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Pfeffer gehört zu den beliebtesten Gewürzen überhaupt und verleiht vielen Mahlzeiten den letzten Schliff. Du kannst fertig gemahlenen Pfeffer aus einem Pfefferstreuer verwenden oder ihn selbst jedes Mal frisch mithilfe einer Pfeffermühle mahlen. Warum dies eine gute Idee ist und was du beim Kauf von Pfeffermühlen beachten solltest, erfährst du in diesem Ratgeber.
Was ist der Vorteil einer Pfeffermühle gegenüber einem Pfefferstreuer?
Mahlwerk: Manuell oder elektrisch?
Welche verschiedenen Mahlwerke gibt es bei Pfeffermühlen?
Wie wird das Mahlwerk einer Pfeffermühle gereinigt?
Welche Pfeffermühle ist die richtige für mich?
Welche Arten von Pfefferkörnern gibt es für den richtigen Pfiff in meiner Küche?
FAQ – die wichtigsten Fragen und Antworten zu Pfeffermühlen
Pfeffermühlen sind fester Bestandteil der gehobenen Gastronomie. In vielen Restaurants kommt die Bedienung sogar mit einer großen Pfeffermühle an den Tisch, um die servierten Gerichte individuell nach Kundenwunsch zu würzen. Diese Vorgehensweise hat einen guten Grund. Wird der Pfeffer frisch gemahlen, können sich seine Aromen besser entfalten und du schmeckst die unverfälschte, köstliche Schärfe.
In den klassischen Pfefferstreuer werden dagegen vorgemahlene Pfefferkörner gefüllt, die nach einer Weile den intensiven Geschmack verlieren. Allerdings hat er auch einen Vorteil. Der sehr fein gemahlene Pfeffer verteilt sich besser in Soßen und Marinaden. Kurz gesagt:
Pfeffermühlen sind geeignet:
Pfefferstreuer sind geeignet:
Letztendlich ist es also sinnvoll, wenn du beides im Haus hast und nach Bedarf wechseln kannst.
Pfeffermühlen können über ein manuelles oder elektrisches Mahlwerk verfügen. Beim manuellen Mahlwerk bedienst du das Mahlwerk selbst, indem du die obere Hälfte der Mühle oder eine Kurbel drehst. Beim elektrischen Mahlwerk brauchst du nur einen Knopf zu drücken.
Vorteile des manuellen Mahlwerks:
Nachteile des manuellen Mahlwerks:
Vorteile des elektrischen Mahlwerks:
Nachteile des elektrischen Mahlwerks:
Entscheidend für die Wahl kann die benötigte Pfeffermenge sein. Wenn du nur einzelne Portionen pfefferst, genügt eine manuelle Pfeffermühle, die in zwei bis drei Umdrehungen ausreichend Pfeffer mahlt. Kochst du häufiger große Mengen gewürzte Eintöpfe oder Aufläufe, ersparen dir elektrische Pfeffermühlen viel Kraftaufwand.
Grundsätzlich stehen drei verschiedene Materialien zur Auswahl: Keramik, Stahl und Titan. In sehr einfachen Pfeffermühlen kann auch Kunststoff zum Einsatz kommen. Dieser ist jedoch kein Ersatz für die hochwertigen Materialien, denn ihm fehlt die Härte zum richtigen Zerkleinern der Pfefferkörner.
Vorteile Stahlmahlwerk:
Nachteile Stahlmahlwerk:
Vorteile Keramikmahlwerk:
Nachteile Keramikmahlwerk:
Vorteile Titanmahlwerk:
Nachteile Titanmahlwerk:
Du musst also entscheiden, welche Aspekte für dich wichtig sind, zum Beispiel, ob du ab und zu auch Salz mahlen willst.
Hauchdünn geschnittener Pfeffer gilt als aromatischer als zermahlener Pfeffer. Legst du Wert auf das perfekte Geschmackserlebnis, solltest du Pfeffermühlen aus Stahl oder Titan wählen.
Die Pfeffermühle muss zunächst auf den Kopf gestellt werden. Am besten schüttelst du sie mehrmals, damit die noch im Mahlwerk steckenden Pfefferkörner herausfallen. Dann stellst du den neuen Mahlgrad ein und drehst die Mühle wieder herum. Gerade bei empfindlichen Keramikmahlwerken solltest du sehr vorsichtig sein. Zum Einstellen gibt es verschiedene Möglichkeiten:
Je nach Modell kannst du zwischen vier bis sechs verschiedenen Mahlgraden wählen. Sehr günstige Pfeffermühlen erlauben dagegen keine Auswahl.
