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Klaus grillt Lammkarree mit Fetacreme

Klaus grillt Lammkarree mit Fetacreme

Frederik: Perfekt. Die Farbe ist super.

Herzlich willkommen in der REWE Küche. Wir haben Shietwetter draußen. Deswegen haben wir uns gedacht, wir können auch drinnen grillen. Dazu habe ich mir Klaus von ‚Klaus grillt‘ hierher bestellt. Und wir beide kochen heute... oder grillen wir?

Klaus: Ich bin eher für Grillen. Ja, ich freu mich. Wir werden Lammkarrees machen. Und zwar gegrillte Lammkarrees, die wir vorher richtig lecker laken. Sommerfeeling auf dem Teller. Auch wenn es draußen schlechtes Wetter ist.

Frederik: Ja, sauber. Lamm laken, was heißt laken?

Klaus: Laken ist so eine relativ alte Technik. Also Marinieren kommt ja von Mare, also vom Meer. Früher wurde nur mit Salz mariniert. Und das werden wir jetzt auch machen. Also da nimmt man eine Salzlösung, die man ansetzt. Und dann ist das eine Sache, die relativ schnell funktioniert. Also innerhalb von einer Stunde hat man eine coole Art Marinade. Also eine sehr altertümliche Technik, die aber heutzutage immer noch super lecker schmeckt.

Frederik: Ja, sauber. Also Salz und Wasser?

Klaus: Genau, im Prinzip. Plus Aromaten.

Frederik: Okay, ich bin gespannt. Lass uns loslegen. Was kann ich machen? Womit fangen wir an?

Klaus: Genau.  Also, ich muss sagen, wir fangen mal mit unserem Fleisch an. Dafür haben wir so einen wunderschönen Lammrücken. Also im Prinzip ein halber Lammrücken. Und du siehst praktisch, das Rückgrat ist hier drin.

Frederik: Ja.

klaus: Hier sind die Rippen und hier muss man durch.

Frederik: Los geht's.

Klaus: Wir schneiden erst mal hier runter bis aufs Rückgrat. Und trennen die alle auf.

Frederik: Schneidest du die alle ein? Jeden einzelnen Knochen?

Klaus: Genau, ich schneide die alle ein.

Frederik: Zeig mir mal die Rückseite, dass ich das einmal sehe.

Klaus: So sieht das von der Rückseite aus. Weil du siehst hier jeweils die Rippen und zwischen den Rippen einfach einen Schnitt runter. Und dann auch hier vorne durchschneiden. Und dann nimmst du ein Hackbeil.

Frederik: Schön auf die Finger aufpassen.

Klaus: Genau, immer vor den Fingern. Ja. Und da haben wir jetzt diese wunderschönen Lammkoteletts.

Frederik: Super.

Klaus: Und das machen wir jetzt mit allen.

Frederik: Hier sieht man richtig schön das Fett mit drin. Fett ist immer wichtig. Geschmacksträger. Lecker, oder? So, der Letzte ist klein.

Klaus: Perfekt.

Frederik: Haben wir sie alle?

Klaus: Mit der Marinade ist es so, dass ich jetzt hier ein Dreiviertelliter Wasser habe. Und dann geben wir unser Salz dazu.

Frederik: Erst mal vermengen.

Klaus: Ganz genau. Dann lösen wir erst mal das Salz dadurch.

Frederik: Hast du kaltes oder warmes Wasser?

Klaus: Das ist jetzt einfach aus dem Hahn. Kaltes Wasser.

Frederik: Ja, alles klar.

Klaus: Wichtig ist, dass sich das Salz auflöst. Und wenn du jetzt selber Zuhause nicht weißt, wieviel musst du jetzt da nehmen, dann kostest du einfach, wenn es aufgelöst ist. Einfach mit dem Finger kurz drin und kosten. Und wenn es dann schmeckt wie die Nordsee, also nicht so fischig, aber so salzig, dann bist du auf dem richtigen Weg. Das lässt du genauso. Wenn es viel Salz ist, kippst du einfach ein bisschen Wasser dazu. Ist es weniger salzig, einfach ein bisschen Salz dazu.

Frederik: Ja, alles klar. Und wie lange lässt du so maximal Fleisch darin liegen?

Klaus: Also ich würde ungefähr eine Stunde immer ansetzen. Wenn du es jetzt über Nacht einziehst, dann kommt einfach zu viel Salz drin. Dann schmeckt das wirklich wie so ein gepökelter Schinken. Das ist dann nicht so toll. Und wenn du es bloß nach zehn Minuten rausnimmst, dann hast du halt nur ein bisschen Salzwasser dran.

Frederik: Ja, alles klar.

Klaus: Ist dann nicht so toll. Oh Frederik, du könntest schon mal den Koriander klein schneiden.

