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Einfach probieren

Für alle, die sich vorgenommen haben, 2016 was Gutes in puncto Ernährung zu tun: Wir haben einen Schnupperkurs der alltagstauglichen Vorsätze zusammengestellt. Probieren Sie doch mal 10 Tage lang jeden Tag eine Veränderung. Vielleicht ist ja was dabei, was Ihnen auch auf Dauer Spaß machen würde.

 

Ein Tag mit Ei

Wir beginnen mit etwas ganz Einfachem: Essen Sie heute mal ein Ei, auch ruhig mehrere – gekocht, als Omelett oder Spiegelei. Wer sich eiweißreich ernährt, wird schneller satt. Übertreiben sollten Sie es jedoch nicht, ein Ei hat immerhin ca. 100 Kalorien. Übrigens wirkt sich das nicht bedeutend auf den Blutcholesterinspiegel aus. Das einsame Sonntagsei darf daher gern ein wenig Gesellschaft bekommen.

Den Wagen direkt am Eingang füllen

Wenn Sie einen REWE Markt betreten, dann stehen Sie am Anfang meistens in der Frische-Abteilung. Frisches Obst, Gemüse, Säfte, Salate: völlig unverarbeitet, schon gewaschen oder vorgeschnitten. Salatsaucen und Nüsse finden Sie hier auch. Wenn Sie drei Viertel Ihres Einkaufs gleich am Eingang erledigen, dann können Sie gar nicht mehr anders, als sich supergesund und kalorienarm zu ernähren. Dann stimmt das Verhältnis von frisch zu fertig wie von selbst.

Frühstück mit allen

In einem Haushalt mit mehreren Personen einen reibungslosen Tagesstart zu organisieren, ist zuweilen eine Herkulesaufgabe. Schulkinder müssen früh aus dem Haus. Kindergartenknirpse eine Stunde später. Papa sucht noch seine Unterlagen, und Mama wartet, bis endlich Ruhe ist. Oder umgekehrt. Dabei ist das Frühstück die Basis für den ganzen Tag. Versuchen Sie doch einfach mal Folgendes. Am Abend alles vorbereiten: Schwimmzeug, Regenjacke, Taschen, Klamotten. Eine halbe Stunde früher als gewohnt aufstehen und den Tisch decken.

Rechtzeitig, also eine gute halbe Stunde vor Abflug der Ersten, an den Tisch setzen. Wer quasseln will, quasselt. Wer still ist, darf die Klappe halten. Und dann geht’s langsam los. Was macht das mit Ihren Nerven? Und der Laune? Vielleicht ist ein gemeinsames Frühstück am Ende gar nicht zeitraubender als Chaos und Zeitdruck.

Abendessen fällt aus

Wer abnehmen will, der sollte statt großer Mahlzeiten lieber regelmäßig kleine Mengen essen. Ab und zu lohnt es sich auch, den berühmten Spruch „Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler“ zu beherzigen. Die Erfahrung lehrt: Wer abends ab und zu nichts oder nur wenig isst, dem gelingt das Abnehmen oder das Halten der Figur leichter. Schon das abendliche Verzichten auf Kohlenhydrate kann viel bringen.

5 am Tag

Machen Sie mal eine Faust. Eine Power-Faust. 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag, 5 Portionen in der Größe einer Faust steigern Ihr Wohlbefinden. Ideal sind 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. Dabei ist die Vielfalt entscheidend. Je bunter, desto besser. Ein Apfel zum Müsli: eine Portion. Zum Mittag zwei verschiedene Sorten Gemüse in der Kantine: zwei Portionen. Zum Abendbrot eine Avocado auf die Stulle. Eine Birne aufschneiden und dazu essen. Oder ein paar Kirschtomaten. Und erledigt sind die 5 am Tag.

