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Wenn ein waschechter Italiener anfängt, die Speisekarte zu erklären, klingt das wirklich beeindruckend. Wenn allerdings der Ungeübte versucht, sein Lieblingsgericht zu bestellen, geht das schnell schief. Der wichtigste Ratschlag beim Thema Italienisch für Genießer ist: Vergessen Sie unbedingt das deutsche "SCH". Denn damit entlarven sich Nicht-Italiener sofort. Was das genau bedeutet? Dieser Sprachführer klärt auf.

Falsch: Bru-schetta

Was gibt es Schöneres, als einen lauen Sommerabend auf der Terrasse mit italienischem Wein und Bruschetta einzuläuten. Die Kombination aus frischen Tomaten, Knoblauch, Olivenöl und geröstetem Weißbrot ist nicht zu schwierig und kann selbst von absoluten Kochmuffeln gezaubert werden.
Wenn der Kellner kommt, lauert aber schon die erste Sch-Falle. Denn viele bestellen "einmal Bru-schetta", wenn sie eigentlich "einmal Brusketta" möchten. Typisch italienisch liegt dabei die Betonung auf der zweiten Silbe.

Falsch: Schiabatta

Weizenmehl, Salz, Hefe und Olivenöl, fertig ist der Brotbegleiter für alle italienischen Genüsse. Das hierzulande äußerst beliebte, grob poröse Brot bringt nur ein Problem mit sich: Wie spricht man es denn nun aus? Der durchschnittliche Deutsche sagt "Schiabatta" und liegt damit gar nicht so falsch. Perfekt: "Tschabatta".

Falsch: Gnockki

"Notschi", "Nockki", "Gnockki" oder schlichtweg "Kartoffelnudeln". So lecker Gnocchi aus Kartoffeln und Hartweizenmehl sind, so schwierig ist ihre Aussprache. Wer sich aber den Genuss der Leckereien mit Tomatensoße und Parmesan beim Italiener nicht entgehen lassen will, bestellt stilvoll seine Portion "Njockki".

Falsch: Fokatschia

Hierzulande ist Focaccia zwar recht beliebt, doch kennt noch nicht jeder das leckere Fladenbrot aus Hefeteig, das mit Olivenöl, Salz und gerne auch mit Kräutern belegt und gebacken wird. Die Italiener essen Focaccia nicht als Beilage, sondern pur als Snack. Damit müssen es deutsche Genießer natürlich nicht so genau nehmen, aber bei der Aussprache schon. Bei einer "Fokatschia" wird der Kellner vielleicht etwas fragend gucken, bei einem "Fokattscha" weiß er genau, was er bringen soll.

Falsch: Tackliatelle

Gehen wir zurück zur Pasta und damit zu Tagliatelle, den Bandnudeln, die beim Italiener mit am häufigsten auf dem Teller liegen. Denn die Nudelnester passen zu fast allen Soßen und haben zudem die ideale Form für eine schicke Präsentation. Bei all den Vokalen und Konsonanten, die hier zusammenkommen, fällt das Stolpern leicht. Bestellen Sie darum am besten einmal "Taljatelle". Und lassen Sie unbedingt das G weg.

Falsch: Stratziatella

Man muss den Italienern für die Eiskunst dankbar sein, die sie in den Sechzigern nach Deutschland importierten. Bei der Namenswahl für die beliebte Sorte kann es hierzulande schnell zum Versprecher kommen. Eisfans sollten am besten auf die Kugel "Stratziatella" verzichten und sich lieber eine Portion "Stratschatella" bestellen.

Kleiner Italien-Knigge

Mann und Frau mit Roller

Jedes Land hat seine Besonderheiten. Um im nächsten Italienurlaub eine gute Figur zu machen, helfen diese kleinen Regeln.

  • In Italien begrüßt man sich mit Buongiorno! (Guten Tag) und je später der Tag mit Buonasera! (Guten Abend). Mit Ciao! bitte nur Leute ansprechen, die Sie duzen möchten
  • Die Italiener sind sehr abergläubisch: Liegen Messer und Gabel gekreuzt, bringt das Unglück. Zieht man seinen Pullover falsch herum an, kommt ein Regenguss. Taubenkot auf der Schulter hingegen soll Glück bringen. In der südlichen Region Kalabrien soll ein beherzter Griff in den Schritt sämtliches Unglück abwehren
  • In Italien wird auf Stil großen Wert gelegt: Auf öffentlichen Plätzen in Bikini oder Badehose zu laufen gilt als höchst verpönt
  • Bei einem Restaurantbesuch wartet man bis einem ein Tisch zugewiesen wird. Einfach an einem freien Tisch platzzunehmen, gilt als sehr unhöflich
  • Nach dem Essen nimmt man in Italien sehr gerne noch einen Kaffee. Wenn Sie sich nicht sofort als ahnungsloser Tourist outen möchten, passen Sie sich am besten der Landessitte an und bestellen einen Espresso - auf keinen Fall eine Kaffeespezialität mit Milch. Cappuccino und Latte Macchiato trinkt man nur zum Frühstück