehl Type 405 für ihren Nudelteig. Diese Mehlsorten sind sehr feinkörnig und können Flüssigkeit ideal aufnehmen, wodurch der Teig bei der Weiterverarbeitung weniger schnell reißt. Beim Hartweizengrieß setzen sie auf das italienische doppelt gemahlene Produkt.

Welcher Nudelteig eignet sich für welche Form?

Mit dem Nudelteig ohne Ei lassen sich vor allem Spaghetti und Bandnudeln, aber auch Cannelloni sowie Teigplatten für Lasagne herstellen. Für Lasagne schneiden Sie den Teig übrigens in 8 x 12 cm große Rechtecke, für Cannelloni sind hingegen Quadrate mit einer Größe von 12 x 12 cm ideal. Für Tortellini und Ravioli empfiehlt sich hingegen ein Nudelteig mit Ei, da er klebriger ist und somit beim Kochen nicht auseinanderfällt. Bei beliebten Pastasorten wie Penne oder Farfalle haben Sie die freie Wahl. Letztere Nudeln lassen sich aus ca. 2 x 5 cm großen Rechtecken herstellen, die einfach in der Mitte fest zusammengedrückt werden.

Schritt für Schritt: Nudelteig zubereiten mit der Nudelmaschine

  • Mehl und Salz in einer Schüssel vermischen.
  • Je nach Nudelteig-Rezept Wasser oder Eier und Olivenöl hinzugeben, anschließend alle Zutaten mit den Knethaken des Handrührgerät zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • Teig aus der Schüssel nehmen und auf der bemehlten Arbeitsfläche mit dem Handballen 8 bis 10 Minuten kneten, bis er elastisch ist. Bei Bedarf noch etwas Wasser oder Mehl dazugeben.
  • Den fertigen Nudelteig zu einer Kugel geformt und in Klarsichtfolie gewickelt 30 bis 60 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  • Den Nudelteig in mehrere Portionen aufteilen, wobei die nicht benötigten Teigstücke eingewickelt bleiben.
  • Die Nudelmaschine an der Tischplatte befestigen und die breiteste Walzenöffnung einstellen.
  • Nach dem nochmaligen Durchkneten den Teig durch die Walzen drehen, danach zusammenklappen und mit der Öffnung nach unten nochmals durchdrehen. Dieser Vorgang wird etwa fünfmal wiederholt, wobei die Walzenöffnung immer enger gestellt wird.
  • Ist der Nudelteig dünn genug, wird er zuletzt durch die Schneidwalzen gedreht.

Im Anschluss können Sie sich entscheiden, ob Sie die Nudeln sofort genießen oder sie lieber trocknen möchten. Am einfachsten gelingt das mit einem speziellen Pastatrockner, aber auch ohne dieses Hilfsmittel können Sie Ihre selbst gemachten Nudeln für den späteren Genuss vorbereiten. So lassen sich die rohen Nudeln liegend auf Geschirrtüchern oder dem Backblech oder im Fall von langen Nudelsorten alternativ auf einer Holzstange zwischen zwei Stühlen trocknen.

Wie stellt man Nudelteig ohne Nudelmaschine her?

Aber auch ohne Profi-Nudelmaschine müssen Sie nicht auf Pasta aus selbst gemachtem Nudelteig verzichten. Hierzu rollen Sie einzelne Teigportionen einfach mit einem Nudelholz auf der bemehlten Arbeitsfläche aus, wobei Sie zwischen geraden und diagonalen Rollbewegungen variieren. Der ausgerollte Teig muss dabei sehr dünn sein: für Bandnudeln oder Spaghetti etwa 1 mm, für Lasagne etwa 2 mm. Vor dem eigentlichen Zuschneiden in die gewünschte Form sollten Sie den Nudelteig ein paar Minuten antrocknen lassen. Für das Kochen gilt schließlich: Je dünner und frischer der Teig ist, desto schneller sind auch die Nudeln gar. Frisch zubereitete Spaghetti benötigen je nach Dicke etwa 1-3 Minuten, vollständig getrocknete Nudeln müssen ca. 5 Minuten länger kochen.

Tipp: Nudelteig färben für mehr Abwechslung auf dem Teller

Insbesondere in der Küche für die Kleinsten ist Abwechslung gefragt. Probieren Sie daher einfach einmal aus, Ihren Nudelteig zu färben! Folgende Varianten sind unter anderem möglich:

  • Grüne Nudeln: Spinat fein pürieren und mit dem Nudelteig verkneten
  • Rote Nudeln: Nudelteig mit Tomatenmark vermengen
  • Pinke Nudeln: Nudelteig mit dem Saft der Rote Bete färben

Buon appetito!