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Lahmacun statt Döner

Heute Abend haben Sie auf dem Nachhauseweg solchen Hunger und absolut keine Lust zum Kochen. Gehen Sie doch ruhig zur Dönerbude! Aber essen Sie mal Lahmacun. Das ist türkische Pizza. Der Fladen ist viel dünner als das Dönerbrot. Also weniger Kohlenhydrate. Er ist mit toll gewürztem Hackfleisch dünn bestrichen. Also weniger Fett. Und gefüllt wird so ein Lahmacun mit frischen Rohkostsalaten. Lahmacun hat von allem Guten mehr und von allem anderen weniger. Guten Appetit!

Sweet Saturday

Auf Süßigkeiten komplett zu verzichten mag zwar sinnvoll sein, ist aber eine der schwersten Übungen. Keine Limo, keinen Keks, kein Eis, nie mehr, und alle Lutscher ablehnen, die es an der Kasse gibt, und keine Schokolade von Oma. Daran scheitern die meisten schon nach kurzer Zeit. Probieren Sie mal das, was die Skandinavier machen: In Schweden gibt es die Lördagsgodis („Samstagssüßigkeiten“), wo Kinder am Samstag eine Tüte mit Süßkram bekommen und diese an dem Tag komplett leeren dürfen. Man kann also über die Woche sammeln, sich aufs Wochenende freuen und dann einmal richtig reinhauen. Wäre auch was für Erwachsene. Oder?

Endlich die Speisekammer aufräumen

Unterziehen Sie Ihre Vorräte einem Neujahrsputz: Reispaketreste, geschenkter Tamarindensaft von einer Exfreundin, Dosenerbsen vom vorvorletzten Campingurlaub, einmal benutzte Fischsauce, bei der man sich kaum zu probieren traut, ob die eigentlich noch gut ist. Räumen Sie das alles raus. Bei Vorräten gilt nämlich das Gleiche wie bei Klamotten: Was man seit Jahren nicht benutzt hat, wird durch noch längeres Rumstehen auch nicht besser.

Aber mehr Platz, mehr Übersicht wären vielleicht Gründe, öfter zu kochen und zu backen. Laden Sie doch ein paar Freunde zum Resteessen und Sachenprobieren ein. Das wird sicher ein lustiger Abend. Und danach genießen Sie die neue Übersichtlichkeit in Ihrem Vorratsleben.

Obst & Gemüse knabbern

Da erzählen wir Ihnen nix Neues: Chips und Schokolade vor der Glotze sind für die Figur – nun, sagen wir mal – unvorteilhaft. Trotzdem kennt jeder diese Abende, an denen man einfach total erledigt ist und sich entspannen will. Und dazu gehört auch tröstendes Knabberzeug, egal ob vor dem TV-Gerät oder am Tablet oder an der Spielkonsole. Machen Sie mal ernst mit dem „Jaaaaa, ich weiß!“. Ein paar Möhrchensticks, Kohlrabi, Kirschtomaten oder Gurke bereitstellen. Das befriedigt das Mümmelbedürfnis ebenso, schadet aber nicht dem Spiegelbild. Am nächsten Tag fühlen Sie sich fitter, sind stolz auf sich und machen einfach weiter so.

Bewusst genießen

Heute machen wir mal langsam. Und zwar alles. Zum Frühstück einen Obstsalat mit ganz vielen verschiedenen Früchten zubereiten. Königsdisziplin zum Schluss: noch die Kerne aus einem Granatapfel pulen. Zu Mittag entweder irgendwo essen gehen, wo es immer vieeeeel zu lange dauert (aber super schmeckt), oder sich in der Küche des Büros was Richtiges kochen. Mit frischen Zutaten. Unter einer halben Stunde Kochzeit lassen wir Sie nicht weg.


Und zu Hause zum Abendessen schmoren Sie sich was. Ein Hühnchen. Oder Gemüse. Im Ofen. Irgendwas, was partout nicht schneller geht. Während Sie warten, haben Sie Zeit nachzudenken. Oder auszuruhen. Zeitung zu lesen. Ein Kartenspiel mit den Kindern zu machen. Der Zeitverlust ist ein Zeitgewinn. Das wird ein Tag, der Ihren Nerven und Ihrem Gaumen extrem guttun wird.