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Küchenmythen

Küchenmythen - Stimmt's oder stimmt's nicht?

Rund um den Küchenalltag ranken sich verschiedene Gerüchte und Mythen. So soll man Spinat und Pilze nicht aufwärmen dürfen, vom grünen Strunk der Tomaten krank werden und lieber Honig statt Zucker essen. Was ist dran an diesen Mythen?

Küchenmythos Nr. 1: Spinat und Pilze dürfen nicht aufgewärmt werden

Küchenmythen: Pilze in Pfanne

Die meisten Reste können problemlos aufgewärmt werden. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Spinat und Pilze. Schon die Oma hat davor gewarnt, Reste am nächsten Tag zu essen.

Tatsächlich ist an diesem Ernährungsmythos nichts dran. Sowohl Pilze als auch Spinat dürfen am nächsten Tag in die Mikrowelle gestellt werden. Wichtig: Sie sollten direkt nach dem Essen noch warm in den Kühlschrank gestellt werden, damit sie schnell abkühlen. So wird verhindert, dass sich zu viel Nitrit im Spinat bildet bzw. Keime bei den Pilzen. Beim Aufwärmen sollte darauf geachtet werden, dass eine Mindesttemperatur von 70 Grad eingehalten wird, damit Keime keine Chance haben.

Gut zu wissen: Nur Erwachsene sollten aufgewärmte Spinatreste essen. Kinder sollten ihn nur frisch gekocht genießen, da der Körper mit den höheren Nitritwerten nicht klar kommt.

Küchenmythos Nr. 2: Frisches, warmes Brot sorgt für Bauchschmerzen

Es riecht so gut und zergeht quasi auf der Zunge: Einem frisch gebackenen Brot oder dem noch warmen Kuchen können die wenigsten widerstehen. Aber: Der Verzehr soll zu Bauchschmerzen und Luft im Bauch führen. Auch hier handelt es sich primär um einen Ernährungsmythos. Das warme Brot oder die enthaltene Hefe sorgen nicht für Beschwerden. Was allerdings der Fall sein kann: Man isst schneller und mehr als sonst, kaut weniger und das wiederum kann tatsächlich zu Beschwerden führen.

Küchenmythos Nr. 3: Körnerbrot gleich Vollkornbrot

Küchenmythen Vollkornbrot

Stecken Körner im Brot und hat es noch dazu eine schön braune Färbung, muss es deutlich gesünder sein als das verpönte Weißbrot, oder? Stimmt leider nicht. Die Annahme, dass Körner für ein Vollkornbrot stehen, ist falsch. Viele als Mehrkornbrot gekennzeichnete Laibe sind mit Zuckercouleur braun eingefärbt, mit ein paar Körnern bestreut und nicht wesentlich gesünder als ein Weißbrot. Achten Sie beim Einkauf lieber auf die Bezeichnung Vollkornbrot und fragen Sie beim Bäcker nach.

Küchenmythos Nr. 4: Honig ist gesünder als Zucker

Zucker ist schlecht, Honig eine gesunde Alternative: Dieser Ernährungsmythos hält sich hartnäckig. Dabei besteht Honig größtenteils aus Zucker, enthält vergleichbar viele Kalorien und kann genauso Karies verursachen. Und: Kleinkinder sollten keinen Honig essen, da er Keime enthalten kann. Ob man Honig oder Zucker bevorzugt ist keine Frage der Gesundheit, sondern nur des Geschmacks.

Küchenmythos Nr. 5: Der Tomatenstrunk ist giftig

Tomaten gehören zu den Nachtschattengewächsen und enthalten speziell an grünen Stellen, wie dem Strunk, das Gift Solanin. An dem Ernährungsmythos, den Strunk wegzuschneiden, ist also durchaus was dran. Es ist nicht schlimm, wenn man mal eine grüne Stelle mitisst. In größeren Mengen kann es aber gesundheitsschädlich sein. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen und Durchfall. Eine sehr hohe Solaninaufnahme kann tödlich wirken.

Küchenmythos Nr. 6: Käserinde darf nicht mitgegessen werden

Ja oder nein: Über das Mitessen der Käserinde besteht Uneinigkeit. Zu Recht, bei manchen Sorten kann man sie bedenkenlos mitessen, bei vielen sollte sie großzügig abgeschnitten werden. Sie sollte in jedem Fall entfernt werden, wenn die Rinde mit dem Konservierungsstoff E 235 (Natamycin) behandelt wurde. Das steht auf der Verpackung bzw. in der Käsetheke muss mit einem Schild darauf hingewiesen werden. Auch Rinde aus Kunststoffüberzug kann nicht mitgegessen werden.

Wurde sie dagegen mit Pflanzenkohle (E 153) behandelt, darf man sie mitessen.

Aber: Schwangere, ältere und kranke Menschen sowie Kinder sollten Käserinde immer großzügig entfernen.