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Steinobst

Kirsche

Ob als Rohkost, als süß-säuerliche Marmelade oder als beschwipste Praline: Die sommerlichen Kirschen verhelfen dir zu guter Laune – und überzeugen dich mit ihrer fruchtigen Süße. Womit die leuchtend roten Früchte noch punkten und seit wann nicht mit jedem gut Kirschen essen ist – das alles beantworten wir hier.

Das Steinobst Kirsche, in der Botanik als Prunus bekannt, wurde vor etwas mehr als zweitausend Jahren vom römischen Feldherren Lucius Licinius Lucullus aus der antiken Hafenstadt Kerasus nach Italien gebracht. Von dieser Herkunft leitet sich auch der Begriff „Kirsche“ ab. Seitdem ist sie in ganz Europa verbreitet – ab dem 16. Jahrhundert kamen spätestens auch hierzulande Menschen in den Genuss der dunkelroten Frucht. Doch Kerne der Vogelkirsche, lateinisch Prunus avium, haben Forscher bereits in Siedlungen aus der Steinzeit gefunden.

Die Sauerkirschen, Botaniker nennen sie Prunus cerasus, sind vermutlich das Ergebnis einer Kreuzung der Vogelkirsche mit der Steppenkirsche und haben ihren Ursprung auch wahrscheinlich in der heutigen Türkei oder im Balkangebiet. Der größte Exportgigant des Steinobsts ist Chile, dicht gefolgt von Hong Kong und den USA. Den größten Ernteertrag und den größten Pro-Kopf-Verzehr hat allerdings die Türkei. Der Baum, an dem die Kirschen wachsen, gehört übrigens zu den Rosengewächsen. Möchtest du die Früchte zum Beispiel in deinem Garten ziehen, stellt sich zunächst die Frage, ob du einen Baum mit Sauer- oder Süßkirschen anpflanzen möchtest. Die unterschiedlichen Arten von Kirschbäumen können sich nämlich in Ihrem Aussehen, ihrem bevorzugten Standort sowie in ihrer Erntezeit voneinander unterscheiden.

Warum ist mit manchen „gut Kirschen essen“?

Hast du dich schon mal gefragt, woher das Sprichwort „Mit dem ist nicht gut Kirschen essen“ kommt? Im Mittelalter sagte man auch öfter „Mit hohen Herren ist nicht gut Kirschen essen“. Das ist darauf zurückzuführen, dass Kirschen zu der Zeit aufgrund des hohen Preises und der Seltenheit als Luxusgut angesehen wurden – so trafen sich nur Wohlhabende zum Kirschen essen. Sobald einfache Bürger in der exklusiven Gesellschaft entdeckt wurden, wurden sie so lange mit Kernen bespuckt, bis sie verschwanden.

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Anbau von Kirschen

Kirschfans können sich auf die Monate Juni und August freuen. Dann kommen die Früchte mit ihrem saftigen Fruchtfleisch aus ihren Hauptanbaugebieten nach Deutschland. Der Anbau Kirschen von Kirschen findet vorrangig in Westasien und Südosteuropa statt.

In Deutschland liegt Baden-Württemberg ganz weit vorne. Kirschen werden aber auch in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Bayern angebaut. Regionale Kirschen sind eher auf Wochenmärkten zu finden, da die Belieferung von Supermärkten nur mit einem Drittel der roten Früchte aus Deutschland erfolgt.

Wer seine Kirschen gerne frisch vom Baum essen möchte, kann im Herbst problemlos einen Kirschbaum als Hochstamm, Halbstamm oder Buschbaum in den Garten pflanzen – auch auf Balkon oder Terrasse ist die Pflanze in einem ausreichend großen Kübel recht pflegeleicht. Die Früchte sollten sich an einem sonnigen Platz und vor allem vor Regen geschützt befinden. Ansonsten könnten sie aufgrund des hohen Wasservolumens aufplatzen. Doch aufgepasst: Nicht alle Kirschbäume sind selbstfruchtbar und deshalb in ihrem Ertrag auf andere angewiesen.