Frederik: Ja, gerne. Wie klein?

Klaus: Richtige Zentimeterstücke.

Frederik: Fein?

Klaus: Nein, also grobe Küche machen wir heute.

Frederik: So, das heißt, dann kommt jetzt erstmal nur Koriander rein. Was hast du noch vor?

Klaus: Und Knoblauch kommt noch dazu.

Frederik: Hm, lecker. Ich liebe Knoblauch. Knoblauch und Lamm.

Klaus: Genau. Das ist so eine einfache Sache. Man könnte jetzt natürlich noch, wenn man wollte, Pfeffer oder irgendeinen Hokuspokus rein machen. Braucht es aber an der Stelle überhaupt nicht. Ja. Eine halbe Knoblauchknolle, die noch rausnehmen und in, na ja, dünne Scheiben schneiden.

Frederik: Dünne Scheiben?

Klaus: Genau. Wenn du jetzt den Knoblauch ganz komplett rein schmeißt, dann kann sich das Aroma von dem Knoblauch natürlich durch die kurze Lakzeit, die du hast, von einer Stunde nicht ins Wasser übergehen und damit auch nicht ins Fleisch kommen. Und das ist dann halt schade.

Frederik: Ja. Den Knoblauch, pass auf, ich schneide ihn klein und du kannst ihn schon mal schälen so, indem du ihn hin und her drückst. Kennst du vielleicht sogar. Ja. So kann man ganz einfach die Schale abziehen. Und dann kann ich ihn nämlich runterschneiden.

Klaus: Ich schaue, dass ich das hinkriege. Sah bei dir irgendwie einfacher aus.

Frederik: Muss man richtig drücken.

Klaus: Ja, ja.

Frederik: Guck dir die Pranken an hier. Damit kannst du die doch in einem zerdrücken.

Klaus: Ich mach das immer mit ganzem Knoblauch. Guck mal hier. Das ist eine lösbare Aufgabe, oder.

Frederik: Ein Traum. Ich dreh durch.

Klaus: Ich leg die dir mal immer rüber. Ich mach das jetzt mit allen. Jetzt habe ich Spaß dran gefunden.

Frederik: Ja, siehst du. Wieder was gelernt. Und ich schneide die schon mal runter. Reicht dir das so? Einen Zentimeter?

Klaus: Du kannst gerne noch dünner.

Frederik: Noch dünner?

Klaus: Noch dünner. Richtig schöne, dünne Scheiben.

Frederik: Alles klar.

Klaus: Je größer die Oberflächen, umso mehr Aroma kommt raus.

Frederik: Ja, klar. So, wird das noch was?

Klaus: Hetz mich nicht hier, komm.

Frederik: Ja, ja, alles gut. Ja, beim Grillen ist ja auch ein bisschen Entspannung mit dabei, oder?

Klaus: Genau. Also eine halbe Knoblauchknolle, die reicht uns übrigens. Den Rest braucht man nämlich für die Feta-Creme.

Frederik: Ja, okay.

Klaus: Aber die könnte ich dann trotzdem schon mal schälen, das schadet ja nix.

Frederik: Das ist schon mal runtergeschnitten. Die Hälfte kann schon mal mit in die Marinade wandern. Oder nicht Marinade, sondern…

Klaus: Ah, doch Marinade. Lake eigentlich, aber irgendwie doch eine Marinade.

Frederik: Ja, okay. Dann einmal rumrühren.

Klaus: Jetzt kommt unser Fleisch hier ins Spiel.

Frederik: Oh, das duftet schon.

Klaus: Oder?

Frederik: Das duftet schon so nach Koriander und Knoblauch. Richtig lecker.

Klaus: Und das versenken wir jetzt hier in der Marinade. Das brauchen wir nicht mehr.

Frederik: Das brauchen wir nicht mehr, den Schneebesen?

Klaus: Nö. Und jetzt hat das Fleisch natürlich Zeit hier durch den Konzentrationsausgleich, dass das Salz jetzt in das Fleisch wandert. Und da zieht es natürlich nicht nur das Salz mit, sondern auch das Wasser. Und in dem Wasser ist ja jetzt der Geschmack drin von dem Koriander und von dem Knoblauch. Und so kriegen wir diesen Koriander-Knoblauch-Geschmack super gut in das Fleisch rein.

Frederik: Okay, dann stellen wir das zur Seite. Lassen das erst mal kurz ziehen für eine Stunde. Und in der Zeit haben wir noch was vor.

Klaus: Genau. Da machen wir die Knoblauchcreme.

Frederik: So, was haben wir da vor?

Klaus: Wir machen eine Knoblauch-Feta-Creme. Ein Knaller auf jeder Grillparty.

Frederik: Ja?

