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Moey´s Kitchen

Maja ist ein Foodie mit Leib und Seele und lebt seit über 10 Jahren im bunten Köln. Ihr ist es wichtig, regional und saisonal zu kochen sowie frische Lebensmittel zu verarbeiten und möglichst alles selber zu machen. Daher finden sich Fertigprodukte und typisches Convenience-Essen bei ihr genauso wenig wie spanische Erdbeeren im Winter oder neuseeländische Äpfel im Sommer. Am Wochenende geht es in ihrer Küche opulent zu: es wird gebacken, geschmort und eingekocht. All ihre Leckereien hält sie fotografisch und schriftlich auf ihrem Blog fest. Nebenher schreibt Maja auch kulinarische Reiseberichte und bringt im September das Kochbuch "What's for Breakfast? Müsli!" auf den Markt. Die vielseitige Bloggerin freut sich auf die Aktionswoche #7xregional und ist gespannt, ob sie damit auch andere für das Thema Regionalität begeistern kann.

Essen ist ein sinnliches Erlebnis

Wisst ihr eigentlich, wo eure Kartoffeln und Tomaten herkommen? Euer Fleisch oder euer Brot? Essen ist etwas so Intimes, Sinnliches und Wichtiges. Es geht um Nährstoffe, es geht um Vitamine, aber es geht auch darum, sich am Ende satt und bestenfalls glücklich zu fühlen. Wir stecken uns etwas in den Mund, wir kauen es, wir genießen es, wir verdauen es. Sollten wir dann nicht viel mehr Wert darauf legen, was wir da eigentlich essen? Geht es nicht um Süße, um Saftigkeit, um Geschmack und Aromen? Lebensmittel können knackig sein oder cremig, zart oder kräftig, scharf oder auch sauer.

All das erleben wir meiner Meinung nach nicht, wenn wir uns künstliche Aromen zuführen, wenn wir Geschmacksverstärker in unserem Essen verwenden oder wenn wir Obst und Gemüse außerhalb der Saison kaufen. Eier von freilaufenden Hühnern, die mit ordentlichem Futter gefüttert werden, schmecken so viel intensiver als Eier von eingesperrten Hühnern, die minderwertiges Futter erhalten. Das gleiche gilt für Milchprodukte und Fleisch: artgerecht gehaltene Tiere, die Bewegung erhalten und gut gefüttert werden, geben viel aromatischere Milch und liefern viel besseres Fleisch. Gute Lebensmittel haben ihren Preis und nicht jeder kann sich täglich Bio-Produkte leisten. Aber müssen es denn wirklich die ägyptischen Bio-Kartoffeln sein, die gekühlt quer durch die Welt gekarrt werden? Nur weil der Bauer von nebenan kein Bio-Siegel bezahlen will, müssen seine Kartoffeln ja nicht schlechter sein!

Deswegen geht meine eigene Überzeugung Lebensmittel betreffend immer weiter in Richtung Regionalität und Saisonalität - die meiner Meinung nach unmittelbar zusammenhängen. Anstatt immer exotischere Zutaten auszuprobieren und uns Obst und Gemüse aus den entlegensten Winkeln der Welt einfliegen zu lassen, sollten wir anfangen zu gucken, was eigentlich vor unserer eigenen Haustür wächst. Ja, es ist fast schon eine Art Rückbesinnung zu dem, was unsere Eltern und Großeltern gegessen haben. Naturbelassene Zutaten, die keine weiten Transportwege hinter sich haben. Frisch und selber gekocht. Handgemachtes Brot ohne Zusatzstoffe vom Bäcker. Frische Wurstwaren vom Metzger aus Hausschlachtung. Und eben Getreide, Obst und Gemüse frisch vom Feld. Wer regional einkauft, tut nicht nur sich und den Produzenten in seiner Region etwas Gutes, sondern spart Transportwege, oft auch Verpackungen und trägt so einen kleinen Teil zum Klimaschutz bei. Außerdem spart man dadurch nebenbei wirklich Geld – und schmeckt den Unterschied am Ende.

