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Bauchschmerzen? Mach den Laktoseintoleranz-Test!

Person liegt im Bett und hält sich den Bauch
Milchtüten Icon grau

Milchzuckerunverträglichkeit, sprich Laktoseintoleranz, ist weit verbreitet. Fehlt dem Körper das nötige Enzym Laktase, das für die Verdauung von Milchzucker verantwortlich ist, kommt es nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln zu Beschwerden. Je nachdem wie groß der Laktasemangel ist, fallen diese schwerer aus. Mit einem einfachen Test findest du schnell heraus, ob du von dieser Intoleranz betroffen bist oder nicht. 

Was sind die ersten Anzeichen einer Laktoseintoleranz?

Eine Milchzuckerunverträglichkeit kann verschiedene Symptome haben. Ganz klassisch sind die folgenden Beschwerden nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln (Milch, Joghurt, Sahne, Käse): 

  • Bauchkrämpfe
  • Völlegefühl
  • Unwohlsein
  • Blähungen
  • Durchfall

Manche Menschen haben nur einen leichten Laktasemangel, sodass sie geringe Mengen an Milch oder Sahne vertragen, größere aber nicht. Falls bei dir eine Unverträglichkeit festgestellt wird, solltest du nach Rücksprache mit deinem Arzt/deiner Ärztin austesten, welche Lebensmittel du in welchen Mengen verträgst. 

Glas Milch mit Strohhalm

Kann ich selbst testen, ob ich laktoseintolerant bin?

Hast du den Verdacht, dass du Laktose nicht gut verträgst, solltest du am besten einen Test beim Arzt/Ärztin machen. Der Gastroenterologe macht einen speziellen H2-Atemtest (Wasserstoffatemtest). Dabei trinkst du unter kontrollierten Bedingungen Milch oder Milchzuckerlösung und der Arzt bzw. die Ärztin misst in Abständen von etwa einer halben Stunde die Konzentration von Wasserstoff im Atem. Aus der Wasserstoffkonzentration kann abgelesen werden, ob der Verdauungstrakt mit Gasbildung auf die Laktose reagiert.

Kann ein Hausarzt einen Laktose-Test machen?

Manche Hausarztpraxen bieten einen Laktosetest an. In der Regel verweisen sie aber auf Gastroenterologische Praxen. Diese sind auf die Durchführung des Tests spezialisiert. 

Kann man einen Laktoseintoleranz-Test in der Apotheke kaufen?

Ja, in der Apotheke kann man Selbsttests kaufen. 100 Prozent zuverlässig sind sie jedoch nicht. Es ist besser, wenn du den Test bei einem Arzt/einer Ärztin machen lässt. 

Schneller Selbsttest für eine erste Einschätzung

Da es oft dauert, bis man einen Termin in einer Facharztpraxis bekommt, haben wir einen schnellen Selbsttest. Beantworte einfach die folgenden Fragen. Beantwortest du viele mit ja, liegt der Verdacht nahe, dass du Milchzucker nicht gut verträgst.  

Wichtig: Dieser Test ist nur ein erster Anhaltspunkt und sollte unbedingt durch eine fundierte medizinische Untersuchung gestützt werden. 

Beantworte folgende Fragen, wenn möglich, mit einem eindeutigen Ja oder Nein

  1. Wenn du ein Glas normale Milch auf leeren Magen trinkst, spürst du nach kurzer Zeit Bauchschmerzen oder Unwohlsein?
  2. Hast du nach einer Mahlzeit häufig Durchfall oder einen Blähbauch – egal, was du isst?
  3. Leidest du öfter unter unspezifischen Symptomen, wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, für die du in deinem Lebensumfeld keine eindeutigen Ursachen findest?
  4. Gibt es in deiner Familie nachgewiesene Fälle von Laktoseintoleranz?
  5. Hast du Verdauungsbeschwerden, wenn du fertige Lebensmittel zu dir nimmst?
  6. Geht es dir besser, wenn du konsequent auf Milch und Milchprodukte verzichtest?
  7. Spürst du Symptome bei Milchprodukten in jeglicher Verarbeitungsform?
  8. Liegen andere Darmerkrankungen wie Reizdarm oder ein Darminfekt bei dir nicht vor?
  9. Nimmst du zur raschen Linderung Medikamente ein?
  10. Halten die Symptome meist für eine längere Zeit an?

Auswertung

Je mehr dieser Fragen du mit Ja beantwortet hast, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du von einer Laktoseintoleranz betroffen bist. Bitte vereinbare einen Termin beim Facharzt/der Fachärztin, um einen Wasserstoffatemtest zu machen. Denn bei Verdauungsbeschwerden kann es sich nicht nur um eine Unverträglichkeit handeln, sie sind mitunter auch ein Anzeichen für eine Erkrankung des Verdauungsapparates

Team REWE Deine Küche - Erstellt/Aktualisiert am 20.04.2026

Von: Diane Buckstegge, Ökotrophologin