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10 Dinge, die Sie beim Grillen meiden sollten

Der ultimative Grill-Knigge

Schenken Sie diesen 10 Basic-Themen kurz ihre Aufmerksamkeit vor dem Grillen: Dann wird Ihr Outdoor-Event ein großer Erfolg. Also, ran an den Grill!

Vor der Hitze der Glut

1. Platz gemacht: Suchen Sie den perfekten Standort für Ihren Grill. Der Grill sollte fest stehen und darf keine Gefahr für die Gäste werden. Bei Kohlegrills die Windrichtung beachten, damit der Rauch die Gäste nicht umnebelt.

2. Großzügig sein: Haben Sie immer einen Beutel Holzkohle oder eine Reserveflasche Gas auf Vorrat. Nichts ist deprimierender, als wenn die Hitze vor der letzten Bratwurst erlischt.

3. Richtiges Timing: Überlegen Sie, wann der Appetizer oder die erste Wurst auf den Rost soll. Rechnen Sie dann zurück, wie viel Zeit Sie zum Vorheizen des Elektrogrills oder dem Anfachen der Holzkohle benötigen. Das Durchglühen der Kohle dauert 20 bis 30 Minuten. Holzkohle und Briketts sind dann rotglühend mit dünner weißer Ascheschicht überzogen. Grillen Sie nicht auf schwarzer Kohle, sie kann der Gesundheit schaden.

4. Beim Grillen kommt es auf die Minute an: Deshalb vor Grillbeginn alle wichtigen Utensilien wie Grillhandschuhe oder Grillzange griffbereit legen.

 

Nützliche Helfer

Grill-Utensilien haben zweierlei Nutzen: das Grillgut und den Grillenden zu schützen. Wir sagen Ihnen, auf welche Helfer Sie sich verlassen können.

Für alle Griller:
• Was auf keinen Fall fehlen darf: eine langstielige Grillzange. Mit ihr lassen sich Fisch, Fleisch oder Gemüse exakt auf den Rost legen und wenden, ohne das Gegrillte zu verletzen. Piekst man stattdessen mit einer Gabel ins Fleisch, tritt wertvoller Fleischsaft aus. Für große Bratenstücke oder ganze Fische bieten sich Grillwender an.

• Marinade lässt sich während des Grillens mit einem Pinsel leicht aufstreichen. Silikonborsten sind besonders hitzefest.

• Wer sich beim Gartest lieber auf die Anzeige eines Fleischthermometers verlässt als auf manuelles Prüfen, für den lohnt die Investition – besonders bei dicken Steaks oder großen Braten. Ansonsten hilft auch ein kleiner Schnitt mit einem scharfen Messer ins Fleisch, um den Garstatus zu erkennen (siehe auch „Gartest für Steaks“).

• Unumgänglich: Ein Brett und ein großes scharfes Messer zum Zerteilen von größeren Fleisch-, Geflügel oder Fischstücken.

• Spaß am Spieß: Holzspieße vor dem Bestücken rund 30 Minuten vorher in Wasser einweichen. Dann verbrennen sie nicht auf dem Grill und lassen sich leichter abstreifen. Metallspieße geben mehr Halt, wenn sie nicht rund, sondern flach geschnitten sind.

• Last but not least: anhaftende oder eingebrannte Grillreste mit einer rostfreien Stahlbürste abschrubben.

Für ambitionierte Griller:
• Die Anschaffung eines Anzündkamins: Holzkohle oder Briketts glühen schneller und gleichmäßiger durch als mit chemischen Grillanzündern. Trotz des hitzebeständigen Griffs des speziellen Ofenrohrs zusätzlich hitzebeständige Handschuhe tragen, um sich nicht zu verbrennen.

• Empfindliches Grillgut wie Fische oder Meeresfrüchte in speziellen Fischkörben grillen. Sie verhindern das Ankleben am Rost und das Zerfallen.

• Auf einer gelöcherten Edelstahl-Grillpfanne gelingen kleine und empfindliche Stücke perfekt wie Gemüse oder Fisch. Die Grillpfanne rund 10 Minuten auf dem Belegen vorheizen, damit das Grillgut schön braun wird. Nach Belieben kurz vor dem Belegen leicht fetten. Die Alternative: Alu-Grillschalen.

• Fleisch von der Rolle: Für Liebhaber großer Stücke ist das Schönste, wenn Braten oder ganze Tiere sich stundenlang um sich selbst drehen. Das gelingt manuell oder elektrisch an Drehspießen. Sie sind entweder in den Grill integriert oder als Aufsatz zu kaufen.

