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Markt-Mitarbeiter und ihre Heimatküche

Wir wollten mehr über unsere internationalen Mitarbeiter in den REWE Märken wissen und haben vier Mitarbeiter zu ihrer Heimatküche befragt.

Amina Velagic aus Bosnien

Amina Velagic

Amina Velagic, Leiterin der Molkereiprodukte-Abteilung

In vier Jahren von der Aushilfe zur Leiterin der Molkereiprodukte-Abteilung: Als Amina Velagic 2012 mit ihrem Mann aus Kiseljak in Bosnien und Herzegowina nach Offenbach bei Frankfurt zog, stand ihre Karriere bei REWE noch in den Sternen: “Ich habe am Anfang viele verschiedene Jobs gemacht, im Sicherheitsbereich zum Beispiel und als Promoterin”, erzählt sie uns im Interview. “Zu REWE hat mich meine Mama gebracht. Die hat gesehen, dass eine Aushilfe gesucht wird und für mich gefragt. Ich war viel zu schüchtern!”

Ihre Mama war es auch, die Amina Velagics Liebe für Essen und Lebensmittel geprägt hat. Und ihre Oma. “Als ich noch ein Kind war, hat meine Mama immer Börek selbstgemacht. Und es gab wunderbare Kartoffeln aus unserem eigenen Garten. Ich habe auch den selbstgemachten Käse meiner Oma immer sehr geliebt, der kam von der Milch ihrer eigenen Kühe.” Dass die 32-Jährige ihre Heimat sehr vermisst, wird schnell klar. Spricht sie von der Vergangenheit, wird ihre Stimme ganz weich, Nostalgie schwingt in jedem Satz mit. “Mir fehlt Bosnien sehr. Wir haben uns dort immer sehr viel Zeit genommen, das Essen frisch zuzubereiten. Meine Heimatküche ist geprägt von frischen Zutaten, Fertiggerichte kamen bei uns nicht auf den Tisch.” Stattdessen gab es Kräuter und Gemüse aus dem Garten, Petersilie, Kartoffeln und Karotten, aus denen schmackhafte Eintöpfe gekocht wurden. 

Ihren Alltag in Deutschland beschreibt Amina Velagic als deutlich hektischer: “Ich habe hier viel weniger Zeit!” Umso mehr genießt sie es, wenn es die Zeit zulässt, die traditionellen Gerichte ihrer Heimat mit Ruhe und Liebe auch in Deutschland zuzubereiten. Das Rezept für die süßen, gefüllten Äpfel, das sie uns verraten hat, gehört definitiv dazu. Kennengelernt hat es Amina Velagic bei ihrer Oma: “Ich erinnere mich noch genau daran, wie meine Oma mir die gefüllten Äpfel gereicht hat. Ich war noch klein, wollte sie unbedingt alleine essen. Aber sie sind mir immer weggerutscht!”, erzählt sie lachend. Die Äpfel sind in Bosnien ein traditionelles Dessert, das jede Familie auf ihre Art zubereitet, verrät sie uns. 

Überhaupt vermisst sie an Bosnien das Essen sehr. “Immer, wenn ich nach Bosnien reise, muss meine Tante für mich süße Zucchini machen”, erzählt sie. “Die sind rund wie Kürbisse, solche habe ich in Deutschland nie gesehen. Man kocht sie, lässt sie abkühlen und gibt Zucker darüber. Dazu isst man frisches, selbstgebackenes Brot.” Zurück in die Heimat, das steht für Amina Velagic und ihren Mann allerdings nicht zur Debatte. Die Situation vor Ort sei leider noch immer nicht so, dass sie sich dort wohlfühlen würden. “Aber ich liebe meine Heimat sehr”, sagt sie. “Bosnien wird immer in meinem Herzen sein.”

Tufahije-Tuffah

Ein typisches Apfeldessert aus Bosnien.