Klaus: Allerdings ist das keine Grillparty, wo du danach noch auf eine Disco gehen möchtest. Danach lernst du niemanden mehr kennen, der nicht direkt auf Knoblauch steht.

Frederik: Okay.

Klaus: Weil, da ist jetzt ordentlich Knoblauch drin. Da nehmen wir als Allererstes mal unsere Knoblauchzehen. Das ist der Rest der Hälfte.

Frederik: Soll ich die ein bisschen kleinschneiden vorher?

Klaus: Nein, das macht der Mixer für uns.

Frederik: Alles klar.

Klaus: Das ist jetzt richtig Grillen für Faule. Dann bröseln wir hier unseren Feta rein.

Frederik: Sag mal, nimmst du da Schafskäse? 

Klaus: Hauptsache, weißer Käse. Also da kannst du wirklich aussuchen. Je nachdem, was dir deine Gäste wert sind, kannst du jetzt einen teuren Feta nehmen oder einfach den normalen Weißkäse. Kannst du selber aussuchen. Ein bisschen Thymian dazu.

Frederik: Okay. Dann einen Löffel?

Klaus: So einen Löffel, genau.

Frederik: Teelöffel.

Klaus: Dann so 70, 80 Milliliter Milch dazu kippen.

Frederik: Okay.

Klaus: Nochmal dieselbe Menge Olivenöl. Und damit wird das natürlich richtig schön cremig. Jetzt schließen wir nur noch den Deckel und lassen es eine Runde Karussell fahren.

Frederik: Alles klar. Los geht’s. So, wie sieht es aus, cremig?

Klaus: Wenn wir da mal reinschauen.

Frederik: Das sieht gut aus. Guck mal, hier habe ich eine Schüssel. Ja, perfekte Konsistenz. Das zieht noch mal eine Runde an. Da hast du noch einen Löffel. Dann kannst du es noch mal rauskratzen. Aber ich würde ja ganz gerne mal probieren.

Klaus: Ja, probiere die erst mal.

Frederik: Oh, lecker. Richtig gut, oder?

Klaus: Alles, was es braucht.

Frederik: Okay, Creme ist fertig. Eine Sache müssen wir noch machen: Brot schneiden.

Klaus: Richtig.

Frederik: Wie willst du das Brot geschnitten haben?

Klaus: Du, in so zwei, drei Zentimeter dicke Scheiben. Genauso.

Frederik: So lang.

Klaus: Und die großen dann immer in der Mitte halbieren. Guck mal, klappt ja.

Frederik: Siehst du. Wie viele? Drei Stück?

Klaus: So, genau.

Frederik: Und dann noch mal halbieren.

Klaus: Genau. Einmal mit Profis arbeiten.

Frederik: Oder? Herrlich. So, dann kommen wir zum Grillen.

Klaus: Ja!

Frederik: Ich kann es kaum erwarten.

Klaus: Wir grillen jetzt auf diesem Tischgrill. Also kann man ja auch drinnen grillen. Und der hat 500 Grad. Also wir stehen hier vorne schon und…

Frederik: Also ich merke ehrlich gesagt auch schon die Hitze hier. Es ist schon echt kräftig.

Klaus: Also ich habe mir das vorher auch nicht so vorgestellt, dass es hier drin so warm wird, wenn der Grill an ist.

Frederik: Kann ich die jetzt so einfach aus der Marinade rausnehmen? Abtropfen? Was soll ich machen?

Klaus: Ja, ich würde sie ein bisschen abtropfen lassen. Damit das ganze Wasser runter ist, weil sonst kühlst du den Rost gleich zu arg runter.

Frederik: Okay.

Klaus: Und dann schön auf den Grill. Bei dem Grill immer nach hinten legen. Guck mal, wo Wendeln sind. Wenn du jetzt zu weit daneben liegst, da wird nicht viel Hitze ankommen. Aber auf allen anderen Bereichen wird das schon gehen.

Frederik: Alles klar. Kann ich die alle hier drauf hauen?

Klaus: Genau.

Frederik: Wenn da so ein bisschen Koriander mit dran bleibt, ist das nicht so schlimm.

Klaus: Dann ist das kein Fehler, sondern eher ein Feature. Siehst du, das fängt schon an zu Rauchen.

Frederik: Ja, herrlich.

Klaus: Also da merkst du schon, der hat Schub. 500 Grad direkt von unten, die da reinziehen. Das ist schon enorm.

Frederik: Das ist schon echt enorm.

Klaus: Damit kannst du drinnen grillen. Musst nur ein bisschen auf deinen Rauchmelder aufpassen. Wenn du natürlich zu viel Gas gibst, zu viel fettes Fleisch drauf hast, hast du auch eine Rauchentwicklung drin. Und dann könnte dein Rauchmelder anspringen. Also da einen Blick drauf haben, dass das nicht passiert. Ideal ist so was natürlich für den Balkon.