Süßkirschen

Bereits im 19. Jahrhundert wurden bei den süßen Kirschen um die 600 Sorten nachgewiesen, wovon heute nur noch um die 500 existieren. Man unterteilt sie in weichfleischige Herzkirschen und in festfleischige Knorpelkirschen. Farblich sind sie sehr vielfältig – sie gehen von einem kräftigem Dunkelrot bis ins Schwarzrot, sind aber auch als gelbe Kirschen erhältlich. Die älteste Sorte, die noch immer im deutschen Handel angeboten wird, ist die Große Schwarze Knorpelkirsche. Diese stammt ursprünglich aus Frankreich, der Anbau findet nun aber auch in Deutschland statt. Die älteste verzehrte Süßkirschsorte Deutschlands ist die Früheste der Mark aus dem 18. Jahrhundert. Die süßen Früchte leiten die Kirschsaison schon im Mai und Juni ein, bleiben aber nur bis Juli.

Sauerkirschen

Die sauren Kirschen hingegen ziehen erst im Juli nach, bleiben aber dafür bis Ende August. Sie werden mit ihren 250 Sorten sogar dreifach unterschieden: in Morellen, Amarellen und Maraskakirschen. Die älteste und beliebteste Sauerkirsche ist die aus Frankreich stammende Schattenmorelle, die im 17. Jahrhundert beschrieben wurde. Aufgrund ihres hohen Säuregehalts werden Schattenmorellen seltener roh, dafür mehr im Kuchen, im Kompott oder in Marmeladen verbraucht. Die sauren Früchte erkennt man sowohl am Geschmack als auch an der Größe, da sie kleiner, weicher und saftiger sind als ihre süßen Konkurrenten.

Fun Fact: auf Kirschen Wasser trinken?

„Auf Kirschen sollte man kein Wasser trinken, sonst kriegt man Bauchweh“ – dieser Mythos wurde früher in deutschen Küchen gepredigt. Heute weiß man, dass das in der gegenwärtigen Zeit so nicht mehr stimmt: Damals hatte man keimhaltiges Trinkwasser aus Brunnen oder Flüssen geschöpft – und Kirschen waren mit Hefepilzen und Bakterien besetzt. Die Reaktion führte im Magen zu einer Gärung und demnach zu Bauchschmerzen und Blähungen. Heutzutage können wir bedenkenlos sauberes Trinkwasser mit Kirschen kombinieren – trotzdem sollten die saftig roten Steinfrüchte vorher gründlich gewaschen werden und eine große Menge könnte zudem abführend wirken.

Nährwerte

Kirschen sind reich an Antioxidantien, weshalb sie förderlich für das menschliche Immunsystem sein können. Sie können zur Steigerung körpereigener, antioxidativer Enzyme beitragen, die dann freie Radikale blockieren können. Durch ihren beachtlichen Melatoningehalt können sie daneben die Schlafdauer und -qualität positiv beeinflussen – Kirschsaftkonzentrat verstärkt diese Möglichkeit noch. Die reichlich enthaltenen Pflanzenstoffe Anthocyane können den Kohlenhydratstoffwechsel verlangsamen, weshalb Kirschen frisch und als Saftkonzentrat eine stabilisierende Wirkung auf den Blutzuckerspiegel haben und so sogar das Diabetes-Risiko senken können. Diese Pflanzenstoffe können auch bei der Senkung der Harnsäurewerte helfen und so einem Gichtanfall vorbeugen. Wissenschaftler fanden außerdem heraus, dass Kirschen eine hemmende Wirkung bei Entzündungen zu haben scheinen und auch bei Muskelkater regenerierend wirken können.

Übrigens: Im Vergleich zu anderem Obst enthalten Kirschen eher wenige Vitamine. Natürlich können Sie aber zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung zur Deckung des Bedarfs an Vitaminen beitragen. Hierbei solltest du beachten, dass beim Tiefkühlen immer ein paar Vitamine verloren gehen. Möchtest du also Kirschen dazu nutzen, um mehr Vitamine zu dir zu nehmen, solltest du zu frischen Früchten greifen.

Nährwerte Kirschen pro 100 GrammKirschen süßKirschen sauer
Kalorien60 kcal41 kcal
Kohlenhydrate13,3 g9,0 g
Ballaststoffe 1,9 g1,0 g
Eiweiß0,9 g0,8 g
Fett 0,3 g0,5 g

 

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