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Ungeziefer im Haus erkennen und bekämpfen

Maus.

Flöhe, Milben, Käfer und Co. – bei Ungeziefer im Haus sollten Mieter und Hauseigentümer schnell handeln, um Möbel, Vorräte und die eigene Gesundheit zu schützen. Unser Ratgeber gibt nützliche Tipps, wie du verschiedene Schädlingsarten erkennst, bekämpfst und einem Befall vorbeugst.

Ungeziefer erkennen

Ungeziefer im Haus richtig zu bestimmen, erfordert meist einen genauen Blick. Manche Anzeichen für einen Befall passen zu verschiedenen Schädlingen. Damit du den Kreis der Verdächtigen enger ziehen kannst, haben wir mögliche Anzeichen für einen Schädlingsbefall zusammengetragen. Bist du bei der Bestimmung dennoch unsicher, kann ein professioneller Schädlingsbekämpfer die lästigen Tiere genau bestimmen und die richtigen Gegenmaßnahmen einleiten.

  • Vorratsschädlinge wie Kornmotten, Brotkäfer und Mäuse erkennst du zum Beispiel an Fraßspuren, Larven oder – im Fall von Mehlmotten und anderen Insekten – anhand eines feinen Gespinstes auf den betroffenen Lebensmitteln.
  • Ameisen bilden die charakteristischen und auffälligen Ameisenstraßen, sobald sie eine neue Nahrungsquelle entdeckt haben. Wenn du in der Wohnung nicht nur vereinzelte Tiere, sondern Mengen von Ameisen entdeckst, solltest du dringend etwas gegen die Krabbler unternehmen.
  • Deine Lebensmittel riechen süß und schmecken bitter? Hier können Lebensmittelmilben am Werk sein.
  • Wenn du dich regelmäßig nach dem Aufstehen unausgeruht fühlst, deine Augen tränen und du häufig husten musst, können Hausstaubmilben in deinem Bettzeug und in der Matratze die Ursache sein.
  • Einen Befall durch Bettwanzen und Flöhe wirst du recht schnell anhand von benachbarten, juckenden Biss- oder Stichwunden auf der Haut bemerken. Bei Kopfläusen konzentriert sich der Juckreiz auf die Kopfhaut.

Ungeziefer kann sich auf verschiedenen Wegen ins Haus eingeschlichen haben: Auf der Suche nach Nahrung und Wärme haben Schädlinge ihre eigenen Taktiken entwickelt – oder sie werden unbeabsichtigt vom Menschen eingeschleppt. Zum Beispiel bringst du verschiedene Mottenarten wie die Mehlmotte mit dem Lebensmitteleinkauf selbst ins Haus. Andere Schädlinge wie die Bettwanze reisen gerne als blinde Passagiere aus dem Urlaub mit. Auch Holzschädlinge sind mit etwas Pech bereits beim Kauf in Möbeln, Pflanzen oder Bauholz vorhanden. Mücken, Kleidermotten und anderes Ungeziefer findet seinen Weg stattdessen über geöffnete Fenster.

Heimische Ungezieferarten

Sie fliegen, sie krabbeln, sie fressen, sie stechen: Ungeziefer im Haus kommt in ganz unterschiedlichen Größen und aus verschiedenen Teilen des Tierreichs. Hier erfährst du mehr über gängige Ungezieferarten und ihr Schadenspotenzial. Los geht es mit den kriechenden Schädlingen aus dem Reich der Insekten:

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Die meisten Ameisenarten sind keine Schädlinge. Im Gegenteil: Sie halten den Garten sauber und tragen zu einem gesunden, nährstoffreichen Gartenboden bei. Es gibt allerdings auch Schädlinge unter den Ameisen, die feuchtes, verbautes Holz abbauen, Elektrogeräte beschädigen oder Krankheitserreger transportieren. Zu Ihnen gehört etwa die Pharaoameise oder die glänzendschwarze Holzameise. Was du gegen Ameisen im Speziellen tun kannst, erfährst du in unserem Ratgeber Hausmittel gegen Ameisen.

Holzschädlinge wie der Holzkäfer oder der gemeine Nagekäfer („Holzwurm“) fressen sich durch Möbel, Gebälk und andere Objekte aus Holz. Viele Holzschädlinge kannst du nachts fressen hören – auch Ansammlungen von Holzpulver auf dem Boden sind charakteristisch.