Eine Frage der Hitze: direkt oder indirekt grillen

Grillknigge Rdk Ais

Als der amerikanische Trend in Kugelgrills zu grillen, noch nicht zu uns rüber geschwappt war, kannten wir nur eine Grillmethode: das direkte Grillen. Schnitzel, Fischfilet oder Gemüsespieße rauf auf den Rost und direkt über der Glut oder dem Gasbrenner brutzeln. Diese uns vertraute Grillmethode ist perfekt für alle kleinen Stücke, die ziemlich schnell gar sind.

Das indirekte Grillen ist gemacht für große Fleischstücke, ganze Fische oder Hähnchen. Unerlässlich dazu ist ein Grill mit Deckel, damit die Hitze nicht entweichen, sondern im Grill zirkulieren kann und so auf schonende Weise das Grillgut langsam gart. Dabei liegt der Braten mittig auf dem Rost, ohne direkt von unten befeuert zu werden. Die Holzkohle oder die Gasbrenner befinden sich links und rechts vom Fleisch oder Fisch. Eine Schale unter dem Grillgut fängt heruntertropfendes Fett auf. Man kann die Schale auch mit etwas Bier oder Marinade füllen. So würzt die Flüssigkeit beim Verdampfen und schützt das Fleisch vor dem Austrocknen.

Direkte Hitze und indirekte Hitze lassen sich kombinieren: Das Grillgut erst kräftig bei direkter Hitze über der Glut oder einem Gasbrenner angrillen und bei indirekter Hitze langsam weitergaren oder warmhalten. Bei einem Grill ohne Deckel dazu eine Hälfte des Grills mit viel heißer Glut füllen, die andere Hälfte mit weniger. So kann das Grillgut sanft bei kleinerer Hitze weitergaren.

Beim den meisten Grills lässt sich der Abstand des Rosts zur Hitze variieren. Wird das Grillgut rasend schnell braun, den Abstand erhöhen, bleibt es lange blass, näher an die Hitze rücken.

Ein Tropfen auf der heißen Glut: Bier

Flammen schlagen manchmal hoch, wenn Fett aus dem Fleisch oder Öl aus der Marinade zischend in die Glut tropfen und zu Rauch verdampfen. Viele Griller löschen das Feuer mit einem kräftigen Schuss Bier, das dem Fleisch zusätzliche Würze schenken soll. Eher verhält es sich so: Eine Bierflasche steht erfahrungsgemäß nie weit vom Grill entfernt und wird als Erste-Hilfe-Feuerlöscher eingesetzt. Das Fatale: Bekommt Fleisch Bier ab, tropft die Würzmischung oder Marinade mit ins Feuer, die Glut kühlt runter, die Asche fliegt auf und haftet im schlechtesten Fall am Fleisch an. Wir empfehlen: Das Fleisch schnell neben die Glut zu ziehen. Bei Grills mit Deckel diesen schließen und die Lüftungsschlitze zur Hälfte zuschieben. Das entzieht den Flammen den Sauerstoff.

Grillknigge Rdk Ais

Genuss beginnt beim Einkauf

Kaufen Sie zum Grillen erstklassiges Fleisch, Geflügel, Gemüse, frische Fische oder Meeresfrüchte. Wenn Sie nicht genau wissen, ob ein Steak, Lammfilet, Dorade oder Rotbarsch für Ihr Grillvorhaben perfekt ist, fragen Sie einen Fachverkäufer. Denn Gegrilltes kann nur so köstlich schmecken, wie die Qualität von Beginn an ist.

 

Der Weg zu zartem Fleisch

Grillknigge Rdk Ais

Oftmals sind es nur Kleinigkeiten, die den Genuss von Steaks oder Schnitzeln perfekt machen:

• Legen Sie das Fleisch nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den heißen Grill. Lassen Sie es bei Zimmertemperatur rund 30 Minuten ruhen. So wird es im Inneren schneller gar und bleibt saftig.

• Heiß diskutiert – Fleisch vor oder nach dem Grillen salzen? Zumindest Grill-Profis scheinen sich einig zu sein: Sie salzen Rind, Schwein oder Lamm etwa 30 Minuten vor dem Grillen. Das Salz entzieht dem Fleisch zwar minimal Flüssigkeit, bildet aber auf dem heißen Rost eine herrlich würzige Kruste.

• Fleisch wird immer bei starker Hitze angebraten, um rasch eine Kruste mit ihren charakteristischen Röstaromen zu erhalten.