Firas Hasan aus dem Irak

Firas Hasan

Firas Hasan, Verkäufer

Firas Hasan hat seine Liebe zum Essen und zu Lebensmitteln zu seinem Beruf gemacht. 2015 schloss er seine Ausbildung zum Verkäufer im Einzelhandel ab, ist seitdem fest angestellt und glücklich mit seinem Job. Und es gibt tatsächlich auch ein typisch deutsches Gericht, das ihm richtig gut schmeckt: “Ich liebe die Rinderrouladen von der Mama meiner Freundin, mit Spätzle und Rotkohl. Die sind echt lecker!” 

Es sind die frischen Datteln, die Firas Hasan am meisten vermisst. Saftig und süß, nur kurz gewaschen und dann mit Schale genossen - so schmecken sie in seiner Heimatstadt Mossul und nirgendwo anders auf der Welt. Obwohl er noch ein Kind war, als seine Eltern im Jahr 2000 den Irak verließen und in Bergisch Gladbach ein neues Leben anfingen, fühlt er sich mit seinen Wurzeln eng verbunden. 

Und das liegt vor allem daran, dass die Heimatküche in seinem und im Leben seiner Familie zu besonderen Anlässen noch immer eine große Rolle spielt: “Heimat, das sind für mich spezielle Gerichte von meiner Mama. Gefüllte Weinblätter und Teigtaschen, Baklava … und der gemischte Reis, für den ich heute das Rezept verrate!”, schwärmt der 24-Jährige Verkäufer aus dem REWE Wintgens in Bensberg im Interview mit uns. 

Im Alltag von Firas Hasans Familie hat hingegen längst die internationale Küche Einzug gehalten. “An normalen Tagen kochen meine Mama und ich komplett deutsch oder international. Mit meiner Freundin zum Beispiel immer vegetarische Gerichte, Pasta und so. Und schon als Kind war mein Lieblingsgericht Fischstäbchen mit Pommes!”, verrät er uns mit einem Lachen in der Stimme. Und heute? Heute sind es wieder die Weinblätter aus seiner Heimat, die ihn so richtig glücklich machen. “Die sind mein absolutes Lieblingsessen! Gefüllt mit Reis, Kräutern oder auch Hackfleisch, Tomaten, Auberginen … alles, was man mag, ist erlaubt.”

Hähnchen Biryani

Gemischter Reis auf kurdische Art

Seray Kargün aus der Türkei

Seray Karguen

Seray Kargün, Vertretung Bereichsleitung Servicebereich Metzgerei

Ihre Liebe zum Essen und zu Lebensmitteln spielt ihr bei ihrem Beruf voll in die Karten. Seit 2013 arbeitet sie für REWE, hat hier ihre Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert. Heute arbeitet sie Vollzeit als “Vertretung der Bereichsleitung im Servicebereich Metzgerei”, verrät sie uns stolz im Interview. Und auch bei ihren regelmäßigen Besuchen in der Türkei dreht sich für sie und ihre Familie kulinarisch erstmal alles um Fleisch: “Als erstes müssen wir immer in so ein bestimmtes Restaurant fahren, wo es die besten Steaks gibt. Die schmecken da so gut wie nirgendwo anders!”

Und in Deutschland? Gibt es hier auch ein Gericht, das bei Seray Kargün so viel Begeisterung auslöst? “Ja, ich liebe Gerichte mit Kartoffeln. Und Streuselkuchen mit ganz viel Puderzucker oben drauf!”

Hätten wir Seray Kargün vor einigen Jahren nach einem Rezept für das Deine Küche Magazin gefragt, wären es garantiert nicht die gefüllten Auberginen gewesen, die sie uns ans Herz gelegt hätte. Denn bis vor ein paar Jahren hatte sie tatsächlich noch nie Auberginen gegessen: “Obwohl die so typisch türkisch sind!”, lacht sie, “aber mein Bruder und ich wollten die nie probieren. Auberginen waren Erwachsenenessen!”