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In unseren Breitengraden lebt außerdem eine Vielzahl von verschiedenen Käfern. Der Brotkäfer etwa gehört zur Familie der Nagekäfer und hat es auf Backwaren, Gewürze und andere Lebensmittel abgesehen. Zur selben Familie gehört der Messingkäfer, der als Materialschädling vor allem Textilien befällt. Auch der Kornkäfer macht seinem Namen alle Ehre, indem er mit Vorliebe Getreide aller Art vertilgt.

Als Kakerlaken (oder Küchenschaben) bezeichnet man mehrere Arten von Schaben. In Deutschland kommen vor allem die Deutsche Schabe und die gemeine Küchenschabe vor. Als Allesfresser verzehren die Insekten jedes organische Material. Ihre Ausscheidungen, Haut, und Speichel können allergische Reaktionen hervorrufen sowie Asthma und Ekzeme verursachen.

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Bei den grau-braunen Kellerasseln handelt es sich nicht um Schädlinge, da von ihnen keinerlei Gefahr ausgeht. Viele Menschen ekeln sich jedoch vor den wuseligen Umtrieben der Insekten und möchten sie ungern in den eigenen vier Wänden haben.

Einzelne Silberfische leben mehr oder weniger sichtbar in jedem Haushalt. Erst wenn die Tiere mit den silbrig glänzenden Schuppen in großen Mengen auftreten, werden sie als Material- und Hygieneschädlinge zum Problem: Sie verunreinigen stärke- und zuckerhaltige Lebensmittel und können Tapeten sowie Buchseiten zersetzen.

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Wer bei Spinnen an giftige und schmerzhafte Bisse denkt, kann in Deutschland aufatmen: Die heimischen Arten sind vollkommen ungefährlich und bedrohen weder die Gesundheit noch Baustoffe. Trotzdem sind die nützlichen Tiere für Phobiker ein echtes Problem. Die Angst vor Spinnen ist für viele Menschen eine größere Belastung als so manche körperliche Erkrankung.

Andere Schädlinge wie Mehlmotten oder Fruchtfliegen bewegen sich in der Luft fort und legen ihre Larven bevorzugt in unseren Lebensmitteln ab. Sie gelten deshalb vor allem als Vorrats- und Hygieneschädlinge und sollten zeitnah entfernt werden, um einem umfassenden Befall vorzubeugen:

Bei den Motten herrscht eine große Artenvielfalt. Hier gibt es Vorratsschädlinge wie die Mehlmotte oder die Dörrobstmotte, deren Larven verschiedene Lebensmittel ungenießbar machen. Andere Arten, wie die Kleidermotte, fressen gerne Wolle und andere Textilien aus Naturfasern an. Wie du Motten in der Küche zuverlässig loswirst, verrät dir unser Ratgeber.

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Da sie sich gerne auf Verfaultem, Ausscheidungen und Wunden niederlassen, schleppen Hausfliegen eine Vielzahl von Krankheitserregern ins Haus. Die kleineren Fruchtfliegen fühlen sich von süßlichen Gerüchen, etwa altem Obst, angezogen, sind aber weniger als Träger von Krankheitserregern bekannt.

Aus dem Kreis der Säugetiere kommen fast ausschließlich Mäuse und Ratten als Ungeziefer im Haus vor. Warum die niedlichen und klugen Nager ein Problem darstellen, erfährst du hier:

Mäuse knabbern an Lebensmitteln, Kartons und Textilien. Über ihren Kot verbreiten sie außerdem teils gefährliche Krankheitserreger wie das Hantavirus oder Salmonellen

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Ähnlich wie Mäuse verbreiten auch Ratten gefährliche Krankheiten und befallen verschiedene Lebensmittel. Die häufigsten Arten in Deutschland sind die Wanderratte und die Hausratte. Letztere gilt als gefährdet und steht daher unter Naturschutz. Um sie auf legale und tierfreundliche Art und Weise loszuwerden, solltest du unbedingt einen Fachmann zurate ziehen.

Blutsaugende Insekten wie Läuse, Flöhe und Wanzen sind mehr als nur unangenehm: Ihre Stiche und Bisse erzeugen einen lästigen Juckreiz und veranlassen uns zu intensivem Kratzen. Über die aufgekratzten Stellen können wiederum andere Krankheitserreger leicht in den Körper eindringen und weitere gesundheitliche Schäden verursachen.

  • Auf Läuse können wir im Haushalt gerne verzichten. Ausgewachsene Kopfläuse werden etwa drei Millimeter groß und stechen ihren Wirt bis zu sechsmal am Tag. Für das körperliche und seelische Wohlbefinden sollten die Gesundheitsschädlinge dringend entfernt werden.
  • Dasselbe gilt für Flöhe. Die stechenden Parasiten werden zwischen 1,5 und 4,5 Millimetern groß. Einige Floharten können ihrem Wirt bis zu fünfzehnmal mehr Blut abzapfen, als sie selbst wiegen.
  • Mit einer Größe von 3,8 bis 5,5 Millimetern sind die bissigen Bettwanzen gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die behaarten Schädlinge haben eine rotbraune Färbung und benötigen alle drei bis sieben Tage frisches Blut als Nahrung.

