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Möhre vs. Burger? Verzicht gegen Schlemmen, so lautet der Grundsatz, auf dem die meisten Diäten aufgebaut sind. Aber haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob das eigentlich funktioniert? Und wenn ja, was ist die beste Diät und was verbirgt sich hinter dem Jojo-Effekt? Wir haben die Antworten!

Frage: Was ist eine Diät?

Das Wort Diät stammt aus dem Griechischen. Ursprünglich bezeichnete "díaita" jedoch ganz allgemein die Lebensführung eines Menschen, das Wort bezog sich also nicht nur auf die Ernährung.

Im Laufe der Zeit entwickelten sich verschiedene Konzepte für die "richtige" Lebensweise, zu der auch die Nahrungsaufnahme gehört. Heute steht die Bezeichnung Diät für eine Ernährungsweise, die einen bestimmten Zweck verfolgt: eine Gewichtsab- oder -zunahme, den Muskelaufbau bei Sportlern oder den Verzicht auf spezielle Inhaltsstoffe bei Krankheiten wie Diabetes (Verwendung von Zuckerersatzstoffen) oder Bluthochdruck (salzarme Kost). Umgangssprachlich wird der Begriff Diät jedoch meist im Sinne einer Schlankheitskur verwendet.

Frage: Welche Diät ist am besten?

Gesunde Fette bei Diät

Formula-Diäten, Eiweißdiät, Kohlsuppen-Kur oder fleißig Punkte zählen bei Weight Watchers – heute gibt es unzählige Diäten, die alle eine schnelle Traumfigur versprechen, natürlich ganz ohne kräftezehrendes Hungern. Doch welche hält, was sie verspricht? Grundsätzlich gilt: Die beste Diät gibt es nicht, denn dafür sind wir Menschen viel zu verschieden. Das beginnt mit der Psyche. Während der eine sich konsequent an den strengen Diätplan hält, wird der andere auf dem Familiengeburtstag schwach. Einer ist von Obst und Gemüse satt, der andere bevorzugt reichlich Eiweiß. Auch die Stoffwechseltypen unterscheiden sich, wobei ältere Menschen generell einen langsameren Stoffwechsel haben als jüngere. Im Endeffekt stehen aber doch alle vor dem gleichen Problem: dem Jojo-Effekt. Denn ganz gleich auf welche Diät die Wahl fällt, wer danach wieder seinen normalen Essgewohnheiten nachgeht, hat die Pfunde rasch wieder drauf – oft sogar mehr als zuvor. Daher ist die "beste Diät": eine langfristige Umstellung der Ernährung und Lebensweise.

Frage: Welche verrückten Diäten gibt es?

Für die Traumfigur nehmen Menschen einiges in Kauf: Wochenlang ernährt sich manch Abnehmwilliger von Kohlsuppe, Ananas oder Eiern, beschäftigt sich mit dem Zählen von Punkten statt mit den Lebensmitteln an sich oder trinkt acht Monate lang bis zu 15 Energydrinks am Tag.

Ja, tatsächlich: Eine Frau in Neuseeland verlor 45 Kilo mit der Energydrink-Diät. Neben dem Jojo-Effekt gab es Magenkrämpfe, schlaflose Nächte und ein erhöhtes Herzinfarktrisiko gratis dazu. "The Drinking's Man Diet" setzt auf kohlenhydratarme Ernährung mit Fisch und Fleisch, vor allem aber auf harte Alkoholika. Die Herausforderung für die Leber war 1964 sogar Millionenbesteller. Stopp, denn die Liste an verrückten Diäten ist genauso lang wie ungesund. Schließlich bleibt die Erkenntnis: Wer sein Gewicht reduzieren und halten will, kommt an einer langfristigen Umstellung der Ernährung und des Lebensstils nicht vorbei. Irrsinnig gut und dauerhaft gesund.

Frage: Was bringen Diäten?

Ernährungsfragen Diät: Maßband

Ob Mono-Diäten wie Kohlsuppen- oder Ananaskur, Low Carb wie Atkins, die Glyx und Dukan Diät oder Formula-Diäten – alle Abnehmprogramme versprechen einen schnellen Erfolg zur Traumfigur. Auf unterschiedliche Weise führen die Diätpläne dem Körper weniger Energie zu und reduzieren den Grundumsatz des Körpers. Kurzfristige Erfolge sind damit schnell erzielt, doch auf lange Sicht kehren die Pfunde rasch wieder. Sobald nach einem vermeintlichen Diäterfolg die Ernährung "normalisiert" wird, holt der Körper sich den Mangel zurück und füllt die Fettpolster wieder auf. Der Jojo-Effekt lässt grüßen, Frustration ist die Bilanz. Hinzu kommt, dass viele Diäten dem Körper durch die einseitige Ernährung wichtige Nährstoffe vorenthalten. Zum Beispiel ist bei der berühmten Atkins-Diät der Vitamingehalt oft zu gering, der Fettanteil hingegen zu hoch. Daher gilt: Wer langfristig sein Gewicht reduzieren und halten möchte, sollte seine Ernährung umstellen und den Lebenswandel überdenken.

