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Immer mehr Menschen reagieren auf zu viel Fruchtzucker mit Durchfall, Bauchkrämpfen, Übelkeit und anderen Beschwerden. Um diese Symptome zu vermeiden, sollte die Ernährung auf die Fructoseunverträglichkeit abgestimmt werden.

Fructoseunver-träglichkeit: Lebensmittel mit zu viel Fruchtzucker meiden

Nie wieder Obst? Das ist der erste Gedanke, den Menschen haben, wenn der Arzt die Diagnose Fruchtzuckerunverträglichkeit stellt. Dabei stimmt das gar nicht. Niemand muss komplett auf Obst und Co. verzichten. Kleine Mengen Fruchtzucker (unter 15 g) werden in der Regel vertragen. Der erste Schritt nach der Diagnose besteht deswegen darin, herauszufinden, welche fructosereichen Lebensmittel man in welchen Mengen verträgt.

Fructosereiche Lebensmittel: Vorsicht bei diesen Zutaten

Fruchtzucker steckt nicht nur ausschließlich in Früchten, was der Name falsch vermuten lässt, sondern auch in vielen Fertigprodukten.

Honig

Der aus Zuckerrohr und Zuckerrüben gewonnene Haushaltszucker – Saccharose – besteht zum Beispiel zur Hälfte aus Fructose. Fructose ist ebenso ein Lieblingssüßmittel der Lebensmittelindustrie, da es die 1,3-fache Süßkraft von Haushaltszucker aufweist. Aromatisiertes Mineralwasser, Wellnessdrinks, Limonaden, stark gezuckerte Milchprodukte und Frühstücksflocken enthalten oftmals große Mengen Fruchtzucker. Die folgenden Angaben auf der Zutatenliste weisen auf Fructose hin:

  • Zucker
  • Fructose oder Fruktose
  • Fructose-Glucose-Sirup
  • Fruchtzucker
  • Mais-Sirup
  • Zuckeralkohol
  • Birnendicksaft
  • Honig
  • Apfelkraut

Vorsicht gilt auch bei Light-Lebensmitteln. Die enthaltenen Zuckeraustauschstoffe verschlechtern die Aufnahme von Fructose zusätzlich und verstärken die Beschwerden. Solche Süßungsmittel sind zum Beispiel: Sorbit (E 420), Mannit (E 421), Isomalt (E 953), Maltit (E 965), Lactit (E 966), Xylit (E 967).

In der Natur kommt Fruchtzucker vor allem in Obst vor. Entscheidend für die Verträglichkeit sind zum einen das Verhältnis zwischen Glucose und Fructose und zum anderen der absolute Zuckergehalt. Vor allem Trockenfrüchte verursachen Beschwerden. Äpfel, Birnen und Weintrauben werden ebenfalls oft schlecht vertragen, genau wie Gemüse- und Obstsäfte.

Fructosearme Lebensmittel zum beschwerdefreien Genießen im Alltag

Avocado

Kompletter Verzicht auf Obst & Co. bei Fructoseunverträglichkeit? Besser nicht. Ein genereller Verzicht würde die Sensibilität für den Fruchtzucker zusätzlich erhöhen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Fructose bis zur jeweiligen Toleranzgrenze in die alltägliche Ernährung zu integrieren.

Da jeder Mensch mit Fructoseunverträglichkeit anders reagiert, gibt es hierfür keine verbindlichen Mengen- oder Lebensmittelangaben. Mit einer Phase des Herumprobierens sind die gut verträglichen Lebensmittel schnell gefunden.

Zu den Obstsorten mit wenig Fruchtzucker gehören zum Beispiel Avocado, Rhabarber, Mandarinen, Bananen, Honigmelonen oder Grapefruits.

Tipp: Obst wird oft besser vertragen, wenn man kleine Portionen isst und es mit eiweiß- und fettreichen Produkten, wie beispielsweise Quark, kombiniert.

Auch viele Gemüsesorten, zum Beispiel Spinat, Spargel, Blumenkohl oder Zucchini, enthalten wenig Fructose. Die Tiefkühlvarianten aus dem REWE Sortiment können teilweise noch besser verträglich sein. Hier lohnt sich das Ausprobieren.

Wenig Fruchtzucker enthalten ebenfalls Getreideprodukte, Kartoffeln, Fisch und Fleisch, Milch- und Milchprodukte, die nicht zusätzlich mit Fruchtzucker angereichert wurden. Ein Blick auf die Zutatenliste ist für Menschen mit Fructoseintoleranz in jedem Fall unerlässlich.

Fructoseintoleranz Rdk Ail