Zum kleinsten Ungeziefer im Haus gehören die Hausstaubmilben. Sie sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ihre Ausscheidungen rufen bei Hausstauballergikern jedoch Symptome hervor, die an eine Erkältung erinnern – zum Beispiel Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und tränende Augen.

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Auf Läuse können wir im Haushalt gerne verzichten. Ausgewachsene Kopfläuse werden etwa drei Millimeter groß und stechen ihren Wirt bis zu sechsmal am Tag. Für das körperliche und seelische Wohlbefinden sollten die Gesundheitsschädlinge dringend entfernt werden.

Dasselbe gilt für Flöhe. Die stechenden Parasiten werden zwischen 1,5 und 4,5 Millimetern groß. Einige Floharten können ihrem Wirt bis zu fünfzehnmal mehr Blut abzapfen, als sie selbst wiegen.

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Mit einer Größe von 3,8 bis 5,5 Millimetern sind die bissigen Bettwanzen gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. Die behaarten Schädlinge haben eine rotbraune Färbung und benötigen alle drei bis sieben Tage frisches Blut als Nahrung.

Zum kleinsten Ungeziefer im Haus gehören die Hausstaubmilben. Sie sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Ihre Ausscheidungen rufen bei Hausstauballergikern jedoch Symptome hervor, die an eine Erkältung erinnern – zum Beispiel Husten, Schnupfen, Kopfschmerzen und tränende Augen

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Ungeziefer bekämpfen

Je nach Stärke des Befalls kannst du versuchen, das Ungeziefer in Haus und Wohnung mit Hausmitteln zu bekämpfen. Helfen diese Mittel nicht, kannst du zu chemischen Insektiziden greifen oder einen professionellen Schädlingsbekämpfer zurate ziehen. Im Folgenden findest du einen Überblick über verschiedene Hausmittel und gegen welches Ungeziefer sie wirken. 

Ungezieferart

Bekämpfungsmethode

Ameisen, Kakerlaken, Silberfische

mit einem Natron-Zucker-Gemisch füttern

Holzschädlinge

mit Eicheln herauslocken, diese anschließend entsorgen 

Käfer

Blumentopf mit Holzwolle füllen und mit dem Loch nach oben als Käferfalle aufstellen

Kellerasseln

Backpulver ausstreuen

Spinnen, Mäuse, Ratten

Ultraschall-Stecker anbringen

Motten

Schlupfwespen im Vorratsschrank einsetzen (im Baumarkt, Fachhandel und online erhältlich)

Fliegen

offene Flaschen mit Zuckerwasser als Fallen aufstellen

Läuse, Flöhe

Wasser-Essig-Mischung (2:1) in die Haare einarbeiten bzw. auf das Fell von Haustieren sprühen

Bettwanzen

im Sommer Matratze und Bezüge für mehrere Stunden in die Sonne stellen (30 Grad erforderlich)

Zusätzlich zu unseren Beispielen gibt es für viele Schädlinge ein passendes Repellent. Dabei handelt es sich meist um Duftstoffe, die Mehlmotten, Ameisen und andere Schädlinge vertreiben. Viele Repellents wie Teebaumöl, Lavendel oder Chilipulver sind günstig zu erwerben oder ohnehin im Haushalt vorhanden. Insofern sind sie immer ein guter Anfang beim Bekämpfen von Schädlingen.

Repellents und andere Hausmittel sind zwar oft tierfreundlich und umweltschonend – in manchen Fällen kommst du aber nicht um die professionelle Hilfe eines Kammerjägers herum. Kontaktiere unbedingt einen Schädlingsbekämpfer, wenn

  • der Befall durch Schädlinge plötzlich und stark einsetzt.
  • du die Ursache für den Befall nicht findest.
  • deine Gesundheit oder die deiner Familie bedroht ist (Allergien, Schlafmangel, Biss- und Stichwunden).

Einige Schädlinge, etwa die Bettwanze, sind extrem schwer zu bekämpfen. Ohne das passende Equipment halten sich die Tiere über lange Zeit in deinem Zuhause auf, was für die Betroffenen auch psychischen Stress bedeutet. Wenn du es mit mehr als nur vereinzelten Mehlmotten oder Fruchtfliegen zu tun hast, solltest du dir zeitnah von einem Schädlingsbekämpfer helfen lassen.