Gut, dass die 23-Jährige ihre Meinung nochmal geändert hat, denn “Karniyarik”, so heißt das Gericht auf türkisch, ist wirklich ein Gedicht. Und das trotz des martialischen Namens: “Karniyarik” bedeutet so viel wie “aufgeschlitzter Bauch”, die Aubergine wird nämlich im Ganzen frittiert, aufgeschlitzt statt halbiert und dann gefüllt.

Heimatküche, das ist für Seray Kargün die türkische Küche. “Ich denke da viel an Kebab-Gerichte, gefülltes Gemüse und natürlich an Baklava”, erzählt sie. “Und an meine Eltern und Großeltern, die alle viel und gut kochen!” Sie selber steht auch gern hinterm Herd, genau wie ihr Mann, von dessen Kochkünsten sie schwärmt. An großen Feiertagen, wenn die ganze Familie zusammenkommt, kocht sie aber allein. “Dann gibt es einen riesige Tafel voll mit Leckereien wie gefüllte Weinblätter, Auberginen mit Joghurt, Salate, Fleischgerichte, Reis …” - ein richtiges Festessen also.

Karniyarik

Gefüllte Auberginen auf türkische Art

Thomas Neumeister aus Südafrika

Thomas Neumeister

Thomas Neumeister, Leiter der Weinabteilung

Von Südafrika nach Weinheim. Vom “Game Ranger & Lodge Manager” zum Weinprofi & Bierbotschafter. Dass Thomas Neumeisters Lebenslauf alles andere als langweilig ist, wird direkt klar. Geboren in Johannesburg, aufgewachsen in Durban, Wurzeln in Thüringen und Österreich und für die Liebe nach Deutschland ausgewandert, spricht er nicht nur fließend Deutsch, sondern auch Englisch, Afrikaans und Sulu.

Und auch sein beruflicher Werdegang ist eher ungewöhnlich. “Meine Ausbildung in Südafrika wurde in Deutschland nicht anerkannt. Zu REWE kam ich als absoluter Quereinsteiger und habe in einem Markt in Heidelberg zunächst an den Inhouse-Restaurant-Konzepten mitgearbeitet. Seit 2018 ist er für die Weinabteilung im REWE Center in Weinheim verantwortlich. Der perfekte Ort für den 40-Jährigen, denn dort fließen seine Steckenpferde “Kultur & Kulinarik” wunderbar zusammen.

Apropos Kulinarik: Auch hier ist Thomas Neumeister international unterwegs: “Ich koche sehr gern meine Spezial-Bolognese mit Paprika, Pilzen und einem Schuss guten Rotwein. Ich liebe aber auch meine Heimatküche mit ihren vielen Zutaten aus aller Welt.” Manchmal schicke ihm seine Mama Pakete aus Südafrika, dann werde gekocht und in Erinnerungen geschwelgt. Außerdem grille er sehr gern, “das ist in Südafrika eine der Haupt-Freizeitaktivitäten, und ich liebe es auch, in Weinheim zu grillen. Sogar bei Schnee!”

Was er in Deutschland nie isst, aber sehr vermisst, sei “Vetkoek”, ein salzig-süßer, zur Kugel geformter und frittierter Teig, der mit Hackfleisch und Mayonnaise gefüllt wird.

Bei seinem Lieblingskuchen muss er zum Glück nicht auf seinen nächsten Urlaub warten: Die Zutaten für den Zitronenkuchen, dessen Rezept er uns verraten hat, gibt es in jedem REWE. “Das erste Mal probiert habe ich die “Lemon Meringue Tarte” bei einem Ausflug mit meiner Familie nach “Sun City”, das ist ein Freizeitkomplex in Südafrika”, erzählt er uns. “Auf dem Weg dahin gibt es eine Farm, auf der eine Frau noch heute selbstgemachte Marmeladen, Pasteten und eben diesen Kuchen verkauft. Dort habe ich ihn kennen und lieben gelernt, bis heute!”

Lemon-Merinque-Pie

Zitronentarte aus Südafrika

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