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Edipeel - Schutzhülle für Obst und Gemüse

Schutzhülle für Obst & Gemüse

Doppelt so lang frisches Obst & Gemüse: So revolutioniert eine Schutzhülle aus den USA den Weltmarkt

Rund eine Billion US-Dollar – das ist der erschreckende Wert aller Lebensmittel, die jedes Jahr weltweit auf dem Müll landen. Ungefähr ein Drittel der gesamten Produktion. Doch damit nicht genug. Betrachtet man diesen Wert genauer und wirft einen Blick auf die Kategorie “Obst & Gemüse”, stellt man fest, dass hier sogar in etwa die Hälfte entsorgt wird. Ein Start-up aus Kalifornien will damit jetzt Schluss machen – mit einer Schutzhülle für Obst und Gemüse, die den natürlichen Reifeprozess und Verfall verlangsamt.

Lebensmittel im Wert von einer Billion US-Dollar – umgerechnet rund  800 Millionen Euro  – werden jährlich weggeworfen. Und das Wegwerfproblem kennt jeder im Kleinen auch von zuhause: Gerade waren Erdbeeren, Zitronen, Avocados und Bananen noch frisch, kurz darauf sind sie von braunen Flecken oder sogar Schimmel übersät.

Liegt das nicht an der falschen Lagerung der Lebensmittel (wie man sie richtig lagert, lesen Sie hier), ist häufig ein anderes Übel die Ursache: Bevor Obst und Gemüse im Supermarkt landen, haben sie oft schon einen sehr langen Weg hinter sich. Währenddessen schreitet der Reifeprozess voran, auch wenn er durch Kühlung in Überseecontainern und LKW verzögert wird. Endlich angekommen beim Händler, sind Obst und Gemüse oft schon an der Grenze zur Überreife und müssen schnell verkauft und verzehrt werden, bevor sie faulen. Hinzu kommt, dass der Kühl- und Lagerprozess von Lebensmitteln extrem teuer ist.

James Rogers, Wissenschaftler an der University of California, hatte für die Lösung genau dieses Problems eine revolutionäre Idee: Zusammen mit anderen Wissenschaftlern entwickelte er “Edipeel”, eine Beschichtung für Obst und Gemüse, die es doppelt so lange haltbar macht.

Der Clou: “Edipeel” ist unsichtbar, geschmacksneutral, essbar und wird aus rein pflanzlichen Stoffen produziert. Genauer gesagt aus Pflanzenabfällen, die beispielsweise bei der Weinproduktion anfallen. Das können etwa Kerne, Stiele oder auch Schalen sein. Einmal aufgetragen, reguliert diese natürliche Schutzhülle nicht nur, wie viel Sauerstoff von außen an das Obst und Gemüse gelangt, sondern auch, wie viel Kohlenstoffdioxid und Wasser austreten. Beide Faktoren beeinflussen wesentlich, wie schnell beispielsweise eine Banane heranreift und zu faulen beginnt. Dank des idealen Mikroklimas, das so in der Frucht oder im Gemüse entsteht, halten diese deutlich länger, als wenn sie einfach nur gekühlt transportiert und gelagert werden. Die Konsequenz: Es muss wesentlich weniger weggeworfen werden als bisher. Außerdem sind viel weniger Chemikalien nötig, ein weiterer Pluspunkt für Mensch und Umwelt.

Das Auftragen von “Edipeel” ist denkbar leicht: Das Pulver wird mit Wasser vermischt und anschließend über das Obst und Gemüse gespritzt. Die Zusammensetzung von “Edipeel” ist übrigens nicht immer gleich – je nach Lebensmittel variiert sie von Mischungen für Zitrusfrüchte bis hin zu solchen für Avocados.

Dass die Idee von James Rogers riesiges Potential hat, ist Investoren im Silicon Valley nicht entgangen. Rogers Start-up “Apeel Sciences” hat mittlerweile 82 Mitarbeiter und 42 Millionen Dollar Wagniskapital angesammelt. Zugelassen ist die innovative Schutzhülle inzwischen in den USA, Peru, Chile, Mexiko, China und Japan. Noch im April erwartet James Rogers die Zulassung für den europäischen Markt. Eine tolle Chance wäre das auch für Deutschland, denn bundesweit landen pro Jahr nach Angaben des WWF rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll.

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