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Auf Wiedersehen, geliebter Burger, au revoir Spaghetti mit Tomatensoße? Wenn das Wort Rohkost fällt, bekommen die meisten Genießer Schweißausbrüche. Doch viele Gesundheitsbewusste schwören auf diese Ernährungsweise, die uns zurück zum Ursprünglichen führen soll. Was ist Rohkost und wie ernähre ich mich richtig damit? Diese Fragen werden jetzt beantwortet. So viel vorweg: Burger und Spaghetti sind bei dieser Ernährungsform durchaus erlaubt. Allerdings in etwas anderer Form.

Was steckt hinter der Rohkost-Ernährung?

Früchte

Grundsätzlich gibt es für die Rohkosternährung nur eine Grundregel: Es dürfen keine Speisen gegessen werden, die über 40 Grad erhitzt wurden. Auch Gärung, Fermentation und andere Prozesse, die den Ursprungszustand eines Lebensmittels erheblich verändern, sind tabu.

Damit wäre schon das erste Vorurteil geklärt: Rohkost muss nicht gleichbedeutend mit rohvegan sein, da auch tierische Produkte auf dem Speiseplan stehen dürfen, solange sie die 40 Grad-Regel einhalten.

Grundlage dieser Ernährungsweise ist die Überzeugung, dass gekochte Speisen eigentlich nichts für den Menschen sind und er seine Vital- und Mineralstoffe nur aus ursprünglichen Produkten erhalten kann.

Was bedeutet Rohkost für den Körper?

Es ist eine Tatsache, dass sehr viele Vitamine und Mineralien beim Kochen oder Braten zerstört, ausgeschwemmt oder so modifiziert werden, dass sie der Körper nicht aufnehmen kann. Auch gefürchtete Giftstoffe, wie das beim Braten entstehende Acrylamid aus der Fettverbrennung, werden so vermieden. Insofern ist also Rohkost durchaus eine gute Idee.

Wer nun aber vollkommen auf Salatblätter, gedörrtes Obst, rohes Gemüse, Nüsse, Samen und Pilze oder sanft erhitzte Suppen umsteigt und damit vegane Rohkost betreibt, läuft zwangsläufig Gefahr, sich einer Mangelernährung auszusetzen.

Deshalb ist es bei dieser Art zu essen unabdingbar, sich mit Nährstoffen, verschiedenen Rezepten und der gesamten Ernährungspyramide vertraut zu machen.

Wie ernähre ich mich richtig mit Rohkost?

Törtchen

Selbst überzeugte Rohköstler wissen, wie schwierig eine hundertprozentige Einhaltung der 40 Grad-Regel ist. Viele entscheiden sich deshalb, rund 80 Prozent des Speiseplanes roh zu gestalten und diesen mit 20 Prozent gekochtem Genuss zu ergänzen.

Dieser Mittelweg – eventuell mit einem größeren Anteil gekochter Nahrung – ist tatsächlich die beste Entscheidung, will man sich nicht den ganzen Tag damit beschäftigen, dass der Körper wirklich alle Nährstoffe erhält, die er braucht.

Alles, was luftgetrocknet ist, darf gegessen werden, wodurch zum Beispiel Schinken oder Lachs auf den Speiseplan rücken. Auch Rohmilchkäse sollten Freunde des Rohköstlichen für sich entdecken.

Wer aber vollkommen vegan leben möchte, sollte sich darüber informieren, wie zum Beispiel Fette gewisse Vitamine aufschlüsseln und wie man mit einer Mahlzeit alle wichtigen Nährstoffgruppen abdeckt.

Kurz zurück zu Burger und Spaghetti: Hackfleisch aus dem Dörrofen? Klingt nicht so lecker. Es lassen sich mit den richtigen Zutaten aber wunderbar rohkostverträgliche Burgerpatties zaubern, die schmecken, satt machen und selbst Fleischfans überzeugen. Bei den Spaghetti ersetzt man die Nudeln durch die sowieso gerade angesagten Zoodles (Zucchininudeln) und bereitet sich dazu zum Beispiel eine vegane Bolognese aus Tomatenmark, eingeweichtem Dinkel, Kräutern und Gewürzen.

Rohkost kann also Spaß machen und gut für den Körper sein. Solange man es vernünftig betreibt.