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Französischer Wein

"Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht, beim Champagner begeht man Torheiten."

Jean Anthelme Brillat-Savarin, französischer Gastronomiekritiker (1755-1826)

Französischer Wein

Rotwein, Weißwein, Rosé, Champagner, Crémant und Süßweine: Frankreich ist bekannt für eine Vielfalt an Weinen und Rebsorten, die kaum ein anderes Land auf dieser Welt vorweisen kann. Dabei waren es die Römer, die den Franzosen den Weinanbau und die Kunst des Kelterns aus dem römischen Reich mitbrachten. Seither wird diese Kunst in Frankreich gepflegt und weiterentwickelt, sodass französische Rotweine und Champagner weltweit Höchstpreise erzielen. Doch was macht die Weine in Frankreich so besonders? Zum einen sind die Böden und das Klima ideal, um die besten Trauben anzubauen. Zum anderen steckt an jeder Stelle des Prozesses die Liebe zum Detail und ein ausgeprägtes Verständnis für Qualität - schließlich wird ein Großteil der Lese von den Franzosen selber genossen.

Die französischen Rebsorten

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Cabernet Franc: Eine rote Rebsorte, die wahrscheinlich von Spanien aus über die Pyrenäen nach Frankreich kam und besonders im Süd-Westen angebaut wird. Im Vergleich zu anderen französischen Rotweinen, haben Rotweine aus der Cabernet Franc nur einen geringen Tanningehalt und dadurch ein sehr feines Aroma.

Cabernet Sauvignon: Beheimatet in Aquitanien, dem Südwesten Frankreichs, wurden aus den dunklen Cabernet Sauvignon-Trauben ursprünglich vorzugsweise die schweren Bordeaux Rotweine gekeltert. Mittlerweile ist sie auf der ganzen Welt vertreten und hält Platz 1 der Rebsorte mit der größten Rebfläche.

Chardonnay: Die weiße Chardonnay-Traube, die aus dem Burgund stammt, wird in Frankreich sowohl zu sortenreinen Weißweinen, als auch zu Verschnitten - sogenannten Cuvées - verarbeitet. Bekanntestes Chardonnay-Cuvée? Der Champagner!

Grenache: Die rote Grenache Noir und die helle Grenache Blanc stammen beide ursprünglich aus Spanien, von wo aus sie sich im Mittelmeer angesiedelt haben. Die Grenache noir wird zu einem eher trockenen Rotwein verarbeitet, dessen Vollmundigkeit zu gehaltvollen Fleischgerichten passt. Aus beiden Rebsorten werden aber auch hervorragende Süßweine, wie der Banyuls, hergestellt.

Gamay: Eine rote Rebsorte, die im Burgund weit verbreitet ist. Sie wird zu Rotweinen verarbeitet, die ein sehr fruchtiges und würziges Bukett entfalten. Vorzugsweise wird er zu französischem Käse und Charcuterie, französischen Wurst - und Schinkenwaren, gereicht.

Merlot: Platz 2 belegt die ebenfalls ursprünglich aus Aquitanien kommende rote Rebsorte, aus der fruchtig und vollmundige französische Rotweine gekeltert werden. Beliebt ist die Merlot-Traube auch, weil sie keine hohen Ansprüche an den Boden stellt und auch nur gering anfällig für Pilzbefall ist.

Pinot Noir: Auf Deutsch heißt die Rebsorte Pinot Noir Spätburgunder und wie der Name schon verrät, stammt sie aus dem Burgund. Aus ihr werden samtige und vollmundige Rotweine gekeltert, deren Farbe von Rubinrot bis Violett reicht. Eine Besonderheit sind auch die Weißweine, die aus der roten Rebsorte hergestellt werden: sogenannte Blanc de Noirs ("Weißer aus schwarzen"). Dafür werden vor der Gärung Schale und Saft der Trauben getrennt, sodass die Farbstoffe aus der Schale nicht mitvergoren werden und dem Wein eine rote Farbe verleihen können. Bekanntester Wein, bei dem dieses Verfahren angewendet wird, ist der Champagner, ein Cuvée aus Pinot Noir, Pinot Meunier und Chardonnay.

Syrah: Von den Hängen der Rhône, sowohl in Frankreich, als auch der französischen Schweiz, stammt die kleine, dunkle Syrah-Traube. Ihr vollmundiger Geschmack weist Aromen von dunklen Beeren und Gewürzen auf. Dieser Geschmack überzeugte auch den australischen Weinbaupionier James Busby, der die Sorte 1833 in Australien einführte und in Shiraz umtaufte.

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Welcher französische Wein ist der beste?

