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Speiseeis – cremiger Genuss für jede Jahreszeit

Ob als sommerliche Erfrischung oder winterliches Dessert: Speiseeis begeistert große und kleine Genießer gleichermaßen. Doch was genau steckt eigentlich in der eiskalten Köstlichkeit? Wie wird Speiseeis hergestellt, was unterscheidet es von Eiscreme und kann man es auch ohne Eismaschine selbst machen? Hier erfährst du alles Wichtige rund um Speiseeis. 

Speiseeis

Was ist Speiseeis?

Speiseeis ist die allgemeine Bezeichnung für eine gefrorene Süßspeise, die aus einer Grundmasse aus Wasser, Milch, Sahne oder Fruchtsäften hergestellt wird und oft mit Zucker, Aromen und weiteren Zutaten verfeinert ist. Während der Herstellung wird die Masse unter ständigem Rühren gefroren, sodass sie eine cremige Konsistenz erhält. 

Was wir an der Eisdiele oder im Supermarkt einfach als „Eis“ kaufen, unterteilt sich in unterschiedliche Kategorien Milcheis, Fruchteis, Sorbet und Eiscreme. 

Was ist der Unterschied zwischen Speiseeis und Eiscreme?

Eiscreme“ ist eine geschützte Bezeichnung: So muss Eiscreme laut deutscher Verordnung mindestens 10 % Milchfett enthalten. Der Begriff „Speiseeis“ hingegen umfasst sämtliche gefrorene Eisspezialitäten, also auch Wassereis, Sorbets und Milcheis ohne Sahne.  

 

Welche Arten von Speiseeis gibt es?

Es gibt unzählige Sorten und Varianten von Speiseeis – die wichtigsten Kategorien im Überblick: 

  • Milcheis: auf Basis von Milch, Sahne und Zucker. Beispiel: Vanilleeis 
  • Eiscreme: Speiseeis mit mindestens 10 % Milchfett 

  • Fruchteis: enthält mindestens 20 % Fruchtanteil (bei Zitrusfrüchten 10 %). 

  • Sorbet: gefrorenes Wasser-Fruchtgemisch ohne Milchprodukte 

  • Wassereis: Wasser, Zucker, Farbstoffe und Aromen gefroren 

  • Frozen Yogurt: gefrorener Joghurt, meist fettärmer als klassische Eiscreme 

Was sind die beliebtesten Eissorten?

Auch wenn jede Saison unzählige neue und teilweise kuriose Eissorten auf den Markt kommen – die beliebtesten Eissorten in Deutschland sind seit vielen Jahren die gleichen. Diese Sorten gehören zu den absoluten Klassikern: 

  1. Vanilleeis
  2. Schokoladeneis
  3. Erdbeereis
  4. Stracciatella
  5. Haselnusseis
  6. Mangosorbet
  7. Pistazieneis
  8. Zitronensorbet

Welches ist das beste Speiseeis?

Das „beste“ Eis ist Geschmackssache. Viele Genießer bevorzugen handwerklich hergestelltes Eis mit hochwertigen, natürlichen Zutaten und ohne künstliche Zusätze. In unabhängigen Tests schneiden oft italienische Gelaterien besonders gut ab.

Gut zu wissen

Manche Spitzenköche verwenden für ihr Eis Rezepte mit besonderen Zutaten wie Lavendel, Matcha-Tee oder Basilikum, die für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse sorgen.

Herkunft und Geschichte von Speiseeis

Wer hat das Speiseeis erfunden? Über diese Frage lässt sich streiten. Die Ursprünge vom Speiseeis reichen mehrere Tausend Jahre zurück: Bereits im antiken China wurden gefrorene Mischungen aus Schnee, Milch und Früchten serviert. Über Persien und die Römer kamen die ersten Rezepte nach Europa. 

Das moderne Speiseeis, wie wir es heute kennen – hergestellt aus Milch, Sahne, Zucker und Aromen und unter Rühren gefroren – wurde im 17. Jahrhundert in Italien entwickelt. Besonders in Florenz und Venedig entstanden die ersten Rezepturen. Über Frankreich fand Speiseeis schließlich den Weg an die Höfe Europas. Heute zählt Speiseeis weltweit zu den beliebtesten Desserts und ist in zahlreichen Sorten und Varianten erhältlich. 

Gut zu wissen

Das erste Eiscafé Europas eröffnete 1686 in der Pariser Innenstadt unter dem Namen „Le Procope“ und existiert noch heute.

Herstellung von Speiseeis

Speiseeis wird klassisch mit speziellen Maschinen in folgenden Schritten hergestellt: 

  1. Grundmasse herstellen: Aus Milch, Sahne, Zucker und oft Eigelb oder Bindemitteln entsteht die Basis. 
  2. Pasteurisieren:Um Keime abzutöten, wird die Masse auf ca. 85 °C erhitzt. 
  3. Aromatisieren:Je nach Rezept kommen Früchte, Vanille, Schokolade, Nüsse oder andere Zutaten hinzu. 
  4. Reifen: Die Masse ruht einige Stunden im Kühlschrank, damit sich die Aromen verbinden.
  5. Gefrieren und Rühren:In einer Eismaschine wird die Masse unter Rühren langsam gefroren. Dabei wird Luft eingeschlagen, die für die cremige Konsistenz sorgt.

Wie unterscheiden sich die handwerkliche und die industrielle Herstellung von Speiseeis?

In Eiscafés wird Speiseeis meist täglich frisch produziert. Dieses Eis enthält oft einen höheren Anteil an Milch, Sahne und natürlichen Aromen. Zudem wird im Produktionsprozess weniger Luft in die Eismasse eingeschlagen, was für einen intensiveren Geschmack sorgt. 

Industriell produziertes Eis muss mit Blick auf eine längere Haltbarkeit hergestellt werden. Daher kommen häufig Stabilisatoren und Emulgatoren zum Einsatz, um eine anhaltende und gleichbleibende Qualität sicherzustellen. Häufig wird ein höherer Luftanteil eingeschlagen, damit das Speiseeis auch nach mehreren Wochen im Gefrierschrank cremig und gut portionierbar bleibt.  

 

Gut zu wissen

Der Luftanteil im Eis kann den Genuss stark beeinflussen – handwerklich hergestelltes Eis schmeckt oft „voller“ und intensiver. 

 

Kann man Speiseeis ohne Eismaschine machen?

Du kannst Speiseeis zu Hause auch ohne Eismaschine herstellen: Die fertige Grundmasse wird dazu in eine flache Schale gefüllt und ins Gefrierfach gestellt. Damit das Eis cremig bleibt, solltest du es alle 30–60 Minuten mit einer Gabel durchrühren, bis es die gewünschte Konsistenz erreicht hat. 

Speiseeis

Nährwerte: Wie gesund ist Speiseeis?

Speiseeis enthält je nach Sorte unterschiedliche Mengen an Kalorien, Fett und Zucker. In Maßen genossen, kann es Teil einer ausgewogenen Ernährung sein. Hochwertig produziertes Eis kann zudem Eiweiß, Kalzium und – je nach Sorte – geringe Mengen Vitamine aus Früchten enthalten. Da eine Eiskugel in der Regel aber nur 60–80 Gramm hat, fallen diese Nährstoffe meist nicht ins Gewicht.  

 

Nährstoffe 

pro 100 g Vanilleeis 

Energie 

ca. 130 kcal 

Eiweiß 

ca. 3 g 

Fett 

ca. 7 g 

davon gesättigte Fette 

ca. 4 g 

Kohlenhydrate 

ca. 14 g 

Zucker 

ca. 13 g 

Kalzium 

ca. 75 mg 

Gut zu wissen

Nicht jedes Speiseeis ist gleich: Je nach Sorte und Zubereitungsart variieren der Fett- und Zuckergehalt erheblich. Zutaten wie Nüsse, Schokoladenstückchen oder Kekse steigern den Kaloriengehalt zusätzlich. Wer bewusst genießen möchte, greift zu Sorbet oder Frozen Yogurt – diese Varianten enthalten oft weniger Fett und Kalorien.

Lagerung und Haltbarkeit von Speiseeis

  • Industriell hergestelltes Speiseeis hält sich im Gefrierfach bei -18 °C mehrere Monate. 
  • Eis aus der Eisdiele kann für 1–2 Wochen im Gefrierfach gelagert werden. 

  • Selbstgemachtes Speiseeis sollte binnen 1–2 Wochen verzehrt werden, da es keine Konservierungsstoffe enthält. 

Bereits angetaute Eissorten solltest du nicht erneut einfrieren. Zum einen verändert das Wieder-Einfrieren die cremige Textur, zum anderen besteht die Gefahr, dass sich im angetauten Eis Krankheitserreger wie Salmonellen vermehren.  

 

Tipp: Lass dein Eis vor dem Servieren 5–10 Minuten antauen – so ist es besser zu essen und die Aromen entfalten sich optimal. 

Verwendungsmöglichkeiten für Speiseeis in der Küche

Speiseeis ist nicht nur pur ein Genuss! Hier ein paar leckere Verwendungsideen: 

  • als Dessert im Becher oder in der Waffel 
  • mit frischen Früchten und Sahne 

  • als Eisbecher mit Saucen und Toppings 

  • als Affogato – Vanilleeis mit heißem Espresso 

  • in Cocktails und Shakes 

  • zwischen zwei Keksen als Ice Cream Sandwich 

  • auf warmen Brownies oder Crêpes 

Speiseeis

Gut zu wissen

Speiseeis kannst du blitzschnell selbst machen: Mische pürierte Früchte mit griechischem Joghurt und etwas Honig. Friere die Masse für ca. 1 Stunde ein und genieße sie als cremigen Frozen Yogurt.

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