Die Mischung macht's

Auch ich bin nicht perfekt – ich esse oft zu süß, zu fettig, zu ungesund, manchmal auch Fertigessen, Gummibärchen oder Chips. Aber es wird immer weniger. Ich mag auch Bananen, Avocados oder Vanille. Ich würze gerne mit Pfeffer, verfeinere Gerichte mit Kokosmilch oder esse Gojibeeren und Chia-Samen in meinem Frühstücksmüsli. Ich versuche aber den Anteil der regionalen zu den exotischen Zutaten in einem guten Verhältnis zu behalten – ganz möchte ich auch nicht auf diese Dinge verzichten. Die Vielfalt macht unser Essen doch so spannend. Gute, wenn auch exotische Zutaten aus vernünftigem Anbau bereichern auch meinen Speiseplan. Wie immer ist es eine Frage der Menge und Herkunft. Man kann seinen eigenen Konsum aber öfter mal hinterfragen – dadurch bekommt man ein ganz anderes Bewusstsein, lernt die besonderen Dinge wieder zu schätzen und wird mit einem natürlichen, intensiven Geschmack aus einfachen, ehrlichen Zutaten belohnt. Wir müssen nicht auf die Erdbeeren aus Spanien oder Marokko zurückgreifen: Zwischen Mai und Juli gibt es fantastische heimische Erdbeeren, die man wunderbar einfrieren oder einkochen kann, wenn man sich das Aroma bewahren möchte. Dafür schmecken im Winter Kohl und Rüben. Im Herbst gibt es Kürbisse, Kartoffeln und Äpfeln und so weiter. Das Leben mit den Jahreszeiten, die wir immer weiter aus den Augen verlieren, ist unheimlich spannend und vielseitig –  viele Ideen dazu findet ihr bereits bei mir im Blog, zukünftig werden es immer mehr.

Challenge accepted!

REWE Regional greift mit der Bloggerchallenge „7xregional“ genau diesen Gedanken auf. Dahinter steckt wie bei jedem anderen Lebensmittelladen natürlich ein gewinnorientierter Konzern. Der aber eben auch auf die Bedürfnisse seiner Kunden und seiner Produzenten eingeht. Genau das geht aus der Marke REWE Regional hervor. Ich lebe in Köln, bei mir heißt die Eigenmarke „Aus dem Rheinland“. Damit sind kurze Strecken garantiert. Der Produzent wird genannt, der genaue Herkunftsort ebenfalls. Dadurch wird das Produkt transparent und schafft beim Kunden ein Vertrauen, das auch mir gefällt. Ich kann auch nicht immer auf dem Markt einkaufen – das liegt unter anderem an den arbeitnehmerunfreundlichen Marktzeiten. Ich mag aber auch nicht nur im Biosupermarkt einkaufen – gerade dann nicht, wenn die Kartoffeln aus Ägypten kommen, der Spargel aus Chile und die Erdbeeren aus Spanien. Dann greife ich gerne auf frische Zutaten aus meinem Supermarkt zurück, die eben möglichst regional sind, auch wenn sie kein Bio-Zertifikat tragen. Übrigens sind auch holländische Gurken, Tomaten und Paprika für mich regional – seit ich auf einer Reise durch die Glas-Gewächshäuser war, weiß ich, dass die Pflanzen von Bienen bestäubt werden und Nützlinge auf natürliche Weise gegen Schädlinge vorgehen. Die Pflanzen werden nicht gespritzt, die Früchte handgepflückt. Und die Strecke nach Köln ist kürzer als Obst und Gemüse aus Süd- oder Norddeutschland.

Insgesamt gibt es jetzt im Mai aber schon ein vielfältiges Sortiment an REWE Regional Produkten in meinem kleinen REWE Markt direkt vor der Tür. Die kaufe ich wie gesagt sowieso schon ganz gerne – die eigentliche Challenge für mich sehe ich in dieser Woche aber in dem Versuch weitgehend auf alle nicht-regionalen Produkte zu verzichten. Keine Quinoa, keine Ananas, kein Currypulver. Und dabei stelle ich fest: es ist gar nicht so einfach! Wie häufig greift man zu italienischer Pasta, Kokosflocken aus Sri Lanka, Cashewkernen aus Indien? Doch schneller und öfter als man denkt.

