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Entsafter Ratgeber

Entsafter-Ratgeber

 

Erfrischender als mit einem Glas frisch gepresstem Saft kann ein Tag kaum starten. Wenn du das genauso siehst, ist ein Entsafter genau das Richtige für dich. Der selbst hergestellte Saft aus Obst und Gemüse schmeckt nicht nur lecker, sondern ist meist auch gesünder und günstiger als industriell hergestellte Säfte.

1. Arten von Entsaftern

Entsafter Ratgeber

Mit einem Entsafter kannst du – je nach Art – rohes Obst und Gemüse zu frischem Saft verarbeiten. Dadurch, dass der so hergestellte Saft keinen beigefügten Zucker und keine Konservierungsstoffe enthält, ist er besonders gesund. Die verschiedenen Arten von Entsaftern arbeiten auf unterschiedliche Weisen. So verarbeiten einige Entsafter nur bestimmte Obst- und Gemüsesorten oder eignen sich nur für geringe Mengen Saft. Wir zeigen dir, welche Entsafter sich für welchen Einsatzzweck eignen.

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1.1 Zentrifugenentsafter

Ausgestattet mit einem hochwertigen Motor, der das Obst mit mehreren Tausend Umdrehungen pro Minute zerkleinert, stellt der Zentrifugenentsafter innerhalb kürzester Zeit relativ große Mengen Saft her.

Er zerkleinert dein Obst und Gemüse mit bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute, wobei ein Sieb Fruchtfleisch und Kerne herausfiltert. Ein Saftbehälter fängt den frisch gewonnenen Saft auf. Mit einem Edelstahlgehäuse wird der Zentrifugenentsafter sogar zum Hingucker in der Küche und lässt sich besonders leicht reinigen.

Vorteile

  • Schnelle Zubereitung
  • Je nach Obst- oder Gemüsesorte mehrere Geschwindigkeitsstufen
  • Zentrifuge aus Edelstahl besonders robust
  • Zubereitung größerer Mengen möglich

Nachteile

  • Wertvolle Nährstoffe und Vitamine gehen durch Hitzeentwicklung und Oxidation verloren.
  • Kräuter, Gräser oder Gemüsesorten wie Spinat kann der Zentrifugalentsafter nicht verarbeiten.
  • Sollte direkt nach dem Gebrauch gereinigt werden, damit die Reinigung nicht zu aufwendig wird.

1.2 Saftpresse

Manuell oder elektrisch angetrieben zermahlt die Saftpresse alle Obst- und Gemüsesorten besonders schonend, sodass alle Vitamine und Vitalstoffe erhalten bleiben.

Die elektrische oder manuell zu bedienende Saftpresse, auch Slow Juicer genannt, liefert leckeren Saft in sehr hoher Qualität. Langsam wird der Fruchtsaft von Fruchtfleisch und Faserstoffen getrennt, was einen frischen Saft mit hoher Nährstoffdichte ergibt.

Vorteile

  • Alle Obst- und Gemüsesorten sowie Kräuter und Gräser können verarbeitet werden.
  • Nährstoffe und Vitamine bleiben dank der schonenden Verarbeitung erhalten.
  • Der Saft ist länger haltbar und klarer als beim Zentrifugalentsafter.

Nachteile

  • Zubereitung dauert etwas länger.
  • Obst muss zum Teil entkernt oder geschält werden.
  • Die einzelnen Teile sollten am besten direkt nach dem Gebrauch gereinigt werden.

1.3 Zitruspresse

Magst du den Saft aus Orangen, Grapefruits und Zitronen besonders gerne? Zitronenpressen, insbesondere elektrisch angetriebene, bereiten in kurzer Zeit frischen Saft aus den leckeren Früchten. Manuelle Varianten eignen sich hervorragend zum Kochen, wenn du schnell eine geringe Menge frischen Zitrussafts, etwa für ein erfrischendes Dressing, benötigst.

Vorteile

  • Der Saft läuft entweder in einen praktischen Saftbehälter oder direkt ins Saftglas.
  • Fruchtfleisch bleibt im Sieb hängen, kann aber nach Belieben zum Saft hinzugefügt werden.
  • Die Reinigung ist unaufwendig.

Nachteile

  • Zitruspressen verarbeiten ausschließlich Zitrusfrüchte.
  • Eignen sich für eher kleine Mengen Saft.

Zitruspressen im REWE Online Shop:

1.4 Dampfentsafter

Eine Kombination aus drei Töpfen erzeugt Hitze, sodass die Früchte quellen und deinen Saft abgeben. Hierbei werden Keime und Bakterien getötet, was den Saft besonders lange haltbar macht.

