• rewe.de
  • Jobs bei REWE

Gardinen richtig waschen: So funktioniert's

Dass wir Kleidung regelmäßig waschen und bügeln, ist für uns in der Regel selbstverständlich. Beim Thema Gardinen waschen herrscht allerdings häufig Unsicherheit: Was tun gegen Grauschleier? Welches Waschmittel ist das richtige? Und wie oft müssen Gardinen überhaupt gewaschen werden? Antworten und nützliche Tipps findest du in unserem Ratgeber.

Wie oft müssen Gardinen gewaschen werden?

Im Normalfall reicht es vollkommen aus, die Gardinen etwa alle vier Monate zu reinigen. Ist die Gardine allerdings häufiger starken Gerüchen ausgesetzt, zum Beispiel in der Nähe der Küche oder in einem Raucherhaushalt, kannst du sie auch öfter waschen. Übertreiben musst du es mit dem Waschen aber auch in solchen Fällen nicht: Um Grauschleier und hartnäckigen Gerüchen vorzubeugen, reicht auch dann ein Waschgang in jedem dritten Monat.

Wenn du in einem Singlehaushalt lebst und eine entsprechend kleinere Waschmaschine besitzt, kennst du das Problem vielleicht: Weite Vorhänge aus dickem Stoff passen möglicherweise nicht in die Wäschetrommel. Zur Erinnerung: Bei der idealen Füllmenge der Maschine sollte zwischen der Waschladung und dem oberen Rand der Wäschetrommel etwa eine Handbreit Platz bleiben. Wird die Waschmaschine zu voll beladen, fällt das Waschergebnis schlechter aus. In so einem Fall kannst du deine Gardinen zum Waschen einfach in die Reinigung bringen. Wenn deine Waschmaschine hingegen genug Raum bietet, ist der Waschgang zu Hause vollkommen ausreichend.

Wie wäscht man Gardinen richtig?

abc

Vor dem Waschgang kommt es auf die richtige Vorbereitung deiner Vorhänge an: Schüttele die Gardinen gut aus oder sauge sie ab, bevor du sie in die Waschmaschine gibst. So entfernst du groben Schmutz und Staub bereits vor der Wäsche. Achte anschließend darauf, mögliche Metallteile wie Nadeln oder Halteringe abzunehmen – diese können nach dem Waschen Rost ansetzen oder zu Rissen im Stoff führen. Kunststoffteile lassen sich hingegen in der Regel einfach mitwaschen. Hier eignet sich ein Wäschebeutel oder Kopfkissenbezug als schützende Hülle, damit umherfliegende Plastikteile die Gardinen beim Waschen nicht beschädigen.

Weiter geht es mit der richtigen Wahl von Waschmittel, Temperatur und Waschprogramm. Beachte unbedingt die Pflegehinweise an den Gardinen, um sie vor möglicher Verfärbung oder Beschädigung während des Waschgangs zu bewahren. Für das Waschen und die besondere Pflege benutzte spezielle Waschmittel für Gardinen. Beim Waschen von Gardinen unterscheidet man im Allgemeinen zwischen Natur- und Kunstfasern. Baumwolle und Leinen gehören zu den robusteren Naturfasern, die in der Regel auch mit höheren Temperaturen waschbar sind. Bei den feineren Naturfasern Seide und Wolle ist hingegen Vorsicht geboten: Du solltest sie lediglich im Feinwaschgang und auf niedriger Temperatur waschen und dafür ein Feinwaschmittel verwenden. Dasselbe gilt für die weitverbreiteten und eher empfindlichen Kunstfasern – zum Beispiel für Polyamid, Polyester und Viskose.

