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Steinobst

Steinobst

Saftiges, süßes Fruchtfleisch, holziger Kern: Das sind die beiden wichtigsten Merkmale für Früchte, die zum Steinobst gezählt werden. Erfahren Sie hier mehr über die verschiedenen Sorten, wann Saison ist und wie Sie sie am besten lagern. Plus: Wir klären einige Mythen rund um Steinobst auf, unter anderem die Frage, warum man nach dem Verzehr von Kirschen kein Wasser trinken darf.

Was gehört zum Steinobst?

Pfirsich

Steinobst ist ein Sammelbegriff für Früchte mit holzigem Kern. Zu den beliebtesten Obstsorten dieser Kategorie gehören Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Nektarinen, Pflaumen und Zwetschgen. Daneben zählen auch Renekloden und Mirabellen zu dieser Gruppe, genau wie die Mango. Der große Unterschied zum Kernobst ist der große, harte Kern. Pflaumen, Pfirsiche oder Kirschen haben einen mehr oder weniger großen Kern in der Mitte. Kernobst wie Äpfel oder Birnen hat ein Kerngehäuse mit mehreren kleinen Kernen. Beerenobst wie Erdbeeren oder Himbeeren hat gar keinen Kern, nur kleine weiche Samen, die mitgegessen werden.

Wann hat Steinobst Saison?

Steinfrüchte haben grob gesagt im Sommer Saison. Den Start machen die Pfirsiche, die ab Mai aus dem Freilandanbau in den Verkauf kommen. Sie werden dicht gefolgt von Kirschen und Aprikosen, deren Saison im Juni startet. Im Juli beginnt die Freilandsaison für Nektarinen, Pflaumen, Zwetschgen und Mirabellen. Saisonschluss ist im September/Oktober.

Steinobst lagern

Kirschen

Steinobstsorten wie Mirabellen, Nektarinen, Kirschen oder Aprikosen verderben schnell, gerade bei sommerlichen Temperaturen. Wer die bunten Früchte frisch genießen möchte, sollte deshalb immer nur so viel kaufen, wie in den zwei darauffolgenden Tagen gegessen wird. Steinobst wie Zwetschgen, Pfirsiche oder Renekloden wandert aus der Einkaufstasche möglichst direkt in das Gemüsefach des Kühlschranks. Dort können Sie es bis zu einer Woche aufbewahren, allerdings verliert das Obst während der Lagerung an Aroma. Lagern Sie die Früchte nicht übereinander, da durch den Druck Schadstellen entstehen können, die zum Verderb der Früchte führen. 

Soll Steinobst wie Nektarinen oder Pfirsiche noch nachreifen, bewahren Sie es bei Zimmertemperatur an einem hellen trockenen Ort auf, z. B. auf einem Teller auf der Fensterbank. Komplett grüne Früchte oder solche, die dunkle Stellen aufweisen oder beschädigt sind, reifen in der Regel nicht nach, sondern verderben. Es empfiehlt sich, das Steinobst mit einem Fliegenschutz abzudecken, damit sich Fruchtfliegen und andere Insekten gar nicht erst niederlassen.

Tipp: Waschen Sie Steinobst direkt vor dem Verzehr. Durch das Waschen wird das Obst feucht und verdirbt schneller – selbst wenn man es abtrocknet.

Wie gesund ist Steinobst?

Aprikosen

Egal ob Süßkirsche, Nektarine oder Pflaume: Steinfrüchte sind gesund und punkten mit verschiedenen Vitaminen und Mineralstoffen. Sie enthalten beispielsweise reichlich Vitamin C, B-Vitamine, Magnesium, Kalium und Eisen. Greifen Sie während der Saison also ruhig zu! Daneben sind die Früchte kalorienarm.

Allergiker müssen sich wegen Kreuzallergien während der Pollensaison teilweise zurückhalten. Wenn die Birke sprießt, führt das meist zu heftigen Abwehrreaktionen des Körpers. Laut Studien laufen die meisten Birkenpollen-Allergiker Gefahr, eine Kreuzallergie zu entwickeln. Die Betroffenen sind fast immer gegen jedes rohe Steinobst allergisch. Auch die Pollen der Erle, Hasel und anderer Frühblüher sind ähnlich aufgebaut wie Steinobst. Weitere Risiko-Kombinationen:

  • Wer auf Beifuß reagiert, hat meist ebenfalls mit Mango und Pfirsich Probleme.
  • Die Allergene aus Gräsern und Pfirsichen weisen sehr ähnliche Strukturen auf.

Gut zu wissen: Viele Allergiker haben kein Problem mit Steinobst, das erhitzt wurde. Manchmal liegt es auch an der Sorte und statt Aprikosen können Kirschen ohne Probleme verzehrt werden.

Nährwerte Steinobst

Frucht Kalorien pro 100 g
Süßkirschen 63 kcal
Sauerkirschen 53 kcal
Nektarinen 44 kcal
Pfirsiche 39 kcal
Aprikosen 48 kcal
Pflaumen 46 kcal
Zwetschgen 50 kcal

 

Mythen rund um Steinobst: Warum darf man nach dem Essen von Kirschen kein Wasser trinken?

Rund um Steinobst gibt es viele Mythen, die sich bis heute halten. Lesen Sie hier, was stimmt und was falsch ist.

Kirschen essen und Wasser trinken

Wer Kirschen und anderes Steinobst isst und dazu Wasser trinkt, bekommt erstens Magenschmerzen und zweitens einen riesigen Blähbauch.

Stimmt's? Keineswegs. Es mag gestimmt haben, als Wasser noch nicht so rein war wie heute. Mit dem Steinobst hatte das aber nichts zu tun.

Pflaumen wirken abführend

Wer Pflaumen in jeder Form zu sich nimmt, kommt nicht mehr von der Toilette herunter.

Stimmt's? Ja und nein. Ob frische oder getrocknete Pflaumen den Darm in Schwung bringen, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die hohen Gehalte an Pektin – einem Ballaststoff – regen auf alle Fälle die Verdauung an.

 

Kirschen mit Stielen halten länger

Kirschenstiele sorgen dafür, dass die Früchte länger genießbar sind.

Stimmt's? Auf jeden Fall! Der Übergang von Stiel zu Frucht ist bei Kirschen nämlich ein Einfallstor für Bakterien, die die Früchte schneller faulen lassen.

Die besten Steinobst-Rezepte

Pfirsiche, Aprikosen, Kirschen und Pflaumen kann man nicht nur pur genießen, sondern auch in vielen leckeren Rezepten verarbeiten. Lassen Sie sich inspirieren!

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