Für 16 Stück/Stücke:
260 g Butter, weich
220 g Zucker
4 Eier (Gr. M)
250 g Weizenmehl, Type 405
2 TL Backpulver
Salz
600 g Rhabarber
2 EL Haselnusskerne
2 EL Aprikosenmarmelade (z. B. von REWE Bio)
Backofen vorheizen (200 °C, Ober-/Unterhitze; Umluft 180 °C). Für den Rührteig 250 g weiche Butter und Zucker mit dem Schneebesen des Handrührgeräts schaumig schlagen. Eier nach und nach zugeben und gründlich unterrühren. Weizenmehl, Backpulver und 1 Prise Salz mischen und zu der Ei-Butter-Masse geben. Backblech mit der restlichen Butter einfetten und Teig auf dem Blech verstreichen.
Rhabarber putzen, die Stangen waschen und trocken tupfen. Dann in 4 cm lange Stücke schneiden. Rhabarberstücke nach Belieben auf dem Teig anordnen und mit etwas Zucker bestreuen. Haselnusskerne grob hacken und drüber streuen.
Auf der mittleren Schiene im Backofen 25 bis 30 Minuten backen.
Nach dem Backen den Rhabarber dünn mit Fruchtaufstrich bestreichen
Rhabarber ist eine Pflanzenart aus der Familie der Knöterichgewächse. Die hellgrünlich-cremefarbenen Rhabarber Blüten sind recht klein und eher unscheinbar. Die Farbe der Rhabarberstangen lässt auf seine inneren Werte, sprich seinen Geschmack, schließen. So kann man sich als grobe Faustregel merken: Je grüner die Stangen, desto saurer der Geschmack. Und je rötlicher sie sind, desto süßer ist ihr Aroma. Hier finden Sie die beliebtesten Sorten:
Rhabarbersorte | Eigenschaften |
Holsteiner Blut | - rote Haut und grünes Fleisch - sehr säuerlich im Geschmack |
Holsteiner Edelblut | - gehört zu den qualitativ besten Sorten - Haut und Fleisch sind rot gefärbt - milder süßlicher, wenig säuerlicher Geschmack |
Goliath | - sehr große Pflanze: die Stängel sind bis zu 90 cm lang - hohe Ertragsmengen - mildes bis leicht herbes Aroma |
Esta | - zählt zu den grünen Rhabarbersorten - schmeckt sehr herb und sauer |
Weitere bekannte grüne Sorten: The Sutton, Rosara
Beliebte rote Sorten: Red Valentine, Frambozen Rood, Elmsfeuer, Vierländer
So ewig lange ist es gar nicht her, dass wir auch hierzulande auf den Geschmack von Rhabarber (wissenschaftlicher Name: Rheum rhabarbarum) gekommen sind: Erst seit etwa 160 Jahren wird er immer beliebter, sodass er mittlerweile auch weitflächig industriell angebaut werden muss. Ursprünglich stammt Rhabarber aus China. Dort wurde er allerdings nicht für den Genuss angebaut, vielmehr wurden die Rhabarberwurzeln zu Heilzwecken eingesetzt.
Oxalsäure in niedriger Konzentration ist in Obst und Gemüse keine Seltenheit. Einige wenige Lebensmittel, darunter auch der Rhabarber, weisen jedoch höhere Werte auf (460 mg/100 g). Die Blätter enthalten deutlich mehr Oxalsäure und sind daher nicht zum Verzehr geeignet. Sie können sogar Vergiftungserscheinungen auslösen. Für gesunde Menschen bringt der Verzehr von Rhabarber in üblichen Verzehrsmengen keine gesundheitlichen Nachteile mit sich. Wer Rhabarber oder andere oxalsäurehaltige Lebensmittel sehr regelmäßig konsumiert, sollte jedoch beachten, dass die Oxalsäure die Verfügbarkeit von Mineralstoffen verringern kann. Wer unter Nierenerkrankungen leidet, sollte auf den Verzehr von oxalathaltigen Lebensmittel verzichten bzw. Rücksprache mit dem Arzt halten.
Waschen Sie die Stängel und ziehen Sie die faserige Haut mit einem Messer ab. Im Idealfall kochen oder blanchieren Sie den in Stücke geschnittenen Rhabarber: So geht ein Großteil der enthaltenen Oxalsäure ins Kochwasser über. Wer den Rhabarber für Kuchen verwenden möchte, kann ihn auch einfach samt Teig im Ofen garen. Für den rohen Verzehr ist Rhabarber nicht geeignet.
Wer einen eigenen Garten hat, kann sich freuen. Denn selbstverständlich können Sie Rhabarber auch selber anbauen. Die Erntezeit dauert von April bis Juni. Nach dem Johannistag am 24. Juni sollten Sie keinen Rhabarber mehr ernten. Der Oxalsäuregehalt des Gemüses steigt mit der Zeit an und ist ab Ende Juni zu hoch, um den Rhabarber weiter bedenkenlos zu verzehren.
Schneiden Sie zunächst die ungenießbaren Blätter am oberen Ende der Stiele ab. Auch das untere Ende sollte mit einem Messer entfernt werden, es ist meist etwas eingetrocknet.
Falls Sie sich auch schon mal gefragt haben, welcher Wein zu Rhabarber passt, haben wir hier die Antwort: Da der Rhabarber ein feines Zusammenspiel von Süße und Säure mitbringt, passen leichte Weine mit ebenfalls feiner Säure und dezenter Süße ideal dazu. Üppige, schwere Weine unterstützen das Aroma des Frühlingsboten eher weniger.