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Sieben Life Hacks aus der Küche

Life Hacks sind das, was früher als Omas Haushaltstipps bezeichnet wurde: kleine Tricks, die das Leben leichter machen. Entdecken Sie unsere Favoriten und warum sie funktionieren:

1. Zimmerwarme Getränke schnell abkühlen

Bier Hlen

Draußen ist es heiß – jetzt ein kaltes Getränk! Was aber machen, wenn man vergessen hat Limo, Fassbrause oder Bier in den Kühlschrank zu stellen? Ein einfacher Trick sorgt dafür, dass die Getränke schnell angenehm kühl sind. Alles, was Sie dafür benötigen, sind Eiswürfel und Salz: 330 g Salz für 1 Liter Eiswürfel, wenn wir es mal ganz genau nehmen. 

Was passiert? Unter normalen Umständen löst sich Kochsalz in Wasser auf – ein Vorgang, der Energie benötigt, die der Umgebung entzogen wird. Nimmt man statt Wasser Eiswürfel, kühlt die Umgebung noch effektiver ab, da das Eis zum Schmelzen auch Energie benötigt. Schon steht einem kühlen Bier am Strand nichts mehr im Weg. Am besten klappt der Hack, wenn Sie die Eiswürfeln gut mit dem Salz mischen. Sind die Eiswürfel einmal geschmolzen, ist der kühlende Effekt allerdings auch vorbei.

2. Marshmallows im Zucker verhindern Klumpen

Marshmallows in Zuckerpackung

Bei weißem Zucker ist es oft nicht so schlimm, aber besonders brauner Zucker neigt dazu, Klumpen in der Zuckerdose oder -tüte auszubilden. Ursache ist dafür meist Feuchtigkeit aus der Umgebung. Um ein Verklumpen zu verhindern, können Sie einfach 2-3 Marshmallows zum Zucker geben. Die Marshmallows nehmen die Flüssigkeit auf und der Zucker bleibt trocken und rieselfähig. 

Ähnlich funktioniert es, wenn man trockenen Reis zum Zucker gibt – auch er kann Feuchtigkeit wunderbar aufnehmen. Reiskörner in der Zuckerdose haben allerdings einen entscheidenden Nachteil: Bevor man den Zucker zum Backen aus der Dose holt, muss der Zucker gesiebt werden, damit der Kuchen nicht aus Versehen mit den harten Körnchen gebacken wird. Marshmallows hingegen lassen sich leicht entfernen und sind außerdem geschmacklich dem Zucker sehr nahe, sodass der Zucker kein fremdes Aroma annimmt. 

3. Rotwein im Mixer "atmen" lassen

EW KitchenHacks Rotwein Rdk Ail

Auf den ersten Blick ein Sakrileg: Der gute Rotwein wird in den Mixer gegossen und für eine kurze Zeit auf höchster Stufe durchgeschüttelt. Warum bloß?, fragt sich wohl mancher Weinliebhaber und schüttelt ungläubig den Kopf. Was steckt also dahinter?

Der Geschmack mancher Weine wird angenehmer, wenn die Weine eine gewisse Zeit mit Sauerstoff in Kontakt kommen können. Der Sauerstoff reagiert mit den enthaltenen Gerbstoffen und Säuren und der Wein kann sein Aroma bestens entfalten. Besonders bei jungen Weinen, die nicht schon mehrere Jahre der Reife auf dem Buckel haben, bietet sich das Karaffieren an. Dabei wird der Wein meist in bauchige Flaschen umgefüllt, geschwenkt und einige Zeit stehen gelassen. Im Mixer wird dieser Prozess einfach nur abgekürzt. Durch das schnelle Wirbeln kommt der Wein in kürzester Zeit mit ausreichend Sauerstoff in Berührung. Erfunden hat diese Methode der promovierte Mathematiker und Physiker Nathan Myhrvold, Autor des Buches Modernist Cuisine, in dem Kochen und Nahrungszubereitung von einer sehr wissenschaftlichen Seite betrachtet werden. Kleiner Tipp: Zum Servieren sollten Sie den Wein wieder in eine Flasche oder Karaffe füllen!

