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Rohkost ist ein durchaus umstrittenes Thema. Für die einen ist Rohkost die perfekte Nahrung schlechthin. Ernährungswissenschaftler dagegen lehnen meist eine Ernährung mit hundertprozentiger Rohkost ab. Fakt ist: Normalköstler essen meist zu wenig frisches Obst und Gemüse und zu viel verarbeitete Lebensmittel. Eine Erhöhung des Rohkostanteils ist von daher wünschenswert und fördert die Gesundheit.

Wie gesund ist Rohkost?

Smoothie

Verfechter der Rohkost führen an, dass die Hitzebehandlung durch Kochen, Braten, Backen und Frittieren den physiologischen Wert der Nahrung mindert. Je naturbelassener eine Nahrung ist, desto gesünder ist sie auch, so das Credo überzeugter Rohköstler. Außerdem sind sie von der gesundheitsfördernden Wirkung der Rohkost überzeugt. So soll Rohkost

  • das Wohlbefinden und die Fitness fördern,
  • das Immunsystem stärken und gegen Allergien helfen,
  • den Verdauungsapparat entlasten,
  • beim Abnehmen helfen und
  • vor ernährungsbedingten Krankheiten wie Bluthochdruck oder Diabetes schützen.

Wie gesund ist vegane Rohkost?

Ernährungsexperten sehen Rohkost kritischer, da sie – vor allem in der veganen Variante – zu Mangelerscheinungen führen kann. So wurde in der Gießener Rohkoststudie festgestellt, dass die Probanden zwar mit Vitaminen A, C, E, B1, B6, Folsäure, Betacarotin, Selen und Antioxidantien sehr gut versorgt waren. Defizite zeigten sich aber bei der Zufuhr von Kalzium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod, Vitamin D und Vitamin B12. Eine reine vegetarische oder vegane Rohkosternährung wird daher von den meisten Ernährungswissenschaftlern abgelehnt. Vor allem bestimmte Risikogruppen wie Schwangere, Stillende und Kinder sollen sich nicht ausschließlich von vegetarischer oder veganer Rohkost ernähren.

Unumstritten ist, dass eine Erhöhung des Rohkostanteils gesünder ist als eine Ernährung ausschließlich mit Normalkost, das heißt, verarbeiteten und erhitzten Lebensmitteln. Eine zeitlich begrenzte Rohkostdiät mit anschließender Ernährungsumstellung auf ausgewogene Mischkost kann außerdem beim Abnehmen helfen.

Welche Rohkost ist gesund?

Körner

Zu viel, zu fettig, zu salzig oder zu süß: Der Speiseplan der meisten Menschen weist ein Defizit an Frischem und Gesundem auf. Den Anteil an Rohkost zu erhöhen, ist daher in den meisten Fällen sinnvoll. Optimalerweise wird der Anteil an Rohkost schrittweise erhöht, damit der Organismus sich umstellen kann. Rohkost ist für die meisren gut verträglich, wenn sie alleine dem Körper zugeführt wird. Aber auch als Zwischengang oder vor einer warmen Hauptmahlzeit kann Rohkost konsumiert werden. Dennoch ist sie nicht für jeden geeignet. Viele Menschen bekommen, besonders zur Abendzeit, Verdauungsprobleme durch zu viel Rohkost.
Um dem Körper möglichst viele wertvolle Inhaltsstoffe zukommen zu lassen, empfiehlt es sich, auf saisonale Produkte aus der Region zurückzugreifen. Achten Sie in Ihren REWE Supermarkt auf die Produkte von REWE Regional. In diesem Sortiment finden Sie Produkte, die in Ihrer Region gerade Saison haben und von lokalen Erzeugern bereitgestellt werden. Rohkostprodukte sollten möglichst nicht lange gelagert, sondern frisch verarbeitet und verzehrt werden.

Auf ausgewogene Ernährung achten

Wer sich weitgehend von Rohkost ernähren möchte, sollte vor allem darauf achten, seine Ernährung ausgewogen zu gestalten: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate braucht der Körper. Nüsse sind zum Beispiel gute Lieferanten für pflanzliches Eiweiß und Fett, Avocado, Pflanzenöl und Hafer beinhalten ebenfalls wichtige Fette. Gurken, Bananen, Sonnenblumenkerne, Mungobohnen- und Kichererbsenkeimlinge liefern wichtige essenzielle Aminosäuren. Der Kalziumbedarf lässt sich mit Wildkräutern, Grünblattpflanzen und Sprossen, gemahlenem Sesam, Datteln, Feigen und Mandeln decken. Und es muss nicht immer Salat sein: Frisch gepresste Gemüsesäfte sind eine gute Ergänzung zur Rohkost. Auch Trockenobst und -gemüse vervollständigen den Speiseplan.

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