Diese Frage lässt sich natürlich nicht ganz so leicht beantworten, denn am Ende bestimmen viele Faktoren über die Qualität und den Geschmack eines Weines. Aber Jahrhunderte des Weinbaus haben gezeigt, dass Frankreich weltweit das Weinland Nummer 1 ist. Grundsätzlich beanspruchen besonders drei Anbaugebiete die teuersten und hochwertigsten Tropfen für sich: Bordeaux, Burgund und die Champagne.

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Bordeaux:

Das Bordelais ist auf mehrere Anbaugebiete um die Stadt Bordeaux im Südwesten Frankreichs aufgeteilt, deren Namen jedem Weinliebhaber ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Zwischen Atlantikküste und der Stadt Bordeaux liegt das Médoc, bekannt für seine zahlreichen und schmucken Weingüter, wie die berühmten Châteaus Lafite-Rothschild und Margaux. Berühmt ist Bordeaux vor allem für seine Rotweine, aus den Regionen Entre-Deux-Mers und Pessac Léognan im Süden und Osten von Bordeaux stammen allerdings auch hervorragende Weißweine.

Die teuersten Rotweine des Bordelais stammen aus drei eher kleinen Gebieten: Pomérol, Fronsac und St. Émilion. Aber auch ein französischer Weißwein aus dem Bordelais erzielt Spitzenpreise: der Sauternes. In dem kleinen Gebiet im Süden der Stadt Bordeaux werden likörartige, goldene Weißweine aus den Trauben Sémillon, Muscadelle und Sauvignon blanc hergestellt, die traditionell zu Stopfleber oder Roquefort gereicht werden.

Burgund:

Als ehemals eigenes Königreich und späteres Herzogtum verfügten das Burgund und seine Herrscher über die notwendigen Ressourcen den Weinanbau zu fördern. Heute sind es vier französische Départements, die zur Wein-Region Burgund gehören: L'Yonne, la Côte-d'Or, Saône-et-Loire und le Rhône. Auch wenn im Burgund mit ca. 60 % der Abfüllungen die Weißweine - fast ausschließlich Chardonnay - deutlich vorne liegen, erzielen speziell die Rotweine von den Weinbergen Côte des Nuits und Côte de Beaune die höchsten Preise. Für Rotwein wird im Burgund die Rebsorte Pinot Noir bevorzugt, aber auch Gamay ist zugelassen. Diese Trauben produzieren einen feinen, aber fragilen Rotwein, der im Vergleich mit Rotweinen aus Bordeaux nicht so lange gelagert werden kann.

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Champagne

Östlich von Paris liegt die Abtei Hautvillers, Heim eines Benediktinerordens, deren berühmtester Ordensbruder Dom Pérignon im 17. Jahrhundert eine bahnbrechende Erfindung machte: Die Flaschengärung, heute bekannt als Méthode champenoise. Bei dieser Herstellungsart werden die abgefüllten Weine durch Zugabe von Hefe ein zweites Mal vergoren. Während dieser Hefegärung bildet der Wein die typische, prickelnde Perlage, indem Kohlendioxid gelöst wird. Sowohl der Name Champagner, als auch die Méthode champenoise sind geschützte Begriffe, die nur für Schaumweine, deren Trauben aus der Champagne wachsen, gelten.

Weitere französische Weine:

Beaujolais Primeur: Der Beaujolais Primeur ist das französische Pendant zum Federweißen - ein sehr junger Rotwein, der schon am 15. Dezember im Jahr seiner Lese verkauft werden darf. An seinem Geschmack scheiden sich die Geister: Während die einen ihn lieben, wird er von anderen nur verächtlich als schlechterer Wein angesehen.

Chablis: Ein trockener Weißwein aus dem Gebiet Chablis im Burgund, der sortenrein aus Chardonnay gekeltert wird.

Crémant: Letztendlich wird ein Crémant, wie Champagner, durch Flaschengärung hergestellt. Da seine Trauben allerdings in anderen Regionen, z. B. Burgund oder Elsaß wachsen, darf er sich nicht so nennen. Das hat auch Vorteile: Ein guter Crémant kostet meist nur einen Bruchteil von dem, was man für einen Champagner auf den Tisch legen muss.

Austern

Muscadet: Aus dem Loire-Tal stammt der Muscadet, der aus der Rebsorte Melon de Bourgogne, auch Muscadet genannt, hergestellt wird. Besonders gerne wird er zu Meeresfrüchten, speziell Austern, gereicht.   

Rosé: Lange Zeit waren sie als minderwertige Weine verschrien, aber besonders die Rosé-Weine aus den Weinbaugebieten der Provence haben sich eine guten Ruf zurückerobert. Als leichte Sommerweine passen sie auch einfach ideal zur mediterranen Küche der Provence.