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Gemüse

Bio-Siegel

Steht "bio" drauf, muss auch bio drin sein. Am einfachsten erkennt man Bio-Lebensmittel am grünen Bio-Siegel der EU, das auf so gut wie jeder Verpackung abgedruckt ist, die mit den Begriffen "bio", "öko" oder "aus kontrolliert biologischem Anbau" wirbt. Daneben gibt es weitere Bio-Siegel, z. B. von Naturland, Demeter oder Bioland, die weitaus strengere Bio-Richtlinien erfüllen, als die von der EU-Öko-Verordnung vorgegebenen.

Die beliebtesten Bio-Siegel im Überblick

  • EU-Bio-Siegel
  • Naturland
  • Bioland
  • Deutsches Bio-Siegel
  • Demeter
Bio-Siegel der EU

Kriterien für das Bio-Siegel

Ein grünes Rechteck mit zwölf weißen Sternen, die zu einem Blatt angeordnet sind: Daran erkennt man das EU Bio-Siegel auf einen Blick. Wirbt ein Lebensmittel mit den Begriffen "bio" oder "öko", trägt es in der Regel auch dieses Bio-Siegel. Muss es aber nicht. Die Begriffe "bio" oder "öko" reichen aus, damit sich ein Lebensmittel bei unabhängigen Öko-Kontrollstellen zertifizieren lassen muss. Mindestens einmal im Jahr wird geprüft, ob die festgelegten Kriterien auch eingehalten werden.

Wer mit den Begriffen "bio" und "öko" wirbt, muss u. a. folgende Kriterien der EU-Öko-Verordnung erfüllen:

  • Verzicht auf chemische Pflanzenschutz- und Düngemittel
  • Begrenzte Anzahl von Tieren pro Hektar (z.B. 2 Milchkühe, 5 Mastkälber, 14 Mastschweine, 580 Masthühner oder 230 Legehennen)
  • artgerechte Tierhaltung (z.B. ausreichend Platz, Rückzugsmöglichkeiten, angepasstes Stallklima)
  • biologische Futtermittel
  • Antibiotika nur für medizinische Zwecke
  • Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen

Neben dem Bio-Siegel der EU tragen einige Verpackungen noch das deutsche sechseckige Bio-Zeichen.

So erkennst du Bio-Produkte

Gerade bei unverpackten Lebensmitteln ist die Erkennung ob bio oder nicht manchmal nicht ganz einfach. Oft wird "Bio" durch die Präsentation vorgetäuscht, doch ein paar Federn am Ei oder die Aufbewahrung von Äpfeln im Weidenkorb sind noch lange kein sicheres Indiz.

  • Im Supermarkt oder Discounter erkennst du verpackte Bio-Lebensmittel auf den ersten Blick durch das EU Bio-Siegel. Bei losen, nicht verpackten Waren muss die Öko-Kontrollstellennummer sichtbar sein. Du findest sie z. B. auf den Preisschildern. Alternativ kannst du bei den Verkäuferin/innen nach der Kontroll-Bescheinigung fragen.
  • Für Händler auf dem Wochenmarkt, die ihre Ware lose in Kisten oder Körben anbieten, gelten die gleichen Vorschriften, wie für die unverpackten Lebensmittel im Supermarkt.
  • Laut EG-Öko-Verordnung lassen folgende Begriffe zuverlässig auf ökologischen Ursprung schließen: öko, ökologisch, bio, biologisch, aus kontrolliert biologischem/ökologischem Anbau, organic

Bio-Siegel von Bioland, Demeter & Naturland

Die Kriterien der EU sind Mindeststandards an Bio-Lebensmittel.

Wer mehr bio möchte, sollte auf die Bio-Siegel von Naturland, Demeter und Bioland achten. Besonders was die Tierhaltung angeht, haben sie die Nase vorn und stellen strengere Anforderungen ans Futter oder bieten Tieren mehr Platz und Auslauf.

Dahinter steckt kein Bio: Vorsicht bei diesen Begriffen

Steht "bio", "öko" oder "biologischer/ökologischer Anbau" auf der Packung, muss das Produkt den Richtlinien der EU-Öko-Verordnung entsprechen.

Es gibt jedoch einige Begriffe, die in eine ähnliche Richtung gehen, aber nichts mit "bio" zu tun haben. Sei vorsichtig, wenn du auf Produkten Hinweise wie:

  • aus integriertem Anbau
  • aus integriertem Pflanzenanbau
  • aus kontrolliertem Anbau
  • naturnah
  • alternativ
  • natürlich

liest. Diese Produkte entsprechen höchstwahrscheinlich nicht den Bio-Kriterien.

Weitere Infos zu den Bio-Siegeln

Naturland

Die Kriterien für Lebensmittel mit dem Naturland-Siegel gehen über die EU-Öko-Verordnung für Bio-Siegel hinaus. Vom Anbau bis zum Handel werden sie von detaillierten Richtlinien begleitet. Neben Lebensmitteln können auch Holzprodukte und Textilien mit dem Naturland-Siegel gekennzeichnet werden. Auch viele unserer REWE Bio Produkte tragen zusätzlich das Naturland-Siegel und übertreffen damit den gesetzlichen Bio-Standard.

Bioland

Das System des Anbauverbandes besteht seit 1978 und geht ebenfalls über die Kriterien der EU-Öko-Verordnung hinaus. Es basiert auf einem geschlossenen Betriebskreislauf, bei dem unter anderem viel Wert auf langfristige Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit gelegt wird. Bei Bioland wird außerdem viel Wert auf Regionalität und eine artgerechte Tierhaltung gelegt. So dürfen z. B. Tiertransporte maximal vier Stunden dauern und 200 Kilometer nicht überschreiten. Legehennen muss ständiger Auslauf gewährt sein.

Deutsches Bio-Siegel

Seit 2001 besteht das sechseckige Deutsche Bio-Siegel. Lebensmittel, die dieses tragen, sind frei von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Farbstoffen. Bei der Tierhaltung ist der Einsatz von Antibiotika stark begrenzt.

Demeter

Die Kriterien der biologisch-dynamischen Landwirtschaft gehen auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurück. Der strengste Anbauverband Deutschlands agiert seit 1928 und ist damit der älteste. Langfristige Bodenfruchtbarkeit soll durch selbst hergestellte Präparate aus Heilpflanzen, Mineralien und Mist garantiert werden. Neben Lebensmitteln kann auch Kleidung und Kosmetik das Demeter-Siegel tragen.