4. Mit Zeitungspapier Gerüche aus Dosen entfernen

Zeitungspapier in Brotdose

Wer jeden Tag sein Essen in Plastikbehältern mit in Schule, Uni oder Büro nimmt, kennt das Problem: In den teilweise sehr rauhen Innenflächen der Dosen lagern sich nach dem Spülen kleinste Wassertropfen an, in denen sich die Geruchspartikel der letzten Mittagsmahlzeit lösen. Besonders wenn die Plastikdosen nach dem Spülen mit geschlossenem Deckel gelagert werden, setzen sich unangenehme Gerüche hartnäckig fest. Um dies zu verhindern, können Sie einen Bogen Zeitungspapier zusammengeknüllt oder gefaltet in die Behälter legen. Das dünne Zeitungspapier zieht die Feuchtigkeit aus dem Plastik und die Dosen bleiben frisch und geruchsfrei.

5. Kerze gegen "Zwiebeltränen"

Kerzen gegen Zwiebeltränen

Kommen Ihnen beim Kochen auch oft die Tränen? Wahrscheinlich dann, wenn es mal wieder Zwiebelsuppe gibt. Beim Schneiden einer Zwiebel werden nämlich deren Zellwände zerstört und dadurch kommt es zu einer chemischen Reaktion, bei der Thiopropanal-S-Oxid entsteht. Diese Verbindung steigt bis zu den Augen hoch und bringt uns zum Weinen. Wie man die lästigen Tränchen beim Zwiebelschneiden verhindert, darüber kursieren viele Tricks und Gerüchte. Leider funktionieren die meisten allerdings nicht. 

Idiotensicher ist eigentlich nur die Taucherbrille – aber wer hat schon in der Küche immer eine Taucherbrille parat? Ein andere Methode ist es, eine Kerze anzuzünden und möglichst nahe ans Geschehen zu stellen. Die Flamme hilft, das Thiopropanal-S-Oxid zerfallen zu lassen. Allerdings wird dabei meist nicht alles aus der Luft entfernt und ein bisschen Wasser kann uns noch in die Augen steigen. Aber so stehen wir dann zumindest nicht mit Elefantentränen vor unseren Gästen, sondern müssen nur ein paar kleine Tränchen verdrücken.

6. Rosine bringt schalen Sekt zum Perlen

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Von der Geburtstagsfeier steht noch eine Flasche Sekt im Kühlschrank? Wunderbar denken Sie und stellen dann betrübt fest, dass der Sekt gar nicht mehr perlt. Was tun? Für den Abfluss ist der Schaumwein eigentlich zu Schade. Ein alter Trick: einfach eine oder zwei Rosinen mit dem schalen Sekt in ein Glas geben. Warum das funktioniert? Dafür gibt es zwei Erklärungen:

Zum einen kann der in der Rosine enthaltene Zucker mit den Heferesten im Sekt reagiern und somit neue Kohlensäure-Bläschen bilden. Einen ähnlichen Effekt hätte es übrigens, wenn man einfach Zucker in den Sekt kippen würde. Zucker sorgt allerdings nur sehr kurzfristig für eine schöne Perlage und verfälscht den eigentlichen Geschmack des Sektes.   

Ein anderer Erklärungsansatz nimmt die raue Oberfläche der Rosine in den Fokus. Hochwertige Sekt- und Champagnerflöten haben unten im Glas eine kleine, aufgeraute Stelle, die auch Moussierpunkt genannt wird. Man erkennt sie daran, dass nach dem Eingießen die Bläschen an ihr in einer ordentlichen Reihe nach oben aufsteigen. Eine schrumpelige Rosine hat im Sekt einen ähnlichen Effekt: Das noch enthaltene Kohlendioxid reagiert mit der rauen Oberfläche und Bläschen steigen von der Rosine auf.

Welche Erklärung stimmt? Wahrscheinlich hat beides einen Effekt auf die Wiederbelebung des schalen Sektes!

7. Rum statt Backpulver

Rum statt Backpulver im Kuchen

Ein guter Schuss Rum im Kuchen sorgt nicht nur für mehr Aroma und einen netten kleinen Schwipps, er kann auch statt Backpulver als Triebmittel eingesetzt werden. Alkohol verdampft schon bei Temperaturen ab ca. 80 °C und bildet dabei kleine Bläschen aus. Diese wiederum machen den Teig schön locker und er geht auf – ähnlich wie bei Backpulver. Wer also den Geschmack von Backpulver im Kuchen nicht so gerne mag, kann guten Gewissens auf Hochprozentiges umsteigen. Brauner Rum findet sich häufig in Rezepten, da sein Aroma wunderbar zu vielen Kuchenrezepten passt. Aber auch andere Sorten können problemlos eingesetzt werden. Aufpassen sollten Sie nur, wenn Schwangere oder Kinder mitessen – so ganz verdampft der Alkohol beim Backen nämlich nicht.

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