Gerade für Gartenbesitzer und begeisterte Safttrinker lohnt sich die Zubereitung von Saft mit einem Dampfentsafter. Dank des hohen Fassungsvermögens können große Mengen Obst und Gemüse zu einem leckeren Saft verarbeitet werden.

Vorteile

  • Der Saft ist lange haltbar und kann auch auf Vorrat hergestellt werden.
  • Bei großer Ernte können mehrere Kilo verarbeitet werden.
  • Das Obst muss nicht entkernt oder geschält werden.
  • Keime und Bakterien werden durch Hitze und Wasserdampf abgetötet.

Nachteile

  • Eignet sich nicht für kleine Mengen Saft.
  • Einige Nährstoffe gehen verloren.
  • Saft kann nicht sofort verzehrt werden, sondern muss abkühlen.
  Zentrifugenentsafter Saftpresse Zitruspresse Dampfentsafter
Saftmenge Größere Mengen Größere Mengen Für einzelne Gläser Saft Große Mengen
Saftart Alle Obst- und Gemüsesorten, keine Kräuter oder Gräser

Alle Obst- und Gemüsesorten, keine Kräuter oder Gräser

Nur Zitrusfrüchte

Alle Obst- und Gemüsesorten, auch Kräuter oder Gräser

Bedienung Wenig aufwendig Zubereitung kann länger dauern Bei elektrischem Antrieb unaufwendig Wenig aufwendig, Saft muss danach abkühlen
Qualität Hitze und Oxidation zerstören viele Nährstoffe Nährstoffe bleiben erhalten Nährstoffe bleiben erhalten, Fruchtfleisch wird ausgesiebt Die meisten Nährstoffe bleiben erhalten, Fruchtfleisch wird ausgesiebt
Reinigung Recht aufwendig Recht aufwendig Wenig aufwendig Recht aufwendig

 

1.5 Was ist besser – Entsafter oder Mixer?

Wenn in deiner Küche bereits ein Hochleistungsmixer steht, fragst du dich wahrscheinlich, ob die Anschaffung eines Entsafters wirklich sinnvoll ist. Grundsätzlich handelt es sich um völlig verschiedene Küchengeräte, die nach ganz unterschiedlichen Prinzipien funktionieren.

Bei einem Entsafter wird der Saft ausgepresst und von den Faserstoffen sowie dem Fruchtfleisch getrennt. Der Mixer hingegen zerkleinert das Obst und Gemüse, wobei die Pflanzenfasern weitestgehend erhalten bleiben. Während du mit dem Entsafter dünnflüssigen Pflanzensaft herstellst, kreierst du mit einem Mixer dickflüssiges Püree – unter der Zugabe von Wasser lässt sich dies zu einem cremigen Smoothie verarbeiten.

Gegenüber dem gepressten Saft haben Smoothies den Vorteil, dass keiner der Inhaltsstoffe und somit keine Ballaststoffe entsorgt werden. Durch die eher feste Konsistenz kann der Smoothie sogar sättigend wirken und eine Mahlzeit ersetzen. Allerdings sind Säfte viel leichter verdaulich und somit verträglicher.

Letztendlich entscheidet der eigene Geschmack: Du bevorzugst die volle Dosis an Fruchtfasern sowie die feste Konsistenz eines Smoothies? Dann ist ein Hochleistungsmixer die bessere Wahl. Zum Entsafter greifst du, wenn du lieber leichter verdauliche Säfte ohne Faserbestandteile trinkst.

2. Kriterien des Entsafters

Welcher der verschiedenen Entsafter-Modelle sich für dich eignet, hängt natürlich von deinen eigenen Bedürfnissen ab. Hier hilft es, sich mit den verschiedenen Kriterien auseinanderzusetzen – von der Leistung des Geräts bis hin zum Fassungsvermögen des Saftbehälters.

2.1 Leistung

Für die schnelle und effiziente Herstellung von Saft muss der Entsafter über einen leistungsfähigen Motor verfügen. Mindestens 350 Watt Leistung sollte ein Zentrifugenentsafter aufweisen, damit eine möglichst hohe Drehzahl erreicht wird. Je mehr Umdrehungen pro Minute erreicht werden, desto größer wird deine Saftausbeute. Sinnvoll ist außerdem ein Gerät mit verschiedenen Geschwindigkeitsstufen, um die Leistung an das verwendete Obst oder Gemüse anzupassen.

2.2 Saftbehälter

Wie groß der Saftbehälter sein sollte, hängt davon ab, wie viele durstige Personen an deinem Frühstückstisch sitzen. Wenn Saft für die ganze Familie produziert werden soll, ist natürlich ein Modell mit einem großen Fassungsvermögen sinnvoll. Bei Zentrifugenentsaftern findest du Saftbehälter, die bis zu 2,5 Liter fassen können. Saftpressen hingegen, insbesondere die manuellen, haben meist deutlich kleinere Saftbehälter und sind daher für das Familienfrühstück eher ungeeignet. Für einen Singlehaushalt sind sie mit ihren 0,5 bis maximal 1,5 Litern Fassungsvermögen aber vollkommen ausreichend.

