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Ähnlich wie Gluten oder Laktose gehört Fruchtzucker zu jenen Stoffen, die von manchen Menschen nicht oder nur eingeschränkt verarbeitet werden können. Wie andere Unverträglichkeiten auch scheint die Fructoseintoleranz immer häufiger zu werden. Etwa ein Viertel aller Deutschen ist laut Schätzungen betroffen, allerdings bemerken die meisten wenige oder keine Symptome. Die folgenden Fakten sollten Betroffene kennen.

Was ist Fructoseintoleranz?

Gemüse

Wenn der Körper es nicht schafft, Fructose aus der Nahrung adäquat aufzuspalten und zu verdauen, zeigt sich dies oft durch Verdauungsbeschwerden. Das Problem: Fructose ist nicht nur in Obst enthalten, sie wird als Zuckeraustauschstoff aufgrund der (vermeintlichen) gesundheitlichen Vorteile auch immer häufiger für industriell erzeugte Lebensmittel verwendet.

Grundsätzlich wird zwischen der erworbenen und der genetischen Fructoseintoleranz unterschieden. Menschen, die unter der erworbenen Form leiden, können weniger als 25 Gramm Fructose über den Dünndarm aufnehmen – eine relativ geringe Menge, die die meisten Lebensmittel mit Fructose locker sprengen. Genetisch Intolerante können hingegen überhaupt keinen Fruchtzucker verdauen – und müssen ihn dementsprechend komplett meiden.

Gut zu wissen: Selbst ein gesunder Dünndarm ist nur fähig, rund 50 Gramm Fructose aufzunehmen. Alles darüber hinaus ist Stress für das Verdauungssystem und kann zu Magen-Darm-Problemen führen.

Was sind die Symptome von Fructoseintoleranz?

Wird Fructose im Dickdarm (und nicht, wie normalerweise im Dünndarm) von den Bakterien aufgespalten und verdaut, entstehen dabei Gase, die für Bauchschmerzen, Durchfall und zahlreiche andere Verdauungsbeschwerden verantwortlich sind. Nichts davon ist zunächst wirklich bedrohlich – allerdings leidet das Wohlbefinden erheblich. Und: Eine schlechte Verdauung kann sich langfristig auf den gesamten Körper auswirken.

Bei einer genetisch bedingten Fructoseintoleranz sollte man jedoch die Symptome sehr ernst nehmen, da diese nur ein Marker für das gesamte Krankheitsbild sind, das zu Nieren- oder Leberschäden führen kann.

Muss man komplett auf Fruchtzucker verzichten?

Fruchtsaft

Bei allen erworbenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten gilt: Auf die Dosis kommt es an. Das gilt allerdings nicht, wenn die Fruchtzuckerunverträglichtkeit genetisch bedingt ist. Menschen, deren Körper gar keine Fructose abbaut, sollten diese komplett meiden.

Alle anderen sollten herausfinden, welche Lebensmittel in welcher Menge vertragen werden. Dabei spielen neben der festen Nahrung auch Alkohol und gesüßte Getränke eine Rolle.

Übrigens: Verzichten Sie bei einer erworbenen Fructoseintoleranz nicht komplett auf fruchzuckerhaltige Lebensmittel. Der Körper verlernt die Verdauung und reagiert umso heftiger auf kleine Mengen. Die tägliche Portion Obst ist also weiterhin erlaubt und wichtig.

Wie wird Fructoseun-verträglichkeit diagnostiziert?

Sobald der Körper nach einer Mahlzeit mit Verdauungsbeschwerden reagiert, liegt der Verdacht einer Nahrungsmittelunverträglichkeit nahe. Ob es sich um Laktose, Milcheiweiß, Gluten oder eben Fructose handelt, kann nur der Arzt mit einem speziellen Test feststellen.