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Spargel Fakten – REWE Deine Küche

Spargel-Fakten

Wissenswertes rund um Anbau, Spargelsorten und die Spargelsaison

Der Gemüsespargel ist nur eine von über zweihundert Arten seiner Gattung und in vielen Bereichen der Welt als wahre Delikatessen bekannt. Gegessen werden hier nur die jungen Triebe. Angebaut werden die beliebten Stangen vor allem in Europa, Asien und Nordafrika, geschätzt werden sie aber weltweit. Besonders die weiße Variante wird hierzulande gerne auf den Teller gebracht. Doch wann ist eigentlich Spargelzeit? Und welche Sorten gibt es?

Das ungeduldige Warten auf die Spargelzeit

Die Meisten können es kaum erwarten, die Spargelköpfe wieder aus den Regalen blitzen zu sehen. In der Regel fällt der Beginn der Spargelsaison auf Mitte bis Ende April. Zwar lassen sich im Supermarkt bereits vorab importierte Waren finden, die meisten Spargelliebhaber setzen aber auf die regionalen, geschmackvollen Stangen. Da der Erntebeginn für das beliebte Gemüse stark von aktuellen Wetterlagen und Temperaturen abhängig ist, ist es schwierig einen genauen Termin für den Beginn der Spargelsaison festzulegen. In wärmeren Jahren mit einem guten Frühling ist frühes Spargelstechen möglich, während man sich in ungemütlicheren Jahren schon mal ein wenig länger gedulden muss. Insbesondere in den wärmeren südlichen Regionen beginnen die Ernten meist schon Ende März, da das Wetter den Spargel begünstigt. Der Beginn der Spargelzeit lässt sich also nur abschätzen. Dabei hilft es, immer mal wieder nach den ersten Spargelständen, die überall aufgebaut werden, Ausschau zu halten, um sofort die ersten frischen Spargelbunde zu entdecken. In der Regel sind besonders die frühen Ernten jedoch noch recht teuer. Wer sich also ein wenig länger gedulden kann, sollte auf das Hoch der Saison warten, die traditionell bis zum 24. Juni anhält.

Der Johannistag bedeutet das Ende für die Spargelzeit

Ganz traditionell werden die letzten Spargel am 24. Juni jeden Jahres, dem Johannistag, geerntet. Doch warum endet das Schlemmen für die Liebhaber ausgerechnet an diesem Tag? Die Begründung ist einfach: Die Pflanzen benötigen genug Zeit, um zu wachsen und einen grünen Busch, das Spargelkraut, zu bilden. Dann kann die Spargelpflanze Photosynthese betreiben, um die nötige Energie für das nächste Jahr zu sammeln. Damit dies gelingt, sollte der Spargel hundert Tage vor dem nächsten Frost ruhen. Schließlich dient das Gewächs nicht allein dazu, uns mit leckeren Spargeltrieben zu versorgen. Bei einzelnen Händlern lassen sich aber auch nach dem Johannistag noch Exemplare des feinen Gemüses finden. Das liegt daran, dass die gesamte Prozedur des Spargelstechens und Ruhenlassens etwa nur sieben Mal durchgeführt werden kann. Ein letzter Spargelstich einer Anlage kann daher auch noch nach dem offiziellen Ende der Saison gekauft werden.

Spargelsorten

Für jeden Geschmack das Richtige – die verschiedenen Spargelsorten

Der essbare Gemüsespargel, wie wir ihn kennen, wird aufgrund seiner Farbe in die drei wichtigsten Sorten eingeteilt: weißer (auch Bleichspargel genannt), grüner und violetter Spargel. Streng genommen handelt es sich dabei zwar nicht um verschiedene Sorten, die Farbe besagt lediglich, wie viel Licht die Stangen bekommen haben. Weißer Spargel verfärbt sich unter Einfluss von Sonnenlicht zuerst violett, dann grün. Doch neben ihrer Farbe unterscheiden sich die drei Varianten auch in Geschmack und Verwendung.

Weißer Spargel: deutscher Favorit und feine Delikatesse

In Deutschland ist der weiße Spargel die bekannteste und beliebteste Sorte. In anderen Ländern ist er seltener zu finden, und daher oftmals eine teure Delikatesse. Geschätzt wird vor allem der milde Geschmack, der sich hervorragend für eine Vielzahl leckerer Gerichte eignet. Eine klassische Mahlzeit besteht beispielsweise aus weißen Spargelstangen, Schinken, Kartoffeln und einer Sauce Hollandaise. Damit die Stangen ihre weiße Farbe und das delikate Aroma behalten, müssen sie mit Erdwällen vor dem Sonnenlicht geschützt werden. Gestochen wird der Bleichspargel also, bevor er den Boden durchbricht. Vor dem Verzehr sollte das Gemüse stets gut geschält und die holzigen Enden abgeschnitten werden, damit der einzigartige Geschmack optimal hervorkommt.