Natürlich ist dies persönliche Geschmackssache. Generell gilt, dass Pfeffer eher grob geschrotet wird, wenn es auf die Textur ankommt oder der Pfeffer deutlich sichtbar sein soll. Einige Beispiele für die Zubereitung:
Grober Mahlgrad:
Feiner Mahlgrad:
Übrigens: Grobkörniger Pfeffer ist nicht schärfer, auch wenn optisch gesehen mehr Pfeffer vorhanden ist. Extrem fein gemahlener Pfeffer setzt weit mehr Schärfe frei. Also Vorsicht beim Würzen!
Das Mahlwerk von Pfeffermühlen kann verkleben, wenn beim Mahlen aufsteigender Wasserdampf aus Kochtöpfen und Pfannen eindringt oder wenn ungeeignete weiche Pfeffersorten verwendet werden. Auf Dauer können sich auch die im Pfeffer enthaltenen ätherischen Öle im Mahlwerk absetzen und diesem schaden. Du solltest es mindestens einmal im Jahr gründlich reinigen.
Dabei gehst du wie folgt vor:
Anstelle von Reis kannst du auch Salz nehmen, doch dieses ist recht aggressiv und kann das Mahlwerk angreifen. Es ist eher eine Notlösung, wenn die Pfeffermühle akut verklebt ist und du keinen Reis im Haus hast.
Manche Pfeffermühlen lassen sich auch in ihre Einzelteile zerlegen. Dies kann bei starken Verschmutzungen hilfreich sein, wenn du mit einem Tuch oder Wattestäbchen nachhelfen musst.
Wichtig: Pfeffermühlen niemals in die Spülmaschine stellen!
Hat weder eine normale Reinigung noch das Auseinandernehmen der Pfeffermühle etwas genutzt, kannst du das Mahlwerk im Fachhandel nachschärfen lassen. Dies lohnt sich jedoch nur bei hochpreisigen Mühlen. Überprüfe, ob es sinnvoller sein könnte, ein neues Modell zu kaufen.
Pfeffermühlen sind in vielen Designs, Materialien und Größen erhältlich. Du kannst sie einzeln kaufen oder im Set mit einer Salzmühle. Sehr attraktiv sind Doppelmühlen mit zwei getrennten Kammern. In eine füllst du Pfefferkörner, in die andere Salzkristalle. Je nachdem, welches Gewürz benötigt wird, drehst du das entsprechende Mahlwerk nach unten.
Daneben solltest du natürlich überlegen, wie groß deine Pfeffermühle sein soll. Kochst du häufig selbst und verwendest dann gerne größere Mengen Pfeffer oder benötigst du sie nur ab und zu zum Würzen eines Omeletts oder Steaks? Die wichtigsten Größen:
Ein Tipp: Verwendest du gerne verschiedene Pfeffersorten, kaufst du am besten mehrere kleine Pfeffermühlen statt einer großen.
Bist du eine begeisterte Hobbyköchin oder ein begeisterter Hobbykoch, kann es sinnvoll sein, mehrere Pfeffermühlen für unterschiedliche Sorten bereitzuhalten. Bei den Pfeffersorten ist zwischen den vier Pfefferarten des eigentlichen Pfefferstrauches Piper nigrum und anderen Früchten zu unterschieden:
Weitere Pfeffersorten von anderen Gewächsen:
Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Pfeffersorten und ähnlich scharfer Würzmittel. Am besten experimentierst du ein wenig in der Küche, um herauszufinden, welche dir besonders gut schmecken.
Generell solltest du nur schwarze und weiße Pfefferkörner mahlen, weil diese hart genug sind. Grüne und rote Pfefferkörner des Pfefferstrauchs und andere Pfefferarten sind zu weich und fast noch beerenartig. Sie können das Mahlwerk verkleben. Am besten zerkleinerst du diese Pfeffersorten manuell mit Mörser und Stößel.
Das hängt vom Mahlwerk ab. Pfeffermühlen mit Keramikmahlwerk können auch Salz mahlen. Bei Stahl solltest du darauf verzichten, da das Salz diese Materialien angreifen kann.
Etwas für deinen Schatz an kuriosem Partywissen: Das heute als Automarke weltbekannte französische Unternehmen Peugeot erfand 1840 die erste Kaffeemühle der Welt und 1874 die erste echte Pfeffermühle. Bis heute bietet Peugeot eine Fülle hochwertiger manueller und elektrischer Pfeffermühlen an. Weitere Hersteller sind unter anderem WMF, Butlers, Springlane und Zassenhaus.