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Das hast du immer da

Tolle Gerichte müssen nicht immer aufwändig sein. Oft reicht ein kleiner Einkauf, um unsere Schätze aus Speisekammer und Kühlschrank klug zu ergänzen. Butter, Reis, Milch – wir haben uns die treuen Begleiter mal genauer angeschaut. Ein Überblick.

DIE GROSSEN DREI AUS DEM TROCKENREGAL

NUDELN

Nudeln

Sie wurden vermutlich vor mehr als 4000 Jahren in China erfunden. Heute wird zwischen zahlreichen Nudelsorten unterschieden. Mit Pasta meint man die italienische Version, die meist nur aus Wasser und Hartweizengrieß besteht. Die Nachfrage nach Vollkornnudeln aus dem Mehl des vollen Korns von Dinkel, Roggen oder Weizen steigt aber immer mehr. Sie müssen etwas länger kochen als andere Teigwaren. Besonders in Deutschland sind auch Eiernudeln beliebt. Eier lassen die Nudeln beim Kochen zart und locker werden und verstärken ihre goldgelbe Farbe. Es gibt zahlreiche Nudelvariationen und für jedes Gericht die optimale Form: Langware meint schnur- , band- oder röhrenförmige Teigwaren wie Spaghetti, Pappardelle, Tagliatelle oder auch Lasagne-Platten. Kurzware meint gedrehte, gerillte oder gelochte Formen wie beispielsweise Spiralen, Muscheln, Farfalle, Cannelloni oder Spätzle. Man sollte Nudeln trocken und idealerweise in einem dicht schließenden Behälter aufbewahren. 

REIS

Reis

Er ist der Kosmopolit der Küche. Reis wird nach der Form und der Größe des Korns unterschieden. Langkornreis hat lange, schlanke Körner. Er wird für salzige und herzhafte Gerichte verwendet und eignet sich wegen seiner Kocheigenschaften gut als Hauptgericht oder für Currys. Zu den bekanntesten Sorten gehören Jasmin- und Basmati-Reis. Sie schmecken aromatisch und leicht nussig. Rundkornreis spielt die Hauptrolle in Süßspeisen und Risotto-Gerichten. Er hat einen weichen und zarten Geschmack. Beliebte Sorten sind Milch-, Risotto- und Sushireis. Mittelkornreis hat einen weichen und kalkigen Kern. Sorten wie der Bahia aus Spanien eignen sich beispielsweise für eine spanische Paella. Er schmeckt besonders mild. Mit Ausnahme von Milch- oder Klebereis sollte Reis immer möglichst körnig zubereitet werden. Dafür ist es wichtig, nur so viel Wasser beim Kochen zu verwenden, wie von den Körnern aufgenommen wird, also 1 Teil Reis in 2 Teilen Wasser. Rohen Reis sollte man dunkel, luftdicht und trocken in einem Behälter lagern – dann ist er etwa zwei Jahre haltbar.

COUSCOUS

Couscous

Ein Nationalgericht aus Nordafrika. Der aus Hartweizen bestehende Couscous wird traditionell in einem speziellen Topf, der Couscousière, zubereitet. Dabei werden die Körner nicht darin gekocht, sondern über heißer Brühe gedämpft. Der bei uns übliche Instant-Couscous ist aber vorgegart. Er wird lediglich mit Brühe oder heißem Wasser übergossen und muss darin nur wenige Minuten aufquellen. Couscous schmeckt toll in Suppen oder als pure Beilage. In Kombination mit Datteln, Feigen, Milch, Zimt und Honig lassen sich köstliche arabische Nachspeisen zubereiten.

SPEISEKAMMER-BASICS

KONSERVEN (Mais, Thunfisch, Bohnen)

Mais

Die wichtigste Säule einer jeden Vorratshaltung ist ein gutes Sortiment abwechslungsreicher Konserven. Ob Mais oder Bohnen – sogenannte Vollkonserven sind selbst ohne Kühlung fast unbegrenzt haltbar und bei Bedarf schnell zubereitet. Fleischkonserven und viele Fischkonserven (wie Fischfeinkost oder Marinade-Bratfischwaren) zählen zu den Halbkonserven und sollten stets kühl gelagert werden.

PASSIERTE TOMATEN

Passierte Tomaten

Tomaten für die Dose werden rot, reif und saftig geerntet – anders als die meisten Frischtomaten. Es gibt sie in Stücken oder als passiertes und dick gekochtes Püree in Dosen oder Packungen. Passierte Tomaten sind die Basis für eine schmackhafte Tomatensauce, die sich für Pasta, Lasagne, Chili con Carne oder auf Pizza eignet. Mit der Zugabe von Kräutern lässt sich die Tomatensauce verfeinern. Passierte Tomaten bringen aber auch Kraft in Suppen und Schmorgerichte. Nach dem Öffnen sollten die Dosentomaten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

TOMATENMARK

Tomatenmark

Es handelt sich um konzentriertes Tomatenfruchtfleisch, das aus frischen Tomaten hergestellt wird. Nachdem sie geschält und entkernt wurden, wird ihr Fruchtfleisch eingekocht und passiert. Das Mark wird meist in Tuben abgefüllt. Man unterscheidet Tomatenmark nach dem Wassergehalt: Es gibt einfach (80%), zweifach (70%) und dreifach (maximal 65%) konzentriertes Mark. Es verleiht Suppen und Saucen ein starkes Aroma und natürlich die kräftig rote Farbe. Die Zutat macht sich aber auch gut in Marinaden für beispielsweise Grillfleisch und sorgt darin für eine fruchtige Note. Man sollte geöffnete Tuben im Kühlschrank lagern.  

ZWIEBELN

Zwiebeln

Sie sorgen für eine unschlagbare Würze. Die klassische Speisezwiebel wurde schon im Altertum als Nähr- und Heilmittel verwendet. Sie hat eine hellbraune bis kupferfarbene Schale und schmeckt scharf-würzig – beim Schmoren entwickelt sie aber eine leichte Süße. Sie passt somit zu Schmorgerichten, Saucen, Suppen oder zu Hackfleisch. Die weiße Zwiebel schmeckt mild und süß-würzig. Sie macht sich gut in Salaten und Marinaden. Rote Zwiebeln haben eine dünne, dunkelrote Schale, ein leicht scharfes Aroma und sind beliebt für Salate. Die Gemüsezwiebel ist größer als die anderen Sorten und schmeckt mild-aromatisch. Sie passt zu Rohkost und leichten Salaten. Schalotten sind birnenförmig und haben eine braun- bis rosafarbene Schale. Wegen ihres fein-milden Aromas werden sie gern in der gehobenen Küche zu edlem Fisch und zartem Gemüse verwendet. Frühlingszwiebeln sind trotz des Namens das ganze Jahr über erhältlich. Optisch erinnern sie an Lauch und eignen sich mit ihrem knackig-frischen Geschmack für asiatische Speisen. Zwiebeln sollten kühl, dunkel und möglichst luftig (also nicht in Tüten) gelagert werden. Rote Zwiebeln und Frühlingszwiebeln (auch als Lauchzwiebeln bekannt) gehören aber ins Gemüsefach des Kühlschranks.

KNOBLAUCH

Knoblauch

Die Knoblauchpflanze stammt ursprünglich aus den Steppen Innerasiens. Das Aroma des Knoblauchs ist in seinem stark schwefelhaltigen, ätherischen Öl gebunden. Die Knolle besteht aus mehreren Zehen, die von weißen oder violetten Häutchen umgeben sind. Getrockneten Knoblauch gibt es in weiß und rosa zu kaufen. Das intensive Aroma und die einzigartige Würze harmonieren mit Fleisch, Gemüse, Eintopf- und Bohnengerichten, deftigen Saucen und Salaten. Frischen Knoblauch erkennt man an der weißen Farbigkeit und der Festigkeit der Knolle. Knoblauch, der sich eindrücken lässt, sollte bald verzehrt werden. Die Knollen sollten luftig und bei Zimmertemperatur gelagert werden.

MEHL

Mehl

Ob Brot, Pizza- oder Nudelteig, Brötchen, Kuchen, Plätzchen oder anderes Gebäck – ohne Mehl geht hier nichts. Mehl entsteht durch das feine Mahlen von Getreidekörnen. Dabei unterscheidet man verschiedene Sorten: Weizenmehl ist das gängigste Produkt, hat einen hohen Anteil an Stärke und eignet sich besonders gut zum Backen. Aber auch aus dem dunkleren Roggenmehl mit höherem Mineralstoffgehalt lassen sich köstliche Brote und Brötchen herstellen. Dinkelmehl sorgt für einen nussartigen, feinen Geschmack und Maismehl für die charakteristisch gelbe Farbe. Mehl sollte immer kühl und trocken gelagert werden und keinen Kochdämpfen ausgesetzt sein. So halten sich helle Mehle 1 bis 1,5 Jahre, dunklere Mehle 6 bis 8 Monate und Vollkornprodukte 6 bis 8 Wochen.

HONIG

Honig

Ein Naturprodukt, das schon im Altertum wegen seiner Inhaltsstoffe als Nahrungs-, Heil und Schönheitsmittel geschätzt wurde. Ob dunkler Wald- oder heller Wiesenhonig, ob zuckersüßer Rapsblütenhonig oder herb-nussige Variationen – die große Auswahl hält für jeden die passende Sorte bereit. Honig darf als Süßungsmittel in keiner gut sortierten Vorratskammer fehlen und bietet eine Alternative zu herkömmlichem raffinierten Zucker. Kühl und trocken gelagert ist er nahezu unbegrenzt haltbar. Die optimale Lagerungstemperatur liegt bei 18 Grad Celsius.

CEREALIEN

Müsli

Egal ob fertig gemischtes Müsli oder Cornflakes – für einen guten Start in den Tag gehören Cerealien in jeden Vorratsraum. Haferflocken sind in nahezu jedem Müsli enthalten. Bei der Lagerung gilt vor allem: Frühstücksgetreide mögen es trocken.

BACKPULVER

Backpulver

Die Mischung aus einer CO2-Quelle (z. B. Natron) und einem Säuerungsmittel (z. B. Weinsäure) ist aus keinem Backbuch mehr wegzudenken. Damit hatte der Erfinder Eben Norton Hosford 1854 sicherlich nicht gerechnet. Wurden zu Beginn nur größere Mengen für Bäckereien abgefüllt, können wir heute sogenannte Briefchen mit kleinen Mengen Backpulver erwerben. Um Feuchtigkeit zu binden und eine vorzeitige CO2-Entwicklung zu verhindern, wird es meist als Treibmittel zugegeben. Damit das praktische Backpulver seine Wirkung behält, sollte man es dennoch trocken aufbewahren.

OLIVENÖL

Olivenöl

Es wird aus den Früchten des Olivenbaums gewonnen, der die Landschaften des Mittelmeerraums prägt und bis zu 1000 Jahre alt werden kann. Von November bis Januar ist hier Oliven-Erntezeit. Das aus dem Fruchtfleisch und dem Kern gewonnene grüngoldene Öl eignet sich zum Braten, Backen und Frittieren. Dunkelgrünes Öl schmeckt fruchtiger und stärker. Gelbliches Öl ist reifer und schmeckt süßer. Lagerung: kühl, trocken und dunkel.

SOJASAUCE

Sojasauce

Buddhistische Mönche sollen die würzige Sauce vor rund 5000 Jahren in China das erste Mal gebraut haben. Traditionell zubereitet, gärt ein Brei aus Sojabohnen, Meersalz, Wasser und geröstetem Weizen unter Zusatz eines Gärpilzes in Zedernholzfässern. Bei japanischen Sojasaucen unterscheidet man zwischen der milden Sorte „Shoyu“ und der stärkeren Sorte „Tamari“. Aufgrund der natürlich enthaltenen Glutaminsäure hat Sojasauce die Geschmacksrichtung „umami“, die neben süß, sauer, salzig und bitter als der fünfte Geschmack gilt. Sie eignet sich zum Verfeinern von Salatdressings, Marinaden, Pfannengerichten mit Reis und Gemüse, gebratenem Fleisch oder Fisch, Sushi, Sashimi, Teriyaki, Lachs oder Tofu. Geöffnete Sojasaucen-Flaschen sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden.

ESSIG

Essig

Schon im alten Ägypten und Griechenland wurde Essig produziert. Er entsteht aus Wein: Essigsäurebakterien wandeln den Alkohol in Essigsäure um. Essig verfeinert Suppen, verleiht Salaten eine besondere Note und eignet sich als Konservierungsmittel für Früchte und Gemüse. Man unterscheidet Weißweinessig, Rotweinessig, Fruchtessig, Malzessig, Reisessig, Sherryessig und Aceto balsamico. Essig hält sich fast unbegrenzt – dafür sollte er dunkel, kühl und gut verschlossen gelagert werden.

GEMÜSEBRÜHE

Gemüsebrühe

Sie besteht aus verschiedenen Gewürzen, Kräutern, Gemüse, Meersalz und Hefeextrakt. Diese Kombination sorgt für einen extra würzig-salzigen Geschmack in den Pulvern, Würfeln und Pasten. Durch Stärke und Reismehl entsteht die typische Konsistenz und Rieselfähigkeit körniger Brühen. Gemüsebrühe versorgt Saucen, Suppen und Gemüsepfannen mit intensiver Würze. Sie sollte gut verschlossen, kühl und dunkel gelagert werden.

SENF

Senf

Körnig, cremig, pikant oder fruchtig – die Variationen von Senf sind vielfältig. Mittelscharfer Senf enthält gelbe und braune Senfsaat und hat den größten Marktanteil in Deutschland. Er wird traditionell zu gebratenem und gegrillten Fleisch, Aufschnitt, Brat- oder Bockwurst genossen. Feigensenf hingegen passt gut zu Käsesorten wie Camembert oder Ziegenkäse. Dijon-Senf ist extrascharf und versorgt Vinaigrettes, Gemüse, Fisch, Fleisch und Gemüse mit einer pikanten Würze. Süßer Senf hat weiße und braune Senfkörner, die vor dem Mahlen noch leicht geröstet werden. Der nussig-süße Geschmack macht sich toll zu Weißwurst, Kartoffelsalat, Salatdressings oder eingelegtem Gemüse. Senf mag es kühl und dunkel, denn bei Lichteinfluss verliert er seine Farbe.

ZIMT

Zimt

Sein Duft ist unverkennbar – intensiv, süß, mit einer leicht holzigen Note. Das auch als Kaneel bekannte Gewürz stammt aus Ostindien und Sri Lanka. Dort wächst der Ceylon-Zimtbaum, aus dessen Rinde Zimt gewonnen wird. Das Gewürz kam im 15. Jahrhundert nach Europa und wurde teuer gehandelt. Heute ist es als Stangenzimt oder in gemahlener Form erhältlich. Beim Kochen sollte man Zimt erst am Ende hinzufügen, sonst wird er bitter. Er schmeckt fantastisch zu weihnachtlichen Gerichten und Gebäck, verleiht aber auch deftigen Fleischgerichten eine überraschende Note. Er sollte gut verschlossen, trocken und dunkel gelagert werden – dann hält er sich bis zu vier Jahre.

ZUCKER

Zucker

In tropischen und subtropischen Ländern wie Australien, Mexiko, Kuba, Brasilien oder Thailand wird Zuckerrohr angebaut – ein Gras mit 4-6 Zentimeter dicken Stängeln mit einem süßen Saft, der ausgepresst wird, um den Zucker zu produzieren. In Europa wird Zucker aus Zuckerrüben gewonnen. In Deutschland werden sie ab September geerntet. Zucker aus Rübe und Rohr sind chemisch identisch. Je nach Weiterverarbeitung unterscheidet man Kristallzucker, Raffinade, Puderzucker, Würfelzucker, Kandis und braunen Zucker. Jede Sorte sollte luftdicht und trocken gelagert werden, sonst bilden sich Klumpen. So hält sich Zucker praktisch unbegrenzt.

KRÄUTER DER PROVENCE

Kräuter der Provence

Die Mischung aus getrockneten Kräutern ist aus der südfranzösischen Küche nicht mehr wegzudenken. Sie kommt bei Fleisch, Fisch, Gemüse, Suppe, Eintöpfen und Marinaden zum Einsatz. In der Regel besteht die Kräutermischung aus Rosmarin, Lorbeer, Thymian, Majoran und Bohnenkraut. Außerdem können Anis, Basilikum, Lavendel, Fenchel, Estragon, Kerbel, Oregano, Salbei und Wacholder beigefügt sein. Kräuter der Provence-Mischungen sollten trocken, kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden.