Frederik: Ja, super.

Klaus: Dort wo du jetzt nicht mit Gas oder mit Holzkohle grillen darfst. Den kannst du schön auf den Tisch mitstellen. Brauchst also keine extra Grillecke irgendwo machen, sondern setzt dich direkt an den Tisch. Stellst den in die Mitte rein und kannst dann so wie hier, die Karree direkt daneben stellen und die direkt auf dem Grill selber grillen.

Frederik: Super. Ich liebe das ja überhaupt, so Tischgrillgeschichten.

Klaus: Ja.

Frederik: Tisch, Grill oben drauf. Ein paar Sachen danebenstellen. Und dann einfach mit Freunden zusammensitzen. Und jeder, der Lust hat, grillt das, wodrauf er Lust hat.

Klaus: So ist das. Je einfacher, umso besser.

Frederik: Wann soll ich drehen? Wie lange sollen die ungefähr drauf bleiben? Sag mir mal eine ungefähre Zeit.

Klaus: Na, ich würde sagen, so jetzt drei, vier Minuten. Wir gucken uns die Sache mal an. Also, wir können sehen, wenn jetzt auch von diesem Fett was runtertropft. Wir haben zwar eine Wasserschale unten. Aber wenn immer so ein Fetttropfen direkt auf diesem Heizstab liegt, der sich dann entzündet. Dann würde ich es vorher schon drehen. Ansonsten so drei, vier Minuten.

Frederik: Ja.

Klaus: Man kann aber auch immer so ein bisschen runtergucken – Mensch wie sieht es denn aus. – und wenn es gut aussieht, dann umdrehen. Ja, also ich würde sagen ... jetzt umdrehen.

Frederik: Herrlich. Sauber.

Klaus: Schön, was? Blubbern und Brutzeln, genauso muss es sein.

Frederik: Herrlich.

Klaus: Und wenn du dir die jetzt anguckst von unten. Ich geh mal mit den Fingern rein, siehst du: heiß. Schöne Bräune von allen Seiten. Die nehmen wir jetzt runter.

Frederik: Die können runter, oder?

Klaus: Ja.

Frederik: Gibst du mir mal einen Teller rüber. Dann kann ich die schon mal auf einen Teller legen. Herrlich. Genau so müssen die aussehen. So, und jetzt rösten wir das Brot einfach noch mal an. Ein bisschen von beiden Seiten.

Klaus: Ja.

Frederik: Wie sieht es aus mit der Creme?

Klaus: Ja, die tun wir einfach mit einem schönen Löffel dazu. Guck mal hier. Eine schöne Dosis.

Frederik: So, ich wende das Brot schon mal. Das geht so schnell. Das ist echt unfassbar.

Klaus: Du kriegst auch deinen Klecks Soße dazu.

Frederik: Super. Den Grill mache ich schon mal aus. Super Gericht. Die Creme, das Fleisch, vorher in der Marinade drin, großartig. Dazu ein bisschen krosses Brot. Lecker, ich freu mich.

Klaus: Dann müssen wir kosten mal und gucken, ob das den typischen Grillgeschmack hat oder auch nicht.

Frederik: Ja, ganz bestimmt. Bei dem Brot finde ich es auch so schön, gerade wenn es so schnell geht. Dann ist es wirklich nur oben so richtig schön kross und innen noch weich. Also erst mal die Creme, würde ich sagen.

Klaus: Guck mal hier.

Frederik: Richtig schön gegrillt. Zartrosa.

Klaus: Guck mal hier. So müssen die Dinger aussehen.

Frederik: Perfekt.

Klaus: Und das auf einem Elektrogrill.

Frederik: Ich finde es krass, wie stark man noch die Marinade rausschmeckt.

Klaus: Ja.

Frederik: Das ist so gut. Ein bisschen Koriander, ein bisschen Knoblauch kommt auch dadurch. Das Fleisch ist saftig. Es ist richtig kross. Ich meine, das Brot auch. Man hört es richtig, wie es cruncht, oder?

Klaus: Absolut.

Frederik: Großes Kino. Also ich muss sagen, der Grill ist meiner. Das Ding, super für Zuhause. Weil man kann das Ding sogar in der Küche unter die Abluftanlage stellen und richtig Vollgas geben. Und da wirklich die Steaks runterbraten.

Klaus: Ich würde sogar sagen, man kann im Prinzip alles vergessen, was man bis jetzt über Elektrogrills wusste. Das Ding ist ein Gamechanger.

Frederik: Also top Rezept, Klaus.

Klaus: Freut mich.

Frederik: Vielen Dank. Und, ja. Guten Appetit weiterhin. Euch viel Spaß beim Nachmachen. Wir lassen es uns jetzt schmecken. Bis zum nächsten Mal.

Klaus: Macht es gut!