• Das typisch eingebrannte Kreuzmuster auf Steaks – wie wir es aus Kino-Western her kennen, gelingt so: Die Fleischstücke erst schräg im Winkel von ca. 45 Grad auf das Gitterrost legen und angrillen, dann die Steaks um etwa 90 Grad weiterdrehen. Das Fleisch wenden und auf der anderen Seite ebenso weitergrillen.

• Kleine Auszeit für gegrillte Steaks oder Braten: Das Gegrillte schmeckt saftiger und zarter, wenn es nicht direkt vom Rost auf den Teller kommt, sondern Sie dem Fleisch in Alufolie gewickelt eine kurze Ruhephase gönnen, in der sich der Fleischsaft gleichmäßig im Fleisch verteilt.

Große Herausforderung: Gartest für Steaks

Wann ist ein Steak rare, medium oder well done gegrillt? Meist sind es nur ein oder zwei Minuten, die darüber entscheiden, ob das Fleisch noch ziemlich blutig, zart oder schon zäh ist. Dieses schicksalshafte Timing lässt sich auf unterschiedliche Art messen – und immer ist ein Finger im Spiel.

Variante 1: Machen Sie einen kleinen Schnitt in die Unterseite des Steaks und prüfen die Fleischfarbe. Wenden Sie dann das Fleisch und drücken mit dem Zeigefinger auf das Steak: Ist es weich, mittelfest oder hart? Merken Sie sich den gefühlten Widerstand zur Farbe des Fleisches – und beim nächsten Mal brauchen Sie zum Prüfen das Steak nicht mehr einzuschneiden.

Variante 2:  Drücken Sie Ihren Zeigefinger auf Ihre Oberlippe. Fühlt sich das Steak per Finderdruck ebenso an, ist es noch ziemlich blutig, „medium“ entspricht einem Tippen auf die Nase und „well done“ ist hart wie die Stirn.

Variante 3: Messen Sie die Kerntemperatur im Steakinneren. Schieben Sie seitlich ein Fleischthermometer ins Steak. Zwischen 49 und 52 Grad ist es rare, zwischen 57 und 63 Grad medium und well done bei mindestens 68 Grad.

Wendepunkte von Fleisch, Fisch und Geflügel

Wer sein Stück Fleisch oder Fisch hektisch auf dem Rost hin- und herdreht, um zu gucken, ob es gar ist, outet sich als Grill-Anfänger. Profis haben die Ruhe weg und wenden Steak, Fischfilet oder Garnelen im Idealfall nur einmal. Denn dem Grillgut ist anzusehen, wann der Zeitpunkt für eine 180-Grad-Drehung ist. Ist das Grillgut bis zur Hälfte oder knapp darüber durchgegart und dadurch sichtbar heller als die noch rohe obere Hälfte, wird es gewendet und zu Ende gegrillt.

Sanfter Umgang: Fische und Meeresfrüchte

Meeresbewohner haben empfindliches Muskelfleisch, sind schneller gegrillt als Fleisch oder Geflügel und brauchen auf dem heißen Rost ein bisschen mehr Aufmerksamkeit.

• Festfleischige Fischfilets oder Fischkoteletts wie Lachs, Thunfisch oder Rotbarsch sind robust und bleiben auf dem Grill gut in Form.

• Obwohl Fischfilets und Garnelen zartbesaitet sind, schmecken sie am besten kurz bei starker direkter Hitze gegrillt. Nur ganze Fische bevorzugen mittlere indirekte Hitze.

• Fischfilets erst auf einer Seite so lange braten, bis sie eine Kruste bilden und sich problemlos vom Rost lösen. Dann auf die andere Seite drehen und etwas kürzer als die erste grillen.

• Fisch und Meeresfrüchte sind gar, wenn sie innen nicht mehr glasig sind.

• Aromabad: Fisch und Meeresfrüchte trocknen nicht aus, wenn sie vorher in einer Marinade Würze aufsaugen. Garnelen, Hummer und Co bleiben besonders saftig in ihrer eigenen Schale gegrillt.

 

Gelinggarantie: an Rezepten orientieren

Ihr Grill-Event wird garantiert erfolgreich, wenn Sie sich an den Garzeiten und Gartemperaturen des jeweiligen Rezepts halten. Grill ist nicht gleich Grill – und deshalb: Werfen Sie immer einen Blick auf Steaks, Spieße, Schnitzel – und freuen sich auf Ihre knusprigen und saftig-zarten Grill-Köstlichkeiten.

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