Ungeziefer vorbeugen

Zur Vorbeugung von Ungeziefer im Haus reichen meist ein paar einfache Maßnahmen. Außerdem gut zu wissen: Wenn du den Befall durch Schädlinge nicht durch eigene Fahrlässigkeit verursacht hast, ist dein Vermieter zur Bezahlung eines Kammerjägers verpflichtet. Am besten befolgst du die folgenden Regeln, damit Ungeziefer im Haus von vornherein keine Chance hat:

  • Das trockene und kühle Lagernvon Lebensmitteln beugt vielen Schädlingen vor – auch außerhalb des Kühlschranks. Nutze dicht verschlossene Gläser, Flaschen und Kunststoffbehälter statt Papier- und Plastiktüten.
  • Versuche, deinen Lebensmittelvorrat klein zu halten. Kaufe lieber regelmäßig kleine Mengen ein. Das macht deine Vorratsräume weniger attraktiv für Ungeziefer und vermindert den Wert der Nahrung, die du bei einem Befall unbedingt entsorgen musst.
  • Vermeide leicht zugängliche Lebensmittel, zum Beispiel Essensreste oder frei stehende Biomülleimer. Wische Esstische und Arbeitsoberflächen nach jeder Benutzung ab, um Krümel und andere kleine Essensreste zu entfernen. Auch Futternäpfe müssen häufig abgespült werden und sollten nicht permanent gefüllt sein.
  • Mache es Schädlingen schwer, in die Wohnung zu gelangen. Verwende dazu Fliegengitter und suche im Frühling die Wände nach Ritzen und Löchern ab. Mit Spachtelmasse lassen sich die versteckten Hauszugänge schnell verschließen.
  • Gerade Insekten zieht es an feuchte und warme Orte, wo sie ideale Bedingungen für den Nachwuchs vorfinden. Tägliches Stoßlüften hilft, die Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur auf einem gesunden Niveau zu halten. Das gilt besonders für Küche und Bad.
  • Verschiedene Duftstoffe (Repellents) wie Lavendel, Zimt oder Lorbeeren kannst du auch zur Vorbeugung verwenden – etwa im Vorrats- oder Kleiderschrank. Diese werden von Schädlingen gemieden.
  • Kleidermotten ernähren sich nicht nur von natürlichen Textilfasern, sondern auch von organischen Abfällen darauf. Damit sie nicht von Hautschüppchen und Haaren angelockt werden, bewahrst du am besten nur frisch gewaschene Wäsche im Kleiderschrank auf.

FAQ

  • Wo kommen Silberfische her?

    Durch offene Türen, Fenster und durch Abflussleitungen kommen Silberfischchen ins Haus – am liebsten in Küchen und Badezimmer.

  • Wer trägt die Kosten für den Kammerjäger?

    Bei einem Befall durch Ungeziefer im Haus ist der Vermieter verpflichtet, einen professionellen Schädlingsbekämpfer zu bezahlen. Eine Ausnahme liegt vor, wenn du die Tiere durch fahrlässiges Verhalten selbst zu verschulden hast. Das muss der Vermieter im Streitfall allerdings beweisen.

  • Wo treten Schädlinge und Ungeziefer am häufigsten auf?

    Schädliche Insektenarten fühlen sich in warmen und feuchten Umgebungen wohl. Deshalb gehören Küche und Bad zu den am häufigsten heimgesuchten Räumen der Wohnung. Lebensmittelvorräte ziehen ebenso Schädlinge aller Art an – deshalb sind neben der Küche auch die Speisekammer und Vorratsschränke beliebte Ungeziefer-Hotspots.

  • Welchen Schaden können Ungeziefer und Mäuse anrichten?

    Gesundheits- oder Hygieneschädlinge wie Schaben und Fliegen gefährden die Gesundheit, indem sie gefährliche Krankheiten und Parasiten übertragen. Vorratsschädlinge wie Mäuse oder Mehlmotten fressen und verunreinigen hingegen Lebensmittel – diese bedrohen beim Verzehr ebenfalls die Gesundheit von Menschen. Unter die Materialschädlinge fällt Ungeziefer wie der Holzkäfer und manche Ameisen, die es auf Baumaterialien, Textilien und andere Stoffe abgesehen haben. Mäuse sind hierbei echte Allrounder – im negativen Sinne! Sie verbreiten Krankheitserreger, vertilgen und verschmutzen Lebensmittelvorräte und bauen ihre Nester unter anderem in Hohlräumen und Kabelkanälen.