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Bei der Paleo-Diät sind nur solche Lebensmittel erlaubt, die es bereits vor 100.000 Jahren zu Zeiten der Neandertaler gab. Das Risiko für Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck soll dadurch verringert werden. Doch ist die Steinzeiternährung wirklich so gesund?

Die Vorteile der Steinzeiternährung

Schüssel mit Salat

Bei der Paleo-Diät sind alle verarbeiteten Lebensmittel (genau wie moderne Zutaten wie Milchprodukte, Industriezucker, Aromen oder gehärtete Fette) tabu. Stattdessen kommen frische Wurzelgemüsesorten, Kräuter, Beeren und ausschließlich hochwertiges Fleisch sowie Eier und Fisch in Bio-Qualität auf den Tisch. Klingt wie der Traum jedes ernährungsbewussten Menschen? Ganz genau.

Durch die Bevorzugung von unverarbeiteten Lebensmitteln ist Paleo perfekt für alle Allergiegeplagten. Die einfachen Lebensmittel können vom Stoffwechselsystem überaus gut verarbeitet und verwertet werden. Auch Akne oder Hautunreinheiten sollen bei Einhaltung der Paleo-Diät zurückgehen.

Um zu entscheiden, ob Paleo wirklich gesund ist, muss man sich allerdings auch die andere Seite der Medaille anschauen.

Die Nachteile der Paleo-Diät

Holzbrett mit Fleisch

Die Paleo-Diät mag viele Vorzüge für die Gesundheit haben, ganz unproblematisch ist sie jedoch nicht. Jeden Tag Fleisch und Fisch – das ist gleichbedeutend mit reichlich tierischen Fetten, die wiederum neue Störungen auslösen, die von Mangelerscheinungen bis zu erhöhten Blutfettwerten reichen können. Und seien wir ehrlich: Alt wurden unsere Vorfahren nicht gerade.

Obwohl es durchaus möglich ist, eine Paleo-Diät gesund (mit wenig Fleisch) durchzuhalten, birgt die Ernährung große Risiken, weil es schnell an wichtigen Nährstoffen mangeln kann. Calcium etwa, das sich viele Menschen aus Milchprodukten holen, können Ungeübte nur schwer in ausreichender Menge ersetzen. Überhaupt ist der Speiseplan so stark zusammengestrichen, dass die dauerhafte Umsetzung schwerfällt.

Die Paleo-Diät und der Schlankheitseffekt

Omelette mit Spinat

Kann man mit der Paleo-Diät abnehmen? Verfechter sagen: auf jeden Fall. Zweifler sagen: nur kurzfristig. Die Wahrheit liegt dazwischen. Der weitestgehende Verzicht auf Kohlenhydrate in Kombination mit (guten) Fetten und viel hochwertigem Eiweiß ist tatsächlich ein Booster für den Körper, um die Fettreserven anzugreifen. Wer dazu allerdings keinen Sport macht, wird eher geringe Effekte verspüren.

Auch die Paleo-Ernährungspyramide, die auf Fleisch fußt, sollte eher mit Vorsicht genossen werden: Zu viel Fleisch macht am Ende eben doch dick – vor allem, wenn es als Basis der Ernährung fungiert.

Fazit: Wie gesund ist die Paleo-Ernährung?

Die positiven Effekte der Paleo-Diät auf die Gesundheit sind zu zahlreich, um sie unter den Tisch fallen zu lassen. Gleichzeitig ist ein so strikter Plan nach Schema N (wie Neandertal) eine große Einschränkung, die fast zwangsläufig Heißhungerattacken und Mangelernährung nach sich ziehen dürfte.

Wer seinem Körper aber immer mal wieder eine Paleo-Einlage von etwa zwei Wochen gönnt, kann nicht viel falsch machen. Das allerdings funktioniert genauso mit jeder anderen gesunden Ernährungsweise.

Viel besser (und für jeden Tag geeignet) ist eine einfache Ernährungslehre, die man aus der Paleo-Diät ziehen kann: weniger Zucker, weniger verarbeitete Lebensmittel, mehr selbst kochen und ein bisschen bewusster einkaufen. So hätten es vermutlich auch die Neandertaler gehalten.

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