In der folgenden Tabelle haben wir einige gängige Stoffe für Gardinen gesammelt. Hier kannst du ablesen, welches Waschmittel, Waschprogramm und welche Temperatur sich für das jeweilige Material ideal eignet:

Material

Waschmittel

Temperatur

Waschprogramm

Baumwolle

bunt: Colorwaschmittel

weiß: Vollwaschmittel

bunt: bis 60 Grad

weiß: bis 95 Grad

Koch- oder Buntwäsche

Leinen

Feinwaschmittel

bunt: bis 40 Grad

ungefärbt: bis 60 Grad

weiß/Naturleinen: bis 90 Grad

Schonwaschgang

Polyamid

Feinwaschmittel

bis 40 Grad

Feinwaschgang

Polyester

Feinwaschmittel

bis 40 Grad

Feinwaschgang

Viskose

Feinwaschmittel

bis 40 Grad

Fein- oder Schonwaschgang

Seide

Fein- oder Seidenwaschmittel

bis 30 Grad

Fein- oder Seidenwaschgang

Wolle

Wollwaschmittel

bis 30 Grad

Woll- oder Handwäsche

Hausmittel zum Waschen von Gardinen

Wenn du deine Gardinen waschen und dabei weitestgehend auf Chemikalien verzichten möchtest, gibt es eine Reihe von gut funktionierenden Hausmitteln. Eine günstige Alternative zu chemischen Produkten ist zum Beispiel Natron: Gib einfach ein bis zwei Esslöffel Natron vor dem Waschgang in das Waschmittelfach der Maschine oder direkt in die Wäschetrommel. Bei stärkeren Verschmutzungen die Vorhänge einfach über Nacht mit einigen Löffeln Natron einweichen lassen. Der Vorteil: Natron reinigt Gardinen und andere Textilien besonders schonend und neutralisiert unangenehme Gerüche. Außerdem reinigt Natron beim Waschgang auch deine Waschmaschine mit.

Ein klassisches „Gardinenproblem“ ist der Grauschleier. Um ihn loszuwerden, eignet sich Backpulver hervorragend: Zusätzlich zum Waschmittel gibst du einfach ein bis zwei Esslöffel Backpulver in das Waschmittelfach oder direkt in die Wäschetrommel. Bei starken Verfärbungen und Grauschleier weichst du die Gardinen vor dem Waschgang über Nacht in einem Wasserbecken mit einem oder zwei Päckchen Backpulver ein. Am nächsten Tag wäschst du die Gardinen einfach wie gewohnt in der Waschmaschine. Wenn du kein Backpulver zum Einweichen im Haus hast, kannst du stattdessen auch auf Salz zurückgreifen. Mit einer ausreichend langen Einwirkzeit funktioniert das Aufhellen mit Salzwasser genauso gut.

Auch für Weichspüler gibt es eine natürliche Alternative: Um die Gewebefasern im Gardinenstoff zu glätten, gibst du einfach etwas milden Haushaltsessig mit etwa fünf Prozent Säuregehalt mit in die Wäschetrommel oder in die Weichspülkammer der Maschine. Empfehlenswert ist eine Menge von etwa 30 bis 60 Millilitern. Der Essig frischt verblasste Farben wieder auf und macht die Vorhänge schön geschmeidig. Aber Vorsicht: Zu viel oder zu hoch konzentrierter Essig kann das genaue Gegenteil bewirken und empfindliche Farbstoffe angreifen. Damit das nicht geschieht, solltest du auf keinen Fall Fruchtessig oder hoch konzentrierte Essigessenz verwenden.

Gardinen richtig trocknen und aufhängen

abc

Wenn du dir den Zeit- und Arbeitsaufwand des Bügelns sparen möchtest, hilft ein einfacher Trick: Hänge die nassen Gardinen möglichst schnell nach dem Waschgang zum Trocknen auf. Durch das eigene Gewicht zieht sich der nasse Stoff in die Länge und die Gardinen werfen keine Falten. Bei leichten Vorhängen, die nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen, erzielst du denselben Effekt, indem du ein paar Wäscheklammern am unteren Saum befestigst. Nach dem Trocknen auf der Wäscheleine oder dem Trockengestell kannst du eventuelle Falten immer noch ausbügeln – meistens ist das aber gar nicht mehr notwendig. Eine verlockende, aber nicht empfehlenswerte Idee: die Vorhänge einfach im Wäschetrockner trocknen. Davon solltest du unbedingt absehen, da empfindliche Stoffe beim maschinellen Trocknen Schaden nehmen können. Außerdem bekommst du es nach dem Trocknen mit hartnäckigen Knitterfalten zu tun.

FAQ