Für sehr große Mengen Saft eignet sich der Dampfentsafter. Da der Saft durch das Erhitzen länger haltbar ist, kannst du problemlos mehrere Liter Saftvorrat herstellen.

2.3 Fruchtfleischbehälter

Welches Volumen der Fruchtfleischbehälter fassen sollte, hängt von zwei Faktoren ab: von der Menge an Saft und der Art des Obstes oder Gemüses, das du entsaften möchten. Wer große Mengen Obst entsaften möchte, ist mit einem 3-Liter-Behälter gut beraten. So muss der Behälter nicht während des Entsaftens ständig geleert werden. Trinkst du außerdem bevorzugt Orangensaft, ist ein großer Tresterbehälter ebenfalls sinnvoll, da hier viel Fruchtfleisch anfällt.

Übrigens: Den Trester musst du nicht entsorgen. Die Reste kannst du beispielsweise zum Kochen und Backen verwenden. Gemüsetrester aus Tomaten, Karotten oder Zucchini lässt sich beispielsweise in Suppen und Saucen einsetzen. Fruchtreste aus Äpfeln kannst du in leckeren Muffins und Kuchen verarbeiten.

Wie wird der Entsafter gereinigt?

Ob Zentrifugenentsafter oder Saftpresse – eine gründliche Reinigung nach der Benutzung ist bei jedem Modell wichtig. Der Trester, also die Obst- und Gemüsereste, sollte möglichst schnell aus dem Entsafter entfernt werden. Er trocknet nämlich sehr schnell an und lässt sich dann nur mit viel Mühe von den Bestandteilen des Entsafters abspülen.
Bei vielen Entsaftern ist bereits eine Reinigungsbürste im Lieferumfang enthalten, die dir besonders die Reinigung von Nischen und Ecken erleichtert. Die feinen Siebe und Reibeflächen lassen sich mit dieser Bürste besonders gründlich behandeln. Das ist wichtig, da sich hier Reste sammeln und zu Schimmelbildung führen können. Das beeinträchtigt letztlich die Qualität deines Saftes.
Die meisten Einzelteile des Entsafters können übrigens problemlos in der Spülmaschine gespült werden. Den Trester solltest du dennoch vorher abwaschen. Ist er einmal festgetrocknet, kommt auch die Spülmaschine nicht dagegen an.

2.4 Zentrifugen

Ein Kriterium, das nur beim Zentrifugenentsafter zum Tragen kommt, ist die Art der Zentrifuge. Diese setzt sich aus der Reibscheibe und einem Siebkorb zusammen. Die Reibe selbst ist mit zahlreichen, kleinen Klingen ausgestattet. Je schärfer diese Klingen sind, desto gründlicher wird das Obst oder Gemüse verarbeitet. Fasse diese nur am Rand an, wenn du das Sieb reinigst – andernfalls besteht Verletzungsgefahr.

Der Siebkorb selbst ist bei neueren Entsaftern kegelförmig, bei älteren Modellen ist dagegen die Zylinderform üblich. Letztere hat den Vorteil, dass der Trester länger im Sieb verbleibt und so die Saftausbeute größer ist. Allerdings muss der Trester per Hand aus dem Sieb entfernt werden. Diese lästige Arbeit entfällt bei den konischen Modellen – der Trester wird von selbst aus dem Sieb befördert und landet im Auffangbehälter. Allerdings fällt die Saftausbeute dadurch geringer aus.

3. Welche Früchte eignen sich für Entsafter?

Eigenen Saft kannst du aus fast allen Obst- und Gemüsesorten herstellen, die du roh verarbeiten kannst. Besonders Orangen und Äpfel sind beliebt, aber auch Erdbeeren, Brombeeren oder Kirschen ergeben einen leckeren Fruchtsaft. Natürlich sind auch Kombinationen aus mehreren Obstsorten möglich!

Für Gemüsesäfte sind besonders Karotten, Tomaten oder Rote Beten beliebt. Je nach Geschmack können Säfte aus diesen Gemüsesorten mit etwas Zitrone verfeinert werden, was einen besonders frischen Geschmack erzeugt.

Mit einem Entsafter kannst du kreativ werden und dich ausprobieren: Entdecke selbst, aus welchem Obst oder Gemüse du den leckersten Saft erhälst! Achten dabei darauf, ob der Entsafter, den du besiitzt, auch die Zutaten, die du favorisierst, verarbeiten kann.

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