rewe.de
https://www.rewe.de/ernaehrung/inspiration-der-woche/avocado/avocado-faq/

Eines sollte vorweg geschickt werden, wenn es um die Frage geht, ob Avocado dick macht: Nein, denn kein Lebensmittel macht per se dick. Man nimmt nur zu, wenn die Kalorienaufnahme größer ist als der Kalorienverbrauch. Punkt. Wie sich diese Kalorien zusammensetzen und was im Körper noch geschieht, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Und hier kommt die Avocado ins Spiel.

Welche Nährstoffe sind in Avocado enthalten?

Avocado

Avocado war lange Zeit der Inbegriff von Fett. Und 15 Gramm Fett pro 100 Gramm Fruchtfleisch (bei einer Pflanze, wohlgemerkt!) sind tatsächlich kein Pappenstiel. Die Rechnung war also stets: Wenn ich abnehmen will, ist Avocado absolut tabu, genauso wie Pizza oder Sahnetorte. Mit 160 Kalorien pro 100 Gramm entspricht die Avocado übrigens tatsächlich einem Sahnejoghurt oder ähnlichen Produkten.

Nun aber die andere Seite der Medaille: Experten sagen übereinstimmend, dass eine Avocado eine absolut empfehlenswerte Frucht bei einer Diät ist. Was stimmt denn nun? Wie so oft: der Mittelweg.

Tatsache ist, dass das in Avocados enthaltene Fett wertvoll ist. Es besteht nämlich zum größten Teil aus ungesättigten Fettsäuren. Diese machen lange satt und der Körper kann sie exzellent verwerten, um Organe zu schützen und wichtige Zellverbindungen aufzubauen. Gleichzeitig schlüsselt das Fett die Nährstoffe und Vitamine der Avocado perfekt auf und macht sie für den Körper zugänglich. Dazu gehören vor allem Vitamin A, C und E sowie Magnesium und Eisen.

Dazu kommen noch rund 7 Gramm Ballaststoffe, womit eine Avocado rund ein Drittel des Tagesbedarfs senkt. Und das alles bei einem fast lächerlich geringen Kohlenhydratgehalt von rund 9 Gramm pro 100 Gramm.

Wie viel Avocado ist gesund?

So schließt sich der Kreis und es stellt sich wieder die Ausgangsfrage: Macht Avocado dick? Oder besser: Wie viel Avocado sollte ich essen, um abzunehmen? Wer sich allein auf Avocados bei einer Diät verlässt, wird der Sache erstens schnell überdrüssig. Zweitens bringt eine Avocado aber eben sehr viele Kalorien mit, die schnell verputzt sind.

Da die Frucht ihr Fett schon mitbringt, ist es sinnvoll, bei einer Avocadocreme oder anderen Rezepten komplett auf weitere Öle oder Fette zu verzichten. Kombiniert mit Spinat und anderen frischen Zutaten für grüne Smoothies sorgt das Fett der Avocado nämlich dafür, dass die guten Nährstoffe der anderen Zutaten optimal aufgeschlüsselt werden.

Und: Wer zur Avocado greift, sollte auf einen süßen Nachtisch mit reichlich Kalorien verzichten. Das ist natürlich sowieso gesünder. Sehen Sie die grüne Powerfrucht einfach als Star Ihrer nächsten Mahlzeit, die kaum Begleitung braucht.

Ist die Avocado ungeeignet für eine Diät?

Avocado

Im Lichte dieser Werte ist die Avocado also zu Recht ein Superfood. Aber nur, wenn sie vernünftig und in der richtigen Kombination gegessen wird – zum Beispiel mit Eiweiß. Die Kombination aus gesunden Fetten und Eiweiß hilft dem Körper am besten, Muskeln aufzubauen, die wiederum Kalorien verbrennen und so den Grundumsatz des Körpers erhöhen. Außerdem macht diese Kombination am längsten satt. Avocado selbst bringt allerdings nur rund 2 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm mit.

Wer abnehmen möchte, sollte also auf die Kombination mit eiweißreichen Produkten setzen. Hüttenkäse oder körniger Frischkäse sind eine exzellente Wahl für einen gesunden Avocado-Start in den Tag: Einfach ein paar Schnitze Avocado mit Hüttenkäse bestreichen, Salz, Pfeffer und ein bisschen Zitronensaft darüber geben und genießen. Wetten, dass der nächste Hunger noch ewig auf sich warten lässt?

Welche Vitamine und Nährstoffe hat die Avocado?

Avocados stecken voller Vitamine, z. B.  Vitamin A und Vitamin. Genau genommen ist eine Avocado die natürliche (und gesündere) Variante der Multikomplex-Nahrungsergänzungsmittel – betrachtet man die Vielzahl der gesunden Inhaltsstoffe.

Der Vollständigkeit halber: Mit rund 7 g Ballaststoffen und 9 g Kohlenhydraten pro 100 g Fruchtfleisch liegt die Avocado in Sachen Low-Carb-Ernährung ziemlich weit vorne und ist auch bei den Ballaststoffen anderen Früchten ähnlicher Natur eine Nasenlänge voraus.