SALZ

Salz

Schon im alten Babylon würzte man mit dem „weißen Gold“. In der Küche darf es nicht fehlen, da es den Eigengeschmack von Speisen hervorhebt. Daher gibt man Salz auch oft beim Backen von Süßspeisen hinzu. Das Würzmittel gehört in nahezu jede Speise. Gemüse wird in Salzwasser gekocht, da es die Zellwände öffnet und somit die Garzeit reduziert. Als Speisesalz kommen in erster Linie Meersalz und Steinsalz zum Einsatz, da sie einen geringen Anteil anderer Salze enthalten. Bei der Lagerung sollte man auf niedrige bis keine Luftfeuchtigkeit achten. Denn Salz nimmt Feuchtigkeit auf und bildet Klumpen. Ansonsten ist es unempfindlich.

CHILIPULVER

Cili

Für mehr Feuer im Essen: Der Ursprung der Chilischote liegt in Mittel- und Südamerika. Chilipulver wird aus kleinen, scharfen, getrockneten, gemahlenen Chilis zubereitet. Es wird zum Abrunden und für einen feinen Schärfegrad verwendet. Chili verleiht Fleisch- und Gemüsegerichten den geschmacklichen Kick, ist Bestandteil der Chili con Carne und der Pasta all’arrabbiata. Wenn süße Speisen wie zum Beispiel Schokoladenmousse auf Chili trifft, wird es extra feurig. Chili sollte fest verschlossen, dunkel und kühl aufbewahrt werden.

PFEFFER

Pfeffer

Seine Heimat ist Südindien und Kambodscha. Hier gedeihen die Pfefferbäume am besten. Mittlerweile wird Pfeffer aber in ganz Südostasien, den Westindischen Inseln, auf Madagaskar und in Brasilien angebaut. Abhängig vom Erntezeitpunkt und von der Verarbeitung haben Pfefferkörner verschiedene Färbungen: Für schwarzen Pfeffer werden grüne und unreife Beeren mehrere Tage in der Sonne getrocknet. Sie sind im Ganzen oder gemahlen erhältlich. Weißer Pfeffer ist milder im Geschmack und besteht aus rötlichen, fast reifen Beeren. Grüner Pfeffer wird aus frischen, grünen, unreifen Beeren gewonnen. Roter Pfeffer ist selten, er stammt von den fast reifen, rosa Beeren. Er ist sehr aromatisch und hat einen harzigen Geschmack. Pfeffer gehört in jede Küche, verleiht Gerichten eine herrliche Schärfe. Jede Pfeffersorte sollte trocken, kühl und lichtgeschützt gelagert werden.  

PAPRIKAPULVER

Paprikapulver

Seit dem 18. Jahrhundert wird Paprikapulver als Gewürz geschätzt. Zur Herstellung werden reife, rote Paprika getrocknet und zu einem feinen Pulver gemahlen. Die Bandbreite reicht vom milden Delikatess-Paprika (intensiv rot und süß-fruchtig) über pikanten Edelsüß-Paprika (leuchtend rot und fruchtig-mild) bis hin zum sehr scharfen Rosenpaprika (dunkelrot bis rotbraun). Die verschiedenen Schärfegrade entstehen durch das Entfernen der Samen und Scheidewände. Hinsichtlich Lagerung ist Paprikapulver unkompliziert: dunkel, kühl und trocken.

BASILIKUM

Basilikum

Sein aromatischer, leicht süßlicher und etwas pfeffriger Geschmack ist vor allem in der italienischen Küche sehr beliebt. Zu den bekanntesten Gerichten zählen die Caprese, ein Salat aus Tomaten und Mozzarella, und Pesto alla genovese. Getrocknete und zerhackte Basilikumblätter sollten in einem aromaversiegelten Gefäß aufbewahrt werden. Wer das Aroma frischer Blätter haltbar machen will, sollte die Zweige einfach einfrieren. Übrigens: Basilikum wird eine die Libido steigernde Wirkung nachgesagt.

CURRYPULVER

Curry

Wer gut indisch kochen will, der muss ein guter masalchi (Gewürzmischer) sein. Während in Indien jedoch gleich mehrere masalas (Gewürzmischungen) zum Standardrepertoire gehören, ist es bei uns zunächst nur das Currypulver, das in erster Linie für die Saucenküche verwendet wird. Eine Currysauce verwendet man zu gedünstetem wie auch gebratenem Fisch, Hähnchen und Kalbfleisch, gerne in Kombination mit fruchtigen Noten wie Ananas oder Aprikosen. Bei fertigen Mischungen von Currypulver kann das Aroma nach dem ersten Öffnen der Packung ziemlich schnell entweichen. Die Gewürzmischung sollte deshalb in einem fest schließenden Behälter dunkel und kühl gelagert werden. So bleibt das Pulver etwa 6 Monate frisch.