Frage: Was ist der Jojo-Effekt?

Hungern bis zur Traumfigur, anschließend ist das Gewicht doppelt wieder drauf: Der Jojo-Effekt ist der gefürchtete Feind eines jeden Abnehmwilligen. Doch wieso kommt es dazu?

Ganz einfach: Während einer Diät führen wir dem Körper weniger Energie zu, als er verbraucht. Die benötigte Energie holt der Organismus sich dann aus dem Fett- und Muskelgewebe und mobilisiert schnell verfügbare Kohlenhydrat- und Eiweißdepots. Erst nachdem die Reserven aufgebraucht sind, greift er die Fettpolster an. Wer jetzt nicht regelmäßig Sport treibt, baut zunehmend Muskeleiweiß ab – und das reduziert den Grundumsatz. Ab sofort läuft der Körper auf "Sparflamme" und benötigt weniger Energie. Isst man anschließend wieder "normal", holt sich der Körper, was er braucht, um die Energiereserven - also Fettdepots – schnellstmöglich zu füllen. Der Energiebedarf bleibt jedoch solange gesenkt, bis auch das Muskeleiweiß wieder aufgefüllt ist. Das führt dazu, dass das Körpergewicht schnell noch das Gewicht vor der eigentlichen Diät übersteigt, also zum Jojo-Effekt.

Frage: Warum scheitern Diäten so oft?

Ca. Dreiviertel der Deutschen hat schon mal eine Diät gemacht. Dabei scheitert ca. die Hälfte der Diäten. Das hat unterschiedliche Gründe:

Besonders junge Menschen neigen zu ungesunden Crashdiäten, um schnell ein paar Pfunde loszuwerden. Diese erfüllen zwar kurzfristig ihren Zweck, langfristig sind die Kilos schnell wieder drauf und von Erfolgen kann nicht die Rede sein. Andere Diäten sind aufwendig und scheitern an mangelnder Zeit im stressigen Alltag. Zu hoch gesetzte Abnehmziele können bei Nichterreichen demotivieren und zum Abbruch führen. Zu schnell zu viel wollen, das ist grundsätzlich ein Problem. Oft resultieren aus sehr strengen Diätplänen auch Essattacken, die Erfolge insbesondere psychisch zunichtemachen. Rasch kommt der Gedanke auf: "Jetzt ist eh alles egal." Dabei sind Spielräume erlaubt, denn eine stabile Gewichtsreduktion kann nur erreicht werden, wenn sich Essgewohnheiten und der Lebensstil langfristig ändern und über die Diät hinweg bestehen bleiben.

Frage: Was bringen Formula-Diäten?

ERnährungsfragen Diät: Formula-Shake

Man kennt sie in Form von Shakes, als Suppen und manchmal auch als Fertiggerichte – sogenannte Formula-Diäten. Anstatt vollwertiger Mahlzeiten stehen industriell hergestellte Nährstoffgemische auf dem reduzierten Speiseplan, der zum persönlichen Traumgewicht verhelfen soll. Durch die verminderte Fett-, Protein- und Kohlenhydratzufuhr stellt sich zwar rasch ein erster vermeintlicher Erfolg ein, dieser zieht allerdings genauso schnell wieder von dannen, wie er gekommen ist. Wer anschließend zu seinem gewohnten Essverhalten zurückkehrt, hat aller Wahrscheinlichkeit nach stark mit dem Jojo-Effekt zu kämpfen. Hinzu kommt, dass die Produkte einer Formula-Diät häufig teuer sind und die Kosten der Zubereitung von frischen Speisen sogar übersteigen. Eine Ernährungsumstellung und das Überdenken der eigenen Lebensweise zahlt sich demnach aus: Das Wunschgewicht bleibt langfristig erhalten, der Organismus freut sich über alle lebensnotwendigen Nährstoffe und der Gaumen über einen guten Geschmack! So schmeckt das Leben besser.

Wie hoch ist mein BMI?

Der BMI (Body Mass Index) gibt Ihnen einen ersten Anhaltspunkt, ob Sie unter-, normal- oder übergewichtig sind. Mit dem BMI-Rechner finden Sie es schnell heraus.

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