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Rhabarber

Rhabarber: Schmeckt nach Frühling

Echte Foodies denken beim Thema Frühling nicht nur an wärmeres Wetter und Sonnenschein, nein. Sie freuen sich ab April endlich wieder köstliche Kompotts, Baiser-Kuchen und Co. mit Rhabarber genießen zu können. Wenn auch Sie die Rhabarbersaison feiern und noch auf der Suche nach Rezepten und Infos sind, werden Sie hier fündig – versprochen.

Rhabarber-Rezepte von süß bis herzhaft

Gut zu wissen

Getarntes Gemüse

Auch wenn der Rhabarber im Supermarkt meist von Obst umgeben ist, trügt der Anschein, dass er zu den Früchten zählt. Botanisch gesehen ist Rhabarber tatsächlich ein Gemüse, das uns durch seinen fruchtig-sauren Geschmack schnell auf die falsche Fährte lockt. So ist Rhabarber, einfach ausgedrückt, ein Blattstiel, der eben etwas breiter und dicker ausfällt.

Ursprung im fernen Osten

So ewig lange ist es gar nicht her, dass wir auch hierzulande auf den Geschmack von Rhabarber gekommen sind: Erst seit etwa 160 Jahren wird er immer beliebter, sodass er mittlerweile auch weitflächig industriell angebaut werden muss. Ursprünglich stammt Rhabarber aus China. Dort wurde er allerdings nicht für den Genuss angebaut, vielmehr wurden die Wurzeln zu Heilzwecken eingesetzt.

Rhabarber in der Erde

Wann haben die Stangen Saison?

Die Witterungsbedingungen spielen eine große Rolle bei dem genauen Erntezeitraum von Rhabarber. Grob kann man aber sagen, dass Rhabarber von April bis Ende Juni erhältlich ist. Sobald die Stiele eine Länge von mindestens 25 cm erreicht haben und grünlich-rot gefärbt sind, kann die Ernte beginnen. Damit die Rhabarber-Saison im darauffolgenden Jahr ebenfalls erfolgreich wird, gönnen die Landwirte den Stangen ab Ende Juni eine Ruhepause zur Regeneration.

Rhabarber und Oxalsäure

Oxalsäure in niedriger Konzentration ist in Obst und Gemüse keine Seltenheit. Einige wenige Lebensmittel, darunter auch der Rhabarber, weisen jedoch höhere Werte auf (460 mg/100 g). Die Blätter enthalten deutlich mehr Oxalsäure und sind daher nicht zum Verzehr geeignet. Sie können sogar Vergiftungserscheinungen auslösen. Für gesunde Menschen bringt der Verzehr von Rhabarber in üblichen Verzehrsmengen keine gesundheitlichen Nachteile mit sich. Wer Rhabarber oder andere oxalsäurehaltige Lebensmittel sehr regelmäßig konsumiert, sollte jedoch beachten, dass die Oxalsäure die Verfügbarkeit von Mineralstoffen verringern kann. Wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte auf den Verzehr von oxalathaltigen Lebensmittel verzichten bzw. Rücksprache mit dem Arzt halten.

Rhabarber geschnitten

Wie bewahrt man Rhabarber am besten auf?

Glücklicherweise ist der Rhabarber keine besonders empfindliche Pflanze. Wer ihn nach dem Kauf noch nicht direkt verwenden möchte, kann die Stangen einfach in ein feuchtes Tuch wickeln und ein paar Tage im Kühlschrank verwahren.
Wer die Rhabarbar-Saison ein wenig verlängern möchte, kann ihn auch einfrieren. Schneiden Sie den Rhabarber dafür nach dem Waschen und Putzen in Stücke und frieren Sie diese in einem Gefrierbeutel oder in einer Dose ein. So können Sie auch außerhalb der Saison den süß-säuerlichen Geschmack genießen.

Wie wird Rhabarber richtig verwendet?

Waschen Sie die Stängel und ziehen Sie die faserige Haut mit einem Messer ab. Im Idealfall kochen oder blanchieren Sie den in Stücke geschnittenen Rhabarber: So geht ein Großteil der enthaltenen Oxalsäure ins Kochwasser über. Wer den Rhabarber für Kuchen verwenden möchte, kann ihn auch einfach samt Teig im Ofen garen. Für den rohen Verzehr ist Rhabarber nicht geeignet.

Woher kommt das pelzige Gefühl auf den Zähnen nach dem Essen von Rhabarber?

Das stumpfe, etwas pelzige Gefühl auf der Zahnoberfläche, das Sie beim Verzehr von Rhabarber sicherlich auch schon bemerkt haben, wird vermutlich durch die Oxalsäure verursacht. Sie greift den Zahnschmelz an, wodurch die Zahnoberfläche aufgeraut wird. Auch das ist bei normalen Verzehrsmengen nicht weiter tragisch. Wichtig ist jedoch, dass Sie mit dem Zähneputzen mindestens eine halbe Stunde warten. Ansonsten werden die Zähne noch zusätzlich strapaziert.

Die beliebtesten Sorten

Die Farbe des Rhabarbers lässt auf seine inneren Werte, sprich seinen Geschmack, schließen. So kann man sich als grobe Faustregel merken: Je grüner die Stangen, desto saurer der Geschmack. Und je rötlicher sie sind, desto süßer ist ihr Aroma.
 

- Holsteiner Blut ist die in Deutschland bekannteste Sorte. Die faserige Haut ist rot und das Fleisch grün. Der Geschmack dieser Sorte ist dementsprechend eher säuerlich, sodass eine gute Portion Zucker oder Sirup ratsam ist.

- Holsteiner Edelblut gehört zu den qualitativ besten Rhabarbersorten. Sowohl Haut als auch Fleisch sind rot gefärbt, was auf einen milden, wenig säuerlichen Geschmack schließen lässt.

- Der Name Goliath kommt nicht von ungefähr. Seine Stängel sind mit bis zu 90 cm Länge die Größten und auch die Ertragsmengen können sich sehen lassen. Das Aroma von Goliath ist leicht herb bis mild.

- Weitere grüne Rhabarbersorten sind z. B. Esta, die sehr herb und sauer schmeckt und The Sutton, die milder aber trotzdem mit nicht wenig Säure daherkommt.

- Zu beliebten roten, allesamt süßeren Rhabarbersorten, zählen Red Valentine, Frambozen Rood, Elmsfeuer und Vierländer.