KÜHLSCHRANK-BASICS

MILCH

Milch

Sie ist schon seit Jahrhunderten ein Grundnahrungsmittel aus der Natur. Im Regal unterscheidet man Milch nach dem Verfahren, mit dem sie haltbar gemacht wird. „Frische Vollmilch – traditionell hergestellt“ meint pasteurisierte Milch, die kurzzeitig auf 72-75°C erhitzt wird. Durch die Pasteurisation ist sie gekühlt etwa 8 Tage haltbar. Steht auf einer Packung „Frische Vollmilch – länger frisch (ESL)“ wurde die Milch auf bis zu 127°C erhitzt und ist damit gekühlt maximal 24 Tage haltbar. ESL steht übrigens für „Extended Shelf Life“ – „verlängertes Leben im Regal“. Die „H-Milch“ wird auf mindestens 145°C ultrahocherhitzt. Sie hält sich ungeöffnet bei Raumtemperatur 3-6 Monate. Milch sollte man immer im Haus haben – man braucht sie für Pfannkuchen, Desserts, Kakao, Saucen, Dips, Milchreis, Kuchen, Shakes, Lassis oder die warme Milch mit Honig. Als Milchersatz eignen sich je nach Geschmack Soja-, Reis-, Hafer- Mandel- oder Kokosmilch.

BUTTER

Butter

Das Streichfett wird schon seit Jahrtausenden verwendet. Es wird fast ausschließlich aus Kuhmilch hergestellt – Butter aus anderen Milchsorten (wie Schaf- oder Ziegenmilch) muss speziell gekennzeichnet sein. Butter ist ein wertvolles Lebensmittel, schmeckt köstlich auf frischem Brot, gehört in Kuchen und Gebäck oder verfeinert Saucen. Am Kühlregal kann man zwischen Süßrahmbutter, Sauerrahmbutter, mildgesäuerter Butter, Deutscher Markenbutter und Molkereibutter wählen. Butter im Kühlschrank am besten in einer Dose aus Glas oder Kunststoff aufbewahren. So bleibt sie länger frisch. Alternativen zur klassischen Butter sind Margarine, Kokosfett, Pflanzenöl, Nussmus oder Avocadopüree.

SAHNE

Sahne

Sie schmeckt mild und cremig. Sahne ist der fettreiche Anteil von Milch, der sich beim Stehenlassen an der Oberfläche sammelt. Sie lässt sich zu Schlagsahne geschlagen oder als Zutat in leckeren Saucen, Suppen, Aufläufen, Cremetorten oder Desserts genießen. Man sollte sie in der Originalverpackung im Kühlschrank aufbewahren.

EIER

Eier

Gekocht, gebraten, als Omelette oder im Glas – bei einem guten Frühstück darf ein Ei nicht fehlen. Aber was bedeuten die Kennzeichnungscodes auf den Eiern? Die erste Ziffer gibt Auskunft über die Haltung: Aus Öko-(0), Freiland-(1), Boden-(2), oder Käfighaltung (3). Es folgt die Länderkennung für das Herkunftsland, für beispielsweise Deutschland DE. Die mehrstellige Zahlenfolge am Ende kennzeichnet die Nummer des Legebetriebs und ermöglicht somit eine Rückverfolgbarkeit bis in den Hühnerstall. Bei Ei-Größen unterscheidet man die Kategorien S, M, L und XL. Ein Hühnerei kann 18 Tage nach dem Legen bei Zimmertemperatur gelagert werden. Danach gehört es in den Kühlschrank. Ein Ei ist bis zu 28 Tage nach dem Legedatum haltbar.

MARMELADE

Marmelade

Wer eine Vorliebe für süße Brotaufstriche hat, der sollte stets Marmelade, Konfitüre oder Gelee im Haus haben. Konfitüren und Marmeladen werden aus frischem oder gefrorenem Obst, Gelee aus Fruchtsaft hergestellt. Marmelade darf sich nach Sprachregelung des Gesetzgebers jedoch nur der Brotaufstrich nennen, bei dem keine Fruchtstücke mehr zu sehen sind. Ungeöffnet sind sie mehrere Monate haltbar, geöffnet im Kühlschrank mehrere Wochen.

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