Um das klassische Spargelgericht abzurunden, wird gerne ein vollmundiger und edler Weißwein getrunken. Bei einer Sauce Hollandaise eignen sich besonders Grauburgunder während der Silvaner als optimaler Begleiter für fast alle verschiedenen Spargelgerichte gilt.

Grüner Spargel: vielseitiges Gemüse mit Würze

Während die Deutschen den weißen Spargel bevorzugen, greifen andere Länder lieber zu der kräftigen, grünen Variante. Da dieser ohne die aufwändigen Erdwälle angebaut werden kann, ist er oftmals preisgünstiger als andere Sorten. Dafür ist auch der Vitamin-C-Gehalt doppelt so hoch wie beim Bleichspargel. Der kräftig-würzige Geschmack und die kurze Garzeit machen den Grünspargel zum idealen Gemüse für eine große Bandbreite an Gerichten: ob Spargelpfannen, die klassische Variante mit Kartoffeln oder den Spargel kurz auf den Grill legen – die Vielseitigkeit des grünen Spargels wird weltweit geschätzt.

Ähnlich wie beim weißen Spargel werden auch zur grünen Variante gerne feine Weine gereicht. Der würzige Geschmack lässt sich hier am besten mithilfe eines fruchtigen Rosés unterstreichen, aber auch ein kräftiger Weißburgunder macht das Gericht perfekt.

Violetter Spargel: für mehr Farbe und Geschmack auf dem Teller

Immer öfter lassen sich hierzulande auch weiße Spargelstangen mit violetten Spitzen finden. Dabei handelt es sich um Bleichspargel, dessen Köpfe die Erde bereits durchbrochen und sich unter dem Sonnenlicht verfärbt haben. Im Geschmack ist dieser Spargel zwar kräftiger als die weiße Variante, jedoch immer noch fein und lecker. Besonders in Frankreich wird der violette Spargel als Delikatesse geschätzt, der ähnlich wie Bleichspargel für zahlreiche klassische Gerichte oder ausgefallene Kombinationen eingesetzt werden kann.

Da der violette Spargel dem weißen im Geschmack sehr ähnelt, können hierzu ähnliche Weine gereicht werden. Trockene Weißweine wie Rivaner oder ein edler Riesling sind hier besonders beliebt. Je nach Gericht kann aber auch ein Rotwein passen, etwa wenn Lamm zum Spargel serviert wird.

Thaispargel und Wildspargel – exotisches Gemüse für eine abwechslungsreiche Küche

Neben dem bekannten grünen, weißen und violetten Spargel bestehen auch noch andere Sorten, die die Bandbreite toller Spargelgerichte erweitern. Wildspargel wird vorwiegend aus den Mittelmeerregionen importiert und überzeugt mit einer süßlich-aromatischen Geschmacksnote. Er muss nicht geschält werden und lässt sich kreativ in zahlreiche Rezepte einbringen. Besonders exotisch ist auch der Thaispargel, der in der Gegend rund um Bangkok angebaut wird. Er ist besonders zart und dünn, was ihn perfekt für eine schnelle Zubereitung in Wok oder Pfanne macht. Diese Sorten lassen sich auf manchen Märkten und in Delikatessengeschäften finden.

 

Spargelernte

Der Spargelanbau: berühmte Anbaugebiete

Während grüner Spargel rund um die Welt angebaut wird und daher das ganze Jahr erhältlich ist, beschränkt sich der Anbau der weißen Variante auf Europa und insbesondere Deutschland. Damit die Stangen gedeihen, werden lockere steinfreie Böden sowie ausreichend Arbeitskräfte für die mühsame Ernte benötigt. Anbaugebiete lassen sich in ganz Deutschland finden. Insgesamt nehmen diese eine Fläche von mehr als 25.000 Hektar ein. Baden, die Pfalz, die Lüneburger Heide und zahlreiche Regionen am Niederrhein sind hierbei besonders bekannt. Zu den berühmtesten Anbaugebieten gehören unter anderem:

  • Beelitz
  • Schwetzingen
  • Nienburg in Niedersachsen

Trotz der großen Fläche, die dem Spargelanbau gewidmet wird, reichen die heimischen Produkte oftmals nicht aus, um den Hunger nach den weißen, grünen und violetten Stangen zu stillen, weshalb immer mehr Gemüse aus Griechenland, Spanien oder Peru importiert wird.

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