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Aspartam in Dose

Aspartam: alles, was Sie wissen sollten

Das weiße, geruchlose Pulver Aspartam ist ein kalorienarmes, intensives Süßungsmittel. Mehr als alle anderen stand es schon häufig in der Kritik, dem menschlichen Körper zu schaden. Was dahinter steckt und mehr, erfahren Sie hier.

Was ist Aspartam?

Es handelt sich um einen synthetischen Süßstoff, der auch unter der E-Nummer E 951 bekannt ist. Zur Herstellung sind chemische und enzymatische Verfahren notwendig. Ausgangsstoffe der chemischen Synthese sind die Aminosäuren Asparaginsäure und Phenyalanin. Was auf den ersten Blick vielleicht verwundert, ist, dass der Süßstoff einen vergleichbaren Kaloriengehalt wie Zucker aufweist. Jedoch hat Aspartam eine 200-mal höhere Süßkraft und wird daher in deutlich geringeren Mengen eingesetzt.

Wie wurde der Süßstoff entdeckt?

Im Vergleich zu Xylit und Erythrit ist Aspartam ein noch recht junges Süßungsmittel: 1965 entdeckte der amerikanische Chemiker James Schlatter durch Zufall die starke Süßkraft des Stoffes – eigentlich forschte er gerade an einem Geschwürmedikament. Es wird berichtet, dass er gerade mit Aminosäuren hantierte, dabei in seinen Unterlagen wühlte und seinen Finger leckte, um ein Blatt Papier zu greifen. Überrascht stellte er einen süßen Geschmack fest, den die Aminosäuren hinterließen: die Geburtsstunde des Aspartams.

Wo wird Aspartam eingesetzt?

Der Süßstoff wird unter den Handelsnamen "Canderel", "Equal" und "NutraSweet" vermarktet und ist als süßende Zutat in Erfrischungsgetränken besonders verbreitet. Außerdem wird Aspartam für Süßwaren, Milchprodukte, Frühstückscerealien, Kaugummi, Pudding und Fertiggerichte verwendet. In Backwaren oder zum Erhitzen gedachten Fertiggerichten wird Aspartam in der Regel nicht eingesetzt, da es bei hohen Temperaturen die Süßkraft verliert. Gleiches passiert in der Gegenwart von Säuren.
Aspartam wird entweder einzeln oder auch in Kombination mit anderen Süßstoffen genutzt. Es ist außerdem als Tafelsüße im Handel und wird in Kaugummis eingesetzt, da es eine geschmacksverstärkende Wirkung auf Zitrus- und Fruchtaromen hat.

Aspartam und Phenylketonurie

Nach zahlreichen Studien und Forschungen wurde Aspartam zwar als unbedenklich eingestuft, dennoch darf es von Menschen, die von der Stoffwechselerkrankung Phenylketonurie betroffen sind, nicht konsumiert werden. Es wird im Zuge des Stoffwechsels in die Bausteine Asparaginsäure, Methanol und Phenylalanin zersetzt. Letzteres können Betroffene nicht abbauen, was zu Beschwerden führt. In der EU müssen aspartamhaltige Produkte deshalb mit dem Hinweis "enthält eine Pheylalaninquelle" oder "mit Phenylalanin" gekennzeichnet sein.

Macht Aspartam dick?

Einige Studien ergeben, dass Süßstoffe wie Aspartam dick machen. Zwar enthalten sie weniger Kalorien als Zucker bzw. sind in viel geringeren Dosen enthalten, dennoch sollen sie die Appetitregulation im Gehirn stören. Der süße Geschmack soll dem Gehirn vorgaukeln, dass Glucose zugeführt wurde. Der Insulinspiegel steigt, der Blutzucker sinkt und es entsteht Heißhunger. Andere Studien sprechen gegen die appetitanregende Wirkung. Abschließende Ergebnisse fehlen bislang noch.

Wie viel Aspartam ist noch gesund?

Die von der EU erlaubte Tagesdosis, sprich den ADI-Wert, von 40 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, ist eigentlich unmöglich zu überschreiten. Dafür müsste ein 70 Kilogramm schwerer Mensch mehr als 250 Süßstofftabletten oder mehr als 35 Dosen einer mit Aspartam gesüßten Limonade zu sich nehmen. So weit sollte man es natürlich nicht mal annähernd kommen lassen. Dennoch braucht man sich beim Genuss solcher Getränke keine Sorgen um die Gesundheit machen.

Aspartam in der Kritik

Kaum ein Süßungsmittel wurde so häufig in Frage gestellt wie der Süßstoff Aspartam. Von Befindlichkeitsstörungen depressiver Menschen über Kopfschmerzen und Migräne bis hin zur Entstehung von Krebs gab es seit der Entdeckung immer wieder Studien, die die Verwendung scharf kritisiert haben. Seit 2002 spricht die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) jedoch von einer Unbedenklichkeit von Aspartam. 

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