Mit regionalen Produkten durch den Tag

Also habe ich mir drei normale, einfache und ehrliche Rezepte für einen normalen Tag Ende Mai überlegt, die ohne exotische Zutaten auskommen, günstig sind und aus regionalem Anbau und Herstellung stammen. Ohne künstliche Aromen, ohne Geschmacksverstärker, ohne Fertigpamps. Zugegeben: ein klitzekleines bisschen habe ich geschummelt: ich habe mein Mittagessen und das Abendessen mit Pfeffer gewürzt. Konsequent hätte man darauf verzichten und lieber auf frische Kräuter zurückgreifen sollen. Das würde ich auch empfehlen und gebe es so im Rezept an. Die exotische Muskatnuss in meinem Stampf habe ich aber direkt weggelassen und stattdessen frische Petersilie zum Würzen verwendet. Statt Olivenöl kommt heimisches Sonnenblumen- oder Rapsöl zum Einsatz.

Und insgesamt kann ich sagen: es lohnt sich! Probiert unbedingt mal aus euch rein regional und saisonal zu ernähren. Was ist typisch für eure Region? Was wächst in eurer Gegend besonders gut? Ihr werdet erstaunt über die Vielfalt sein. Es macht unheimlich Spaß sich mit dem Obst, Gemüse und Getreide vor der Tür auseinander zu setzen. Ich habe zum Beispiel gegarte Dinkelkörner als Alternative zu Reis oder Couscous für mich entdeckt. Man bekommt ein ganz anderes Bewusstsein für sein Nahrung und das, was man zu sich nimmt. Und man weiß genau, was drin steckt und wo es herkommt. Auch das macht satt, glücklich und letztendlich sehr zufrieden.

Seid ihr dabei?

Dicke Buttermilch-Pfannkuchen mit ofengerösteten Erdbeeren und Rhabarber

Zutaten für 3-4 Portionen

Für das Erdbeer-Rhabarber-Kompott
1 Schale (ca. 500 g) Erdbeeren
4-5 Stangen (ca. 500 g) Rhabarber
75-100 g Zucker

Die Erdbeeren gründlich waschen, trocknen und den Stielsansatz entfernen. Die Früchte halbieren und in eine große Schüssel geben. Den Rhabarber gründlich putzen und die Enden abschneiden, jedoch nicht schälen. Die Stangen in etwa 1,5-2 cm breite Stücke schneiden und zu den Erdbeeren geben.

Den Zucker nach eigenem Geschmack und je nach Süße der Erdbeeren darüber geben, alles gründlich vermengen und die alles etwa 20-30 Minuten Saft ziehen lassen. Den Backofen zwischenzeitlich auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Erdbeeren und Rhabarber in eine Auflaufform geben – wer eine dickere Konsistenz des Kompotts haben möchte, gießt jetzt schon etwas von der entstandenen Flüssigkeit weg. Die Früchte auf der mittleren Schiene im Ofen etwa 25 Minuten rösten, bis sie gar sind und zerfallen.

Die Auflaufform auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen.

Für die Buttermilch-Pfannkuchen
250 g Weizen- oder Dinkelmehl
1 Tl Weinsteinbackpulver
¼ Tl Salz
50 g Zucker
1 Ei
50 g zerlassene Butter
350 ml Buttermilch
evtl. etwas Milch
Butter zum Braten
Naturjoghurt zum Servieren

Mehl, Backpulver, Salz und Zucker in einer Rührschüssel gründlich vermengen. In die Mitte eine Kuhle drücken und das Ei zusammen mit der zerlassenen Butter hineingeben. Mit einem Schneebesen Ei und Butter gründlich verquirlen. Nach und nach die Buttermilch einrühren und die Mischung von innen nach außen zu einem dicken Pfannkuchenteig vermengen. Nicht zu lange rühren, da der Teig dann nicht gut aufgeht. Es dürfen noch leicht mehlige Stellen vorhanden sein. Falls der Teig zu fest ist und zu schwer vom Löffel fällt, nach und nach noch etwas Milch unterrühren.

Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen und etwas Butter darin schmelzen. Mit einer Saucenkelle kleine Portionen Teig abnehmen und nach und nach aus dem ganzen Teig kleine, dicke Pfannkuchen backen. Bis zum Servieren warm halten, zum Beispiel unter einem Küchentuch

Die Pfannkuchen noch warm mit dem Erdbeer-Rhabarber-Kompott aus dem Ofen und einem Klecks glatt gerührtem Naturjoghurt servieren.

Reste vom Kompott halten sich gut verpackt im Kühlschrank und schmecken auch am nächsten Tag kalt serviert noch sehr gut mit Joghurt und Haferflocken oder Müsli zum Frühstück.

Kartoffel-Möhren-Stampf mit Mettwurst

Zutaten für 2-3 Portionen
400 g mehligkochende Kartoffeln
400 g Möhren
2-3 Mettwürste oder Mettenden
2 El Butter
50 g Sahne
frisch gehackte Petersilie
Senf zum Servieren
Salz

Kartoffeln und Möhren schälen und in etwa 5 cm große Stücke schneiden. Die Gemüsestücke in einem Topf mit Dampfgareinsatz oder in wenig Salzwasser aufsetzen.

Die Mettwürste direkt oben auf das Gemüse legen. Den Deckel auflegen und die Temperatur auf mittlere Hitze schalten. Gemüse und Wurst etwa 25 Minuten garen, bis das Gemüse gar ist. Ggf. etwas Wasser nachgießen, falls es zu schnell verdampft.

Die Wurst warm stellen, das Gemüse abgießen und dabei etwas von dem Kochwasser auffangen. Das Gemüse zurück in den Topf geben und mit einem Kartoffelstampfer grob stampfen. Die Mischung darf dabei noch stückig sein. Butter, Sahne und gehackte Petersilie unterrühren und den Stampf mit Salz abschmecken. Sollte die Konsistenz zu fest sein, einfach etwas von dem Kochwasser unterrühren.

Den Möhren-Kartoffel-Stampf mit der Mettwurst und Senf servieren.

Statt Mettwurst kann man den Stampf auch mit frischer grober Bratwurst servieren – diese muss allerdings separat gebraten werden. Auch frische Frikadellen schmecken gut dazu. Wer sich vegetarisch ernährt, serviert den Stampf einfach mit einem Salat, zum Beispiel Gurkensalat mit Buttermilch-Dill-Dressing.

Blattsalat mit zweierlei Spargel, Radieschen und Honig-Senf-Dressing

Zutaten für 2-3 Portionen

Für den Salat
1 Kopf Salat, zum Beispiel Lollo Rosso, Lollo Bionda oder Kraussalat
ca. 6 Stangen weißer Spargel
ca. 6 Stangen grüner Spargel
ca. 5 Radieschen
frischer Schnittlauch, in Röllchen geschnitten
Salz zum Kochen

Für das Dressing
1 Tl grober Senf
1 Tl milder Honig

1 El Weißweinessig
ca. 4-5 El mildes Raps- oder Sonnenblumenöl
Salz

Die Salatblätter vom Strunk lösen, gründlich waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. In eine Salatschüssel oder auf eine Servierplatte geben. Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden. Den weißen Spargel komplett schälen, den grünen Spargel nur im unteren Drittel schälen. Die Spargelstangen in jeweils etwa 4-5 Stücke schneiden und 5-7 Minuten in kochendem, gesalzenem Wasser blanchieren. Danach in einem Sieb abtropfen lassen. Die Radieschen gut putzen und die Enden abschneiden. Auf einem Hobel in feine Scheiben holen und zusammen mit dem Spargel zum Blattsalat geben. Mit den Schnittlauchröllchen bestreuen.

Für das Dressing Senf, Honig und Essig mit einem Schneebesen in einer kleiner Schüssel gründlich verrühren. Nach und nach unter ständigem Rühren das Öl hineinfließen lassen und einem cremigen Dressing aufschlagen. Mit Salz abschmecken. Das Dressing über den Salat träufeln und direkt servieren.

Der Salat lässt sich prima am Vorabend für den Lunch im Büro zubereiten: dazu einfach alle Salatkomponenten in eine Schüssel geben und über Nacht im Kühlschrank aufbewahren. Das Dressing separat aufbewahren und beides erst unmittelbar vor dem Servieren miteinander vermengen. Der Spargel schmeckt im Salat sowohl lauwarm als auch kalt.

Am Donnerstag startet Björn von "Herzfutter" die "7xregional" Challenge und präsentiert euch seine leckeren Rezepte.