Weizen

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Weizen – Grundlage von Brot, Nudeln und vielem mehr

Kaum etwas ist unscheinbarer als ein Weizenkorn und doch dient es der Menschheit seit Jahrtausenden als Ernährungsgrundlage. Weizen ist eines der ältesten kultivierten Getreidearten der Welt und buchstäblich die Basis für unser täglich Brot. Es gibt verschiedene Weizenarten, zum Beispiel sogenannte Urgetreide (wie Emmer und Einkorn), die zu den ersten angebauten Varianten zählen, und der heute weit verbreitete Weichweizen, eine neuere Züchtung. Weichweizen ist Grundlage vieler Backwaren und kommt für die Herstellung von Weizenbier zum Einsatz, wohingegen Hartweizen in vielen Teigwaren (wie Nudeln) Verwendung findet. Weizen erfreut sich großer Beliebtheit und ist das in Deutschland am meisten angebaute Getreide.

Unterschieden werden zudem Winterweizen, der im Herbst ausgesät und im darauffolgenden Hochsommer geerntet wird, und Sommerweizen, der keine Vegetationsruhepause im Winter braucht und im Frühjahr gesät wird. Letztere Weizenart bringt deutlich weniger Ertrag ein.

Eine weitere Einteilung von Weizenarten richtet sich nach der Qualität der Weizenkörner. Das Bundessortenamt, zuständig für die Zulassung von Pflanzensorten, hat vier „Backqualitätsstufen“ für Weizen festgelegt:

  • Eliteweizen („E-Gruppe“)
  • Qualitätsweizen („A-Gruppe“)
  • Brotweizen („B-Gruppe“)
  • Sonstiger Weizen („C-Gruppe“)

In welche Gruppe der Weizen eingeordnet wird, hängt unter anderem von der Backqualität (Volumenausbeute beim Backen) ab. Elite- und Qualitätsweizen werden häufig verwendet, um schwächeren Weizen aufzumischen. Brotweizen eignet sich gut zum Backen und verfügt über mittelmäßige Eigenschaften, während „sonstiger Weizen“ (eher schlechte Backeigenschaften) meistens als Futtermittel für Tiere dient.

Weizen auf dem täglichen Speiseplan

Da zum Backen oft Weizenmehl Verwendung findet, liegt Weizen nicht nur Brot, sondern vielen Backwaren (herzhaft oder süß) zugrunde. Und nicht nur in unseren Frühstücksbrötchen steckt Weizen, auch in Pasta- und Pizzateig, Kuchen, Weizenkeimöl, das sowohl in der Küche als auch in der Kosmetik Verwendung findet, und vielen anderen Zutaten kann Weizen enthalten sein. Weizenstärke verleiht Gebäck eine lockere Konsistenz und macht Suppen und Soßen dickflüssiger. Weizenkeime oder -flocken peppen jedes Müsli im Handumdrehen auf, während Weizengrieß beispielsweise für die Zubereitung von Kroketten, Klößen, Pudding und Grießbrei dient.

Am häufigsten kommt wahrscheinlich Weizenmehl zum Einsatz. Es wird in verschiedenen Typen angeboten und eignet sich je nach Ausführung für unterschiedliche Zwecke. Das helle Mehl der Type 405 beispielsweise punktet mit guten Backeigenschaften, kommt insbesondere für die Herstellung von Feingebäck zum Einsatz und dient als Soßenbinder. Die Mehl-Type 550 ist dunkler und die richtige Wahl für lockere Teige. Aus Mehl der Type 1050 kannst du Teig für Pizzen und Quiches herstellen. Durch seinen kräftigeren Geschmack ist es die ideale Grundlage für Mischbrot. Darüber hinaus ist Weizenmehl als Vollkornmehl erhältlich. Letzteres zeichnet sich durch eine dunkle Farbe und festere, trockenere Konsistenz aus. Es schmeckt kräftig und nussig, wodurch es sich weniger für Kuchen, sondern vor allem für die Zubereitung von Brot und Brötchen eignet. Falls du dich doch dazu entschließt, es als Grundlage für einen Kuchenteig zu verwenden, solltest du es mit Mehl der Type 405 mischen.

In unserer REWE Rezeptwelt findest du viele Vorschläge, in denen Weizenmehl zum Einsatz kommt und die es wert sind, einmal ausprobiert zu werden, zum Beispiel: