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Der 11. November ist in Deutschland und in einigen anderen Ländern der St. Martinstag, der mit verschiedenen Bräuchen verbunden ist.

Wer war St. Martin?

Hinter dem Heiligen Martin steht die historische Persönlichkeit des Martin von Tours, der um das Jahr 316/317 im heutigen Ungarn als Sohn eines römischen Soldaten zur Welt kam. Er wuchs in Norditalien auf und wurde ebenfalls Soldat. Aufgrund seiner religiösen Berufung verließ er die Armee im Alter von 40 Jahren und wurde christlicher Mönch. Im Jahr 361 gründete er im französischen Ligugé auf dem Gebiet eines verlassenen römischen Lagers das erste Kloster des Abendlandes.

Im Jahr 372 erhielt er die Weihe zum Bischof von Tours. Während der Zeit als Bischof soll er zahlreiche Wunder und Heilungen vollbracht haben. Martin von Tours starb am 8. November 397 im Alter von 81 Jahren. Seine Beisetzung fand am 11. November in Tours statt – an dem Tag, an dem wir heute St. Martin feiern.

Die Legende des Heiligen St. Martin

Um den Heiligen St. Martin ranken sich zahlreiche Legenden und Erzählungen. Zu den allgemein bekannten Legenden zählt eine Begebenheit, die in Martins Zeit als Soldat zurückreicht. Es heißt, an einem kalten Wintertag begegnete er einem armen, spärlich bekleideten Bettler. Als er diesen frieren sah, zerteilte er seinen Mantel mit seinem Schwert und reichte dem Bettler die eine Hälfte. In der darauffolgenden Nacht erschien der mit seinem Mantel bekleidete Bettler Martin im Traum und gab sich ihm als Christus zu erkennen.

 

Die Martinsgans - die Legende vom Verrat

Kulinarisch begeht man den Martinstag mit der Martinsgans. Diese mit feinen Zutaten gefüllte Gans ist ein schöner Anlass, um einen geselligen Abend im Kreis der Familie oder mit Freunden zu verbringen.

Der Legende nach versteckte sich der fromme und bescheidene Martin in einem Gänsestall, da er in der Stadt Tours zum Bischof gewählt worden war - dieser Wahl aber entgehen wollte. Die Gänse verrieten ihn allerdings durch ihr lautes Geschrei und Geschnatter - und die frommen Bürger von Tours fanden Martin in dem Stall. Seit diesem Tag, so will es die Legende, müssen an St. Martin die Gänse dafür büßen.

Die Martinsgans - historischer Gänsebraten

Historisch gesehen hat das Braten der Martinsgans nichts mit dem Verrat am Heiligen St. Martin zu tun, sondern beruht auf dem mittelalterlichen Bauernkalender.

Der 11. November markiert den Übergang vom Sommer zum Winter, an diesem Tag starteten die Bauern sozusagen in ihr neues Wirtschaftsjahr. Löhne wurden ausgezahlt, neue Pachtverträge geschlossen - und alles Vieh geschlachtet, das aus finanziellen Gründen nicht über den Winter gebracht werden sollte. So auch die Gänse, die an diesem Tag zu einem reichhaltigen Festmahl gebraten wurden.

 

 

Martinsfeuer

Der Sankt-Martins-Umzug und die Martinslieder

Am Abend des 11. Novembers ziehen vor allem Kinder und ihre Eltern durch die Dörfer und Städte und erleuchten die Dunkelheit mit ihren bunten St. Martins Laternen.

Vorn reitet oftmals ein als römischer Soldat verkleideter Mann, der den Heiligen Martin repräsentieren soll. Vorbereitet werden die Martins-Umzüge vor allem in Kindergärten, Schulen und kirchlichen Jugendgruppen. Während des Umzugs singen Kinder und Erwachsene – begleitet von Musikern – die traditionellen Laternen- und St. Martinslieder, wie beispielsweise "Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind" oder "Ich gehe mit meiner Laterne".

In vielen Gegenden folgt dem Ende des Umzuges ein Martinsfeuer, bei dem man heiße Getränke und Süßes verzehrt. Diese Bräuche sind der Erinnerung an die Milde und Barmherzigkeit der